Tipps für Heimwerker: Garagentore richtig auswählen und einbauen

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Tipps für Heimwerker: Garagentore richtig auswählen und einbauen

Viele Leute besitzen auf ihrem Grundstück eine eigene Garage. Sie schützt das Auto vor Wetter und unbefugtem Zugriff. Damit Sie diese Aufgabe jedoch zuverlässig übernehmen kann, ist ein Bauteil besonders wichtig, das Garagentor. Der vorliegende Ratgeber beschäftigt sich intensiv mit dem Thema.

Sie erfahren in den folgenden Abschnitten alles Wichtige über verschiedene Arten von Toren, Zubehörteile und Hinweise zur Auswahl eines hochwertigen Tors. Stehen Sie vor der Auswahl eines passenden Garagenverschlusses, nutzen Sie sie als erste Orientierungshilfe. Im letzten Abschnitt steht die Frage im Vordergrund, wie Sie Ihr Tor am einfachsten montieren können.

Was für Garagentore gibt es?

Ein Garagentor dient zum sicheren Verschluss von Garagen. Es hat die Aufgabe, vor Witterung und unbefugtem Zugriff zu schützen. Man unterscheidet im Wesentlichen fünf verschiedene Typen von Garagentoren.

  • Schwing- bzw. Kipptor: Bei dieser Bauart schwenkt die Unterkante des Tores durch zwei Hebelarme nach oben. Die Oberkante bleibt auf derselben Ebene und wird nach hinten verschoben. Garagentore dieses Typs werden nicht nur in frei stehenden Garagen verbaut. Häufig finden Sie auch in Tiefgaragen Anwendung.
  • Sektionaltor: Diese Ausführung zeichnet sich durch mehrere miteinander verbundene Bereiche aus. Zum Verschieben dieser Bereiche sind Laufrollen verbaut. Beim Öffnen und Schließen wird das Tor darauf in die gewünschte Position gebracht. Man unterscheidet Deckensektionaltore von Seitensektionaltoren. Erstere öffnen horizontal, letztere vertikal.
  • Kipptor: Kipptore bestehen aus nur einem Teil und schwingen nicht aus. Sie werden über waagerechte und senkrechte Laufschienen an der Oberseite geführt.
  • Rolltor: Aufgrund ihrer platzsparenden Eigenschaften ist diese Torart besonders beliebt. Sie besteht aus vielen Lamellen, die in ein Gehäuse an der Decke der Garage aufgerollt werden.
  • Flügeltor: Diese Torart besteht aus zwei nebeneinander angeordneten Türen. Sie schwingen nach außen auf.

Wie funktionieren die Antriebe von Garagentoren?

Es gibt zwei Möglichkeiten, ein Garagentor zu öffnen und zu schließen. Die erste besteht in der Öffnung per Hand. Daneben haben sich mit der Zeit verschiedene Formen elektrischer Motoren etabliert, mit denen das Tor komfortabel geöffnet werden kann.

Der Elektromotor wirkt mit zwei weiteren Bestandteilen zusammen. Es handelt sich dabei um Antriebsketten und Zahnriemen. Sie bewegen einen Führungsschlitten, der mit dem Tor verbunden ist. Der Schlitten bewegt sich entlang einer metallischen Führungsschiene.

Betätigt der Autofahrer den Antrieb, dreht der Motor ein Rad, das den Schlitten die Führungsschiene hinauf- oder hinunterbewegt. Zum An- und Abschalten des Tormotors stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Man nutzt Handsender, Schlüsseltaster, potenzialfreie Kontakte, Codeschlösser und Wandtaster zur Bedienung. Der Vorteil aller Geräte besteht in der Erleichterung des Toröffnens. Gerade für ältere Menschen bietet sich diese Lösung an. Sie müssen nicht jedes Mal aufs Neue das schwere Tor anheben. Das Öffnen per Schalter kann bereits vom Auto aus erfolgen. Bei schlechtem Wetter wird der Autofahrer nicht nass.

Worauf ist beim Kauf eines Garagentors zu achten?

Bei der Auswahl eines Garagentors gilt es, mehr Dinge zu beachten, als man auf Anhieb denkt. Zunächst muss man sich zwischen einem manuell zu öffnenden und einem elektrischen Tor entscheiden. Einige der Vorteile der zweiten Variante sind in den vorangegangenen Abschnitten bereits thematisiert worden. Zahlreiche zusätzliche Extras machen die Steuerung noch einfacher. Zum Schluss des Ratgebers wird noch darauf eingegangen.

Ein wichtiger Aspekt bei der Auswahl ist die Sicherheit. Mit einer Lichtschranke allein ist es dabei noch nicht getan. Gerade in Familien mit Kindern sollte genau auf das Material und die Form geachtet werden. Scharfe Kanten sind gefährlich und begünstigen Verletzungen. Gerade bei Sektionaltoren ist darauf zu achten. In den Zwischenräumen könnten Kinder versehentlich ihre Finger einklemmen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Beständigkeit des Materials. Die einzelnen Garagenteile sind der permanenten Beanspruchung durch die Witterung ausgesetzt. Achten Sie in diesem Zusammenhang besonders auf die beweglichen Teile. Federn, Laufrollen, Seile und Scharniere erfordern bei hochwertiger Ausführung nur wenig Wartung. Bauteile mit Zinküberzug sind in der Regel wesentlich widerstandsfähiger gegen Korrosion und Einflüsse der Umwelt als unlegierte.

Damit Sie Ihr Tor möglichst schnell nutzen können, legen Sie großen Wert darauf, dass der Einbau schnell und unkompliziert durchführbar ist. Länger als einen Tag sollte er nicht dauern. Um Ihre Garantieansprüche nicht zu gefährden, lassen Sie den Einbau von einem Fachmann durchführen. Viele Hersteller bieten bei sachgerechter Verwendung eine Garantie von bis zu fünf Jahren.

Elektrische Garagentorantriebe sind nicht nur als Erleichterung nützlich. Die strombetriebenen Geräte bieten zudem einen zusätzlichen Schutz gegen Einbruch. Sollte ein Einbrecher versuchen, das Tor aufzuhebeln, leistet es automatisch Widerstand. Es besteht die Möglichkeit, zusätzlich eine Außenleuchte und einen Bewegungsmelder anzubringen. Viele Diebe werden bereits hierdurch abgeschreckt. Ausführungen mit Akku können in Garagenhöfen genutzt werden, in denen keine direkte Anbindung zum Netz vorhanden ist.

Welche verschiedenen Extras erleichtern die Bedienung des Garagentors?

In den folgenden Abschnitten erhalten Sie Informationen über zusätzliche Bauteile, mit denen Sie die Funktionsweise Ihres Garagentors verbessern können. Viele der Geräte können nachträglich installiert werden.

Welche Vorteile bringen Ihnen Reflexions-Lichtschranken?

Mit Lichtschranken können Sie den sicheren Betrieb Ihres Dreh- oder Garagentores sicherstellen. Das System ist so konzipiert, dass es Hindernisse unter dem Tor erkennt und den Antrieb des Motors in diesem Fall sofort stoppt. In Familien mit Kindern und Haustieren sollte eine Lichtschranke zur Grundausstattung gehören. Sie verhindert zuverlässig, dass sich jemand unter dem Tor einklemmt und sich ernsthaft verletzt. Über die Sicherheitsfunktion hinaus haben Lichtschranken noch eine weitere Aufgabe. Sie schützen den Lack und die Karosserie Ihres Autos. Sie sind beim Herunterfahren des Tores versehentlich zu weit vorgefahren, erkennt die Lichtschranke das Auto und bremst ab.

Sender und Empfänger sind bei Reflexions-Lichtschranken in einem Gehäuse verbaut. Wenn der Lichtstrahl auf ein Hindernis trifft, wird er reflektiert. Wird der wieder eintreffende Strahl im Innern des Gehäuses registriert, schaltet der Antrieb automatisch ab. Halten Sie sich vor Augen, dass Lichtschranken hauptsächlich für den Betrieb im Innern der Garage geeignet sind. Im Freien kann es passieren, dass sie beschlagen.

Wie bei allen zu elektrischen Garagentoren gehörenden Bauteilen ist bei der Lichtschranke die Schutzart wichtig. Es handelt sich dabei um zwei Zahlen, die die Widerstandsfähigkeit des Bauteils gegen Wasser, Staub und Berührungen angeben. Beispielhaft sei ein Gerät mit der Schutzart IP 65 genannt. Die Zahl 6 gibt an, dass das Gerät komplett gegen Staub und Berührungen geschützt ist. Die 5 sagt aus, dass das Gerät gegen Strahlwasser aus unterschiedlichen Winkeln unempfindlich ist.

Wofür brauchen Sie Notentriegelungen?

Elektrische Garagentore haben bauartbedingt eine Schwachstelle. Wenn der Strom ausfällt, lassen sie sich nicht mehr über Sender, Taster oder Code-Tafel öffnen. Es ist in diesem Fall notwendig, auf anderem Wege in die Garage zu kommen. Eine Notentriegelung gehört zur unverzichtbaren Ausstattung, wenn es nur einen Zugang zu Ihrer Garage gibt. Achten Sie beim Kauf unbedingt auf diesen Aspekt. Die meisten Tore verfügen zwar ab Werk über eine Notentriegelung, doch ist sie nicht in jedem Fall enthalten.

Es gibt unterschiedliche Arten von Schwingtoren. Je nach Anwendungsgebiet unterscheidet man sie nach ihrem Einsatzort. Manche Entriegelungen sind für Tore mit Knauf, andere für Sektionaltore geeignet. Da Letztere nicht mit einem Griff ausgestattet sind, öffnet man sie per Schloss. Die Vorgehensweise ist in den meisten Fällen ähnlich. Sie stecken den Schlüssel in das Schloss, das sich mit dem Zugsystem verhakt. Durch das Herausziehen des Schlüssels entkoppeln Sie den Motor von der Führungsschiene. Anschließend können Sie das Tor per Hand aufdrücken. Ist der Strom zurück, aktivieren Sie den grünen Knopf der Notentriegelung. Er verbindet den Motor wieder mit der Führungsschiene.

Achten Sie beim Kauf darauf, mit welchen Garagentoren das System kompatibel ist. Teilweise sind Notentriegelungen auch nur für Modelle bestimmter Bauart geeignet. Im Lieferumfang sind in der Regel ein Schlüsselzylinder, ein Schlüssel und ein etwa 1,5 Meter langes Seil enthalten. Es dient zur Verbindung des Zylinders mit dem Antrieb des Garagentormotors.

Funk-Fingerleser für noch mehr Sicherheit

Bei Funk-Fingerlesern handelt es sich um kleine Metallgehäuse mit einem Touch-Screen, die neben dem Garagentor angebracht werden. Häufige sind zusätzliche Applikationen aus Kunststoff und Metall angebracht. Sie schützen die Elektronik im Innern vor Witterung und Vandalismus. Fingerleser bieten Ihnen verschiedene Vorteile. Der erste besteht in der einfachen Bedienung. Zum Öffnen müssen Sie lediglich Ihren Finger auf das Touchpad legen. Stimmt Ihr Fingerabdruck mit dem eingespeicherten überein, wird der Motor des Torantriebs aktiviert. Das Tor öffnet sich. Ein weiterer Vorteil besteht in der flexiblen Nutzbarkeit. Es ist bei den meisten Geräten dieses Typs möglich, mehrere Fingerabdrücke einzuspeichern.

Der Einbau des Garagentors

Nachdem Sie in den vergangenen Abschnitten alle wichtigen Informationen zu Qualitätsmerkmalen und Extras erhalten haben, erfahren Sie im letzten Teil, wie Sie Ihr Tor einbauen. Die Einbauweise verschiedener Tore ähnelt sich grundlegend. Im vorliegenden Beispiel wird der Einbau eines Schwingtors erläutert. Sie können die Beschreibung als Orientierung nutzen.

Zuerst überprüfen Sie die gelieferten Teile und die Abmessungen der Garage. Die Abstände vom Außenrahmen zum Mauerwerk müssen an allen Stellen gleich sein. Haben Sie die korrekten Werte festgestellt, befestigen Sie die Montagewinkel oben links und rechts. Der nächste Schritt besteht im Entfernen der Transportsicherung. Häufig ist dies vor dem genauen Ausrichten nötig. Sie befindet sich zwischen Torblatt und Stockrahmen.

Als Nächstes montieren Sie die Deckenlaufschienen. Die Halterungen befinden sich auf der einen Seite, der Stopper auf der anderen. Die V-Nut der Deckenlaufschienen zeigt ins Innere der Garage. Nach dem Verschrauben öffnen Sie das Tor und verkeilen die Torflügel. Im letzten Schritt verbinden Sie jede Laufschiene mit Bandeisen senkrecht und waagerecht mit der Garagendecke und der Wand. Vor dem ersten Öffnen hängen Sie noch die Zugfedern ein.

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