Tilla, Hasenherz und Co. - die beliebtesten Kinderfilme der Defa

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Tilla, Hasenherz und Co. - die beliebtesten Kinderfilme der Defa

In den Studios der Defa entstanden lustige und ernste Kinderfilme, die noch heute sehenswert sind. Wir stellen Ihnen hier die beliebtesten vor. 

 

Geschichten des getrennten Deutschlands: Für Kinder in den 50er Jahren verfilmt

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gestatteten die russischen Besatzer die Eröffnung der Defa-Filmstudios im Ostteil Berlins. Dutzende Märchen- und Kinderfilme entstanden. Verfilmt wurde alles, was in das neue Weltbild der DDR passte. Bauern und Arbeiter besiegten gierige Könige oder ungerechte Fürsten. Kinder erlebten Abenteuer, auf der Suche nach tugendhaften Charakteren und vorbildlichem Verhalten. Hoch spannend ist das Leben der Brüder Max und Klaus im Film „Alarm im Zirkus“. Weil ihre Mutter die Wohnungsmiete in Westberlin nicht zahlen kann, verkaufen sie ihre Boxhandschuhe. Auf Suche nach Arbeit treffen die Brüder den Kneipenbesitzer Klott. Der verspricht Geld, wenn sie die Pferde aus dem Ostberliner Zirkus Barlay stehlen. Klaus will den Zirkus warnen, gerät aber in die Fänge von Klott. Mithilfe der Volkspolizei befreit Max seinen Bruder und alarmiert den Zirkus. Neue Boxhandschuhe sind der Lohn für ihren Mut. Der 1954 gedrehte Film ist heute vor allem für Fans der DDR-Ostalgie geeignet. Obgleich für Kinder gedreht, enthält der Film klare Botschaften: Unbezahlbare Mieten und fehlende Lehrstellen treiben Max und Klaus in die Hände von Kriminellen. Ihr ehrbarer Charakter spiegelt sich in der Volkspolizei des Ostens wider.

  

„Lütt Matten und die weiße Muschel“: ein Kinderfilm für Eltern

Nach einer Geschichte von Benno Pludra entstand der gleichnamige Film „Lütt Matten und die weiße Muschel“. Herrliche Landschaft und Poesie versprechen wahres Filmvergnügen. Lütt Matten ringt um die Liebe seines Vaters. Ständig mit seiner Arbeit, dem Fischfang, beschäftigt, missachtet er die kindlichen Bedürfnisse seines Sohnes. Erst als Lütt Matten nachts allein im Bodden nach der weißen Muschel sucht, bemerkt der Vater sein Desinteresse am Sohn. Im Jahr 1964 ein durchaus untypischer Film aus dem Defa-Studio.

  

Die dicke Tilla“ und „Hasenherz“: Geschichten heranwachsender Kinder auf der Suche nach sich selbst

Der Film „Die dicke Tilla“ stammt aus dem Jahr 1982 und erzählt die Rivalität zweier Mädchen. Die Schauspieler Carmen Sarge und Jana Mattukat verkörpern die dickleibige Tilla und die feinsinnige Anne. Nachdem Tilla Anne in der Schule mobbt, stoßen sie ungewollt in einer Scheune aufeinander. Dort geraten sie in Not und sind gezwungen, miteinander zu reden. Gemeinsam bewältigen sie die Gefahr. Toleranz und Respekt für den anderen setzt der Regisseur Rolf Bergemann in diesem Film geschickt um. Liebe, Pubertät, Freundschaft und Enttäuschung sind die Themen des Defa-Films „Hasenherz“ aus dem Jahr 1987. Die Hauptfigur Janni setzt sich hier mit ihrem Körper und dem Ansehen in ihrer Klasse auseinander. Beflügelt durch die Rolle im Film „Hasenherz“ überwindet sie alle Hindernisse. „Hasenherz“ ist ein Defa-Film mit Humor, der auf DVD und Blu-ray erhältlich ist.

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