Tintendruckverfahren Bubble-Jet und Piezo

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Wo ist der Unterschied bei den Tintendruckverfahren Bubble-Jet und Piezo?
Zwei Druckverfahren beherrschen den Tintendrucker-Markt: Bubble-Jet und
Piezo. Welches sind die Vor- und Nachteile des jeweiligen Verfahrens?
Das Bubble-Jet-Verfahren funktioniert mit Hitze: ein Heizelement
erhitzt im Druckkopf die Tinte. Durch diese schlagartige Erhitzung
entsteht ein Überdruck im Druckkopf und die Tinte wird aus dem
Druckkopf auf das Papier geschleudert. Das Problem dabei: die Düse muss
sofort wieder abgekühlt werden, um Satellitentröpfchen zu vermeiden.
Beim Piezo-Verfahren sind statt einem Heizelement Piezo-Kristalle
eingebaut, die durch Anlegen einer Spannung "verbogen" werden können.
Dadurch ist es möglich, in der Düse den Raum für die Tinte zu
verringern und die Tinte wird kontrolliert aus der Düse auf das Papier
geschleudert. Das Piezo-Verfahren ist in der Herstellung erheblich
aufwendiger und die Drucker (hauptsächlich Epson) verwenden daher einen
Druckkopf, der über die gesamte Druckerlebensdauer im Gerät verbleibt.
Angeblich lässt sich mit der Piezo-Technik die Tintenmenge genauer
dosieren und dadurch eine bessere Auflösung erreichen als bei
Bubble-Jet-Druckern, bei den heute auf dem Markt befindlichen Druckern
dürfte das aber eher Theorie sein, denn selbst mit Mittelklasse-
Druckern der Bubble-Jet- Technik (HP, Lexmark, etc.) sind fotoähnliche
Ausdrucke möglich. Dafür haben Bubble-Jet-Drucker den entscheidenden
Vorteil, daß die Druckköpfe als Verbrauchsmaterial erhältlich sind und
im Falle eines Defekts nicht der ganze Drucker entsorgt werden muss.
Bei den Druckern von HP und Lexmark wird der Druckkopf mit jedem neuen
Tintentank ausgetauscht und dadurch sollte der Drucker mit jedem
Tintentausch wieder wie am ersten Tag funktionieren. Canon verwendet
eine Zwischenlösung: Die Tintentanks sind einzeln austauschbar, der
(Bubble-Jet-) Druckkopf übersteht mehrere Tintenpatronen und muss erst
ausgetauscht werden, wenn die Druckqualität nachlässt.

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