Tipps für den Goldschmied Tipp 2 löten von Edelmetallen

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Wie man Gold und Silber löten soll.

Der Stümper lötet zuerst mit einem Hartlot, dabei verglüht er das Werkstück, lötet dann mit einem Mittellot weiter um mit einem Weichlot aufzuhören. Der Könner benutzt dagegen immer nur ein Lot. Er weiß, das eine gute Lötung nicht nur aus einer Lage Lot zwischen zwei Lagen Metall besteht, sondern aus einer Reihe immer feiner werdender Zwischenlegierungen. Bei jedem erhitzen des Werkstückes diffundiert das Lot weiter in das Arbeitsmetall. Der Fachmann achtet auf feine Fugen, nimmt stehts sehr wenig Lot, macht immer das ganze Werkstück gleichmäßig heiß und beizt nur am Schluß ab. Er lötet auf Rosten die eine Unterhitze zulassen, immer mit weicher Flamme und so, das die ganze Arbeit auf Lothitze kommt. Größere Arbeiten werden mit Lötsteinen umgeben um die Hitze zusammen zu halten.
Beim löten von Ringen mit Steinen, deren Weite geändert werden soll benutzt man Stecklot. Das ist dünn ausgewalztes Lot das in die Fuge gesteckt wird. Das Lot wird dann mit einer Spitzflamme zum schmelzen gebracht. Die Edelsteine sollen vor dem löten ausgefasst oder zumindest gegen zu starke Hitze gesichert werden. Ein wertvoller Edelstein kann durch die Hitze beim löten vollkommen zerstört werden. Diamanten können verbrennen, Farbedelsteine ihre Farbe verändern.
Wichtig ist beim löten auch die richtige Wahl des Flußmittels. Die Schmelztemperatur des Flußmittels muss immer unterhalb der Schmelztemperatur des gewählten Lotes liegen. Es macht keinen Sinn ein Flußmittel mit einer Schmelztemperatur von 800 Grad C zu benutzen wenn das gewählte Lot bereits bei 750 Grad C flüssig wird.

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