Tiefkühlschrank – so reduzieren Sie mit energieeffizienten Geräten die Stromkosten

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Tiefkühlschrank – so reduzieren Sie mit energieeffizienten Geräten die Stromkosten

Ein energiesparender Tiefkühlschrank - Gut für die Umwelt und die eigene Geldtasche

Sollten Sie gerade die Anschaffung eines neuen Gefriergerätes in Erwägung ziehen, lohnt es sich, dabei dessen Energiebilanz im Auge zu behalten: Ein energieeffizientes Gerät wirkt sich gerade merklich auf Ihre monatliche Stromrechnung aus, und das die ganzen Jahre über, die Sie dieses Produkt in Verwendung haben. Neben dem finanziellen Vorteil gibt es auch noch ökologische Argumente: Mit der Benutzung von energieeffizienten Tiefkühlschränken tragen Sie aktiv dazu bei, die Umwelt zu schützen und den Klimawandel zu bremsen. Im Folgenden erfahren Sie mehr über Qualitätsmerkmale von Tiefkühlschränken, Benutzungstipps sowie eine breite Auswahl an Geräten, welche im Handel erhältlich sind.

Der finanzielle Aspekt bei neuen Tiefkühlschränken

Durch kontinuierlich steigende Kosten für Strom und Energie im Allgemeinen achten viele Verbraucher vermehrt aus finanziellen Gründen auf den Stromverbrauch ihrer Haushaltsgeräte. Gerade bei energieintensiven Produkten, wie beispielsweise Gefriergeräten, lässt sich durch eine informierte Kaufentscheidung langfristig viel Geld sparen. Laut Umweltbundesamt macht die Kosteneinsparung bei einem durchschnittlich großen Tiefkühlgerät (150 Liter) der Kategorie A+++ im Vergleich zu einem gleich großen Gerät der Kategorie D über 12 Jahre hinweg bis zu 627 Euro aus, aber auch gegenüber der Kategorie A kann man beinahe 400 Euro sparen.

Der ökologische Faktor beim Kauf eines neuen Tiefkühlschrankes

Neben der monetären Einsparung durch die richtige Wahl eines Tiefkühlschrankes ist auch der ökologische Aspekt nicht außer Acht zu lassen: Durch ein sehr energieeffizientes, auf die eigenen Bedürfnisse genau zugeschnittenes Gerät, lässt sich der Energieverbrauch drastisch senken und die Umwelt wird entlastet. Wichtig ist es, sich vorher genau darüber zu informieren, wie man am besten umweltbewusst handeln kann: Bei Tiefkühlschränken lohnt sich aus ökologischer Sicht oftmals ein Neukauf, auch wenn das alte Gerät noch funktioniert.

Wann Sie an den Kauf eines neuen Tiefkühlgerätes denken sollten

In den letzten Jahren hat sich durch die breite Debatte über Klimaerwärmung im Haushaltsbereich und gerade im Kühl- und Tiefkühlbereich viel verändert mit der Folge, dass Kühl- und speziell Tiefkühlgeräte wesentlich energieeffizienter geworden sind, als diese es noch vor wenigen Jahren waren. Daher gilt: Nicht warten, bis das alte Gerät komplett kaputt ist oder eine Reparatur zu teuer wäre, sondern schon davor den Kauf eines neuen Tiefkühlschrankes in Betracht ziehen. Auf diese Weise schützen Sie die Umwelt und die eigene Geldbörse vor Verschwendung. Laut Studien wird bei neueren Geräten die Umweltbelastung der Herstellung in vielen Fällen bereits nach nur fünf Jahren durch die hohe Energieeffizienz wieder ausgeglichen.

A, A+, B: Warum diese Kennzeichnung bei Tiefkühlschränken so wichtig ist

Die sogenannte "EU-Energieverbrauchskennzeichnung" ist seit dem Jahr 2011 für viele Elektrogeräte verpflichtend und dient dazu, den Verbraucher auf den Energieverbrauch des jeweiligen Produktes hinzuweisen. Ursprünglich gab es bei dieser Kennzeichnung die Kategorien A, B, C und D, mittlerweile sind diese (bedingt durch die Entwicklung sparsamerer Geräte) um die Kategorien A+, A++, und A+++ erweitert worden, wobei beispielsweise A effizienter ist als B und A++ effizienter ist als A+. A+++ ist zurzeit die höchste Kategorie, eine Kennzeichnung unter der Kategorie A ist bei Tiefkühlgeräten heutzutage nicht mehr zu finden und neuere Geräte dürfen auch nicht mehr in diese Kategorie fallen. Sollten Sie noch über ein Kühlgerät unter der Kategorie A verfügen (Kategorien B, C oder D), sollte ein Neukauf zeitnah in Betracht gezogen werden. Generell sollten Sie in der Praxis die Kategorie A - auch wenn diese auf den ersten Blick gut wirken mag - bei Tiefkühlgeräten als die zurzeit schlechteste am Markt einstufen. Jede nächsthöhere Kategorie spart circa 20 Prozent Energie im Vergleich zur niedrigeren, A++ verbraucht also etwa 20 Prozent weniger als A+, und A+++ sogar rund 60 Prozent weniger als A, also sollten auch die Pluszeichen bei einer energiebewussten Kaufentscheidung beachtet werden.

Auf die Größe des Tiefkühlschrankes kommt es an

Neben der Energieverbrauchskennzeichnung sollten auch einige weitere Punkte vor dem Kauf eines neuen Tiefkühlgeräts beachtet werden: So ist beispielsweise die Größe des Tiefkühlschrankes sehr wichtig, da nur bei optimaler Größe keine Energie umsonst verbraucht wird. Generell gilt, dass ein einzelner größerer Tiefkühlschrank weniger Energie verbraucht als zwei kleinere, welche insgesamt über dasselbe Volumen verfügen. Die optimale Größe des Gefriergerätes hängt neben der Anzahl der Personen im Haushalt auch sehr stark von Ihrem individuellen Nutzungsverhalten ab. Als Faustregel gilt bei durchschnittlicher Vorratshaltung ein Volumen von 50 bis 80 Liter pro Person, aber der individuelle Bedarf kann auch auf bis zu 130 Liter pro Person steigen, abhängig davon, wie lange jeweils tiefgekühlt wird. Das Volumen, die maximale Geräuschentwicklung in Dezibel ebenso, wie der Jahresverbrauch an Energie, lassen sich ebenfalls auf dem Etikett der Energieverbrauchskennzeichnung ablesen. Beispielsweise gibt es bei geringem Bedarf an Kühlvolumen handliche Mini-Gefrierschränke, welche wenig Platz einnehmen und wegen ihrer geringen Größe auch einen geringeren Energieverbrauch haben.

Passen Sie Ihr Produkt darüber hinaus genau an Ihre persönlichen Bedürfnisse an, um dieses so effizient wie möglich zu nutzen: Beispielsweise gibt es Gefriergeräte mit Eiswürfelbereiter, was für manche sehr praktisch und wichtig ist, während ein solches Extra für andere nur Platz und Volumen wegnehmen würde.

Das Kombinationsgerät - Die ökonomische Lösung nicht nur für Single-Haushalte

Nicht jeder Haushalt braucht einen eigenen großen Gefrierschrank, für den kleineren Bedarf gibt es neben Mini-Gefrierschränken auch Kühlschränke mit Gefrierfach, welche zwar insgesamt mehr Energie verbrauchen als ein Kühlschrank ohne ein Tiefkühlfach. Sie ersparen sich jedoch durch eine Kühl- und Gefrierkombination unter Umständen ein weiteres Gerät, Platz, Energie und Sie vermeiden die Umweltverschmutzung, die bei der Herstellung eines weiteren Gerätes verursacht werden würde.

Von diesen gibt es auch viele verschiedene Modelle und Ausführungen, so existieren Kombinationsgeräte mit dem Gefrierschrank oben, jene Kombinationsgeräte mit dem Gefrierschrank unten, aber auch sogenannte Side-by-Side-Geräte. Letztere sind besonders interessant: Sie bieten oft bereits ein größeres Kühlvolumen als andere Kühl- und Gefrierkombinationen und sind so durchaus auch für Mehrpersonenhaushalte eine mögliche Alternative zu klassischen Tiefkühlgeräten. Bei allen Kombinationsgeräten wird in der Energieverbrauchskennzeichnung das Volumen des Kühlteils und des Gefrierteils separat ausgewiesen, wobei hier beachtet werden sollte, dass es auch nicht zielführend ist, den Platzbedarf pro Person wesentlich zu unterschreiten (siehe oben).

Das Positionieren des Tiefkühlschrankes

Im Allgemeinen sollte das Tiefkühlgerät nicht an warmen Standorten (am Fenster mit Sonnenlicht, neben Heizung oder Herd) positioniert werden. Während dies relativ einleuchtend erscheint, sollte das Kühlgerät jedoch auch nicht in zu kalter Umgebung stehen, auch wenn dies zunächst unlogisch klingt. Die Geräte sind für eine Mindestumgebungstemperatur konstruiert, wird diese nicht erreicht, ist der Energieverbrauch höher und im schlimmsten Fall kann die Kühlung ausfallen und das Gerät Schaden nehmen. Die sogenannte "Klimaklasse" gibt die erforderliche Mindesttemperatur an, üblich sind in Deutschland die Klasse N wie Normal (Raumtemperatur von +16 bis +32 Grad) und die Klasse SN wie Sub-Normal (Raumtemperatur von +10 bis +32 Grad). So kann es zwar durchaus sinnvoll sein, das Tiefkühlgerät im Keller statt in der Küche aufzustellen, in diesem sollte jedoch die Mindesttemperatur des Gerätes nie über einen längeren Zeitraum unterschritten beziehungsweise auf jeden Fall beim Kauf des Tiefkühlschrankes auf die passende Klimaklasse geachtet werden.

Tiefkühlschrank oder Tiefkühltruhe?

Bei reinen Tiefkühlgeräten gibt es grundsätzlich zwei Bauarten: Tiefkühlschränke und Tiefkühltruhen. Tiefkühltruhen sind im Allgemeinen sowohl energieeffizienter als auch preiswerter als vergleichbare Tiefkühlschränke. Die höhere Energieeffizienz ist dadurch zu erklären, dass beim Öffnen der Truhen viel weniger kalte Luft nach außen dringt als bei Schränken, da kalte Luft bekanntlich grundsätzlich nach unten sinkt und bleibt. Letztere sind jedoch aufgrund ihrer Bauform in vielen Fällen leichter in die Küche zu integrieren, ebenso gibt es Einbaugefrierschränke, welche man leicht und unkompliziert in bestehende Küchen einfügen kann.

Im Endeffekt muss bei der Frage "Tiefkühlschrank oder Tiefkühltruhe?" abgewogen werden zwischen den Komfort- und Platzvorteilen eines Tiefkühlschranks sowie dessen übersichtlicherer Raumaufteilung und der Effizienz und Ökonomie von Tiefkühltruhen. Bei genügend vorhandenem Platz lohnt es sich jedoch auf jeden Fall, über die Anschaffung einer Tiefkühltruhe als noch energiesparendere Alternative nachzudenken, diese sparen im Vergleich zu Tiefkühlschränken bei gleichem Volumen bis zu zwölf Prozent Energie, was sich - über einen längeren Zeitraum gesehen - durchaus bezahlt macht.

Weitere nützliche Energiespartipps für Tiefkühlschränke

Nachdem Sie sich für einen neuen energieeffizienten Tiefkühlschrank oder eine energiesparende Tiefkühltruhe entschieden haben, lohnt es sich, sich einige kleine Energiespartipps zu Herzen zu nehmen, um hier ebenso ohne viel Aufwand Energie und somit bares Geld zu sparen: Die Idealtemperatur im Gerät beträgt -18 Grad, diese Temperatur ist die niedrigste Temperatur, die zum Lagern von Tiefkühlkost empfohlen wird und gleichzeitig die energiesparendste. Jeder zusätzliche Kältegrad erhöht zwar die Haltbarkeit der Produkte, verursacht jedoch auch einen erheblich höheren Energieverbrauch, der durch die nur geringfügig längere Haltbarkeit nicht zu rechtfertigen ist.

Das Öffnen und Schließen sollte grundsätzlich rasch erfolgen, um nicht durch die verlorene Kälte überflüssige Energie zu verbrauchen, ebenso sollte das Gerät beim Reinigen abgestellt werden und sofern möglich auch während Urlauben und längerer Abwesenheit. Darüber hinaus sollte jedes Kühl- und Tiefkühlgerät regelmäßig abgetaut werden, wobei es mittlerweile auch schon sogenannte No-Frost-Geräte gibt, welche von selbst von Zeit zu Zeit automatisch abtauen und so das oft mühsame manuelle Abtauen ersetzen. Diese Funktion ist jedoch bei einigen Produkten ebenfalls sehr energieaufwendig, dieser Energieaufwand ist in die Energieverbrauchskennzeichnung mit eingerechnet.

Das Ziel: Der ökologisch und finanziell optimale Tiefkühlschrank

Es gibt viele kleine und größere Aspekte, welche beim Kauf eines Tiefkühlgerätes eine wichtige Rolle spielen. Diese sollten Sie auf jeden Fall beachten, denn mit der richtigen Kaufentscheidung für Ihren individuellen Bedarf leisten Sie auf der einen Seite einen wertvollen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels und senken auf der anderen Seite über Jahre spürbar ihre monatliche Stromrechnung und entlasten auf diese Weise das Haushaltsbudget.

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