Tieferlegung, gekürzte Stoßdämpfer, Fahrwerk VW Golf

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Einbau von Fahrwerken + Tieferlegungsfedern. Wann sind gekürzte Stoßdämpfer, Federwegbegrenzer usw erforderlich. TÜV-Eintragung. (Speziell für VW Golf)  

Eine TIEFERLEGUNG wird primär durch den Einbau von Tieferlegungsfedern erreicht. Wichtig ist das die Federn immer (auch bei ganz ausgefedertem Rad) stramm im Auto sitzen müssen. Wenn sich die Federn bei ganz ausgefedertem Rad drehen, oder sogar rauf und runter bewegen lassen, wird es Schwierigkeiten beim TÜV geben. Um das zu vermeiden muss man so ab einer Tieferlegung von 60mm GEKÜRTZE STOßDÄMPFER verwenden. Das Stoßdämpfergehäuse ist dabei natürlich genauso lang wie bei Serienstoßdämpfern, aber die Kolbenstange ist kürzer. Dadurch sitzen dann auch Tieferlegungsfedern stramm im Auto. Durch den Einbau von gekürzten Stoßdämpfern allein kommt das Auto also überhaupt nicht tiefer, es kann nur nicht mehr so weit ausfedern. Für dieverse VW Fahrzeuge werden Fahrwerke mit NUTENVERSTELLUNG an der Hinterache angeboten. Die Stoßdämpfer an der Hinterachse haben dann (meisstens 5) Nuten sodaß der untere Federteller um ca. 2cm rauf und runter verstellt werden kann. Dementsprechend verändert sich dann auch die Höhe des Fahrzeuges hinten. Damit kann man dann gut ausgleichen falls der Golf hinten etwas runterhängt, oder das Auto etwas höher stellen falls man z.B. Urlaubsgepäck einladen will. Noch besser geht das natürlich mit GEWINDEFAHRWERKEN. Hier kann die Höhe vorn und hinten stufenlos verstellt werden. Allerdings wird bei der TÜV-Eintragung die Einstellung mit eingetragen, mit der das Auto vorgeführt wurde. Besonders die billigen Gewindefahrwerke rosten aber sehr schnell fest, sodas sich die stufenlose Verstellung dann erledigt hat. Immer mal wieder einölen könnte dem vorbeugen. Oft kommt es vor das BREITREIFEN bei tiefergelegten Fahrzeugen an den RADLÄUFEN schleifen. Da ist es dann praktisch wenn man das Fahrzeug durch Nuten oder Gewinde wieder etwas anheben kann. Faustregel ist, es muß noch ein Bleistift zwischen Rad und Kotflügel durchpassen, wenn das Fahrzeug mit nur einem Rad auf dem Kanntstein steht. Wenn nicht muss dann die nach innen ragende Kante der Radläufe mit einer Bördelmaschine flach angelegt werden. Wenn das nicht reicht wird das Radhaus ausgeweitet. Nur wenn das alles nicht ausreicht sollten FEDERWEGBEGRENZER eingebaut werden. Ein Fahrwerk ist progressiv, d.h. zuerst federt das Auto recht leicht ein, aber je tiefer es einfedert um so schwerer geht es. Wenn man nun Federwegbegrenzer einbaut wird dieses Einfedern beim Aufsetzen auf den Federwegbegrenzern abrupt abgebrochen. Der Koni Vertreter ist jedesmal entsetzt wenn er das sieht ! Also sollte man Federwegbegrenzer nur als letztes Mittel, und nur so lange Federwegbegrenzer wie unbedingt notwendig einbauen. Wenn das Fahrzeug auf seinen Rädern steht muss es übrigends noch mindestens 3cm einfedern können, wenn es weniger ist wird die maximale Höchstgeschwindigkeit auf 50 Km/h begrenzt. Und das macht ja auch keinen Spaß. Beim Kauf von gebrauchten Federn ist wichtig das die Nummern auf den Federn noch zu erkennen sind, und das das Gutachten für die Federn vorliegt. Mit Fahrwerksteilen ohne eindeutige Kennzeichnung oder ohne Gutachten braucht man gar nicht erst zum TÜV hinzufahren. Manchmal wird versucht eine größere Tieferlegung durch das Abschneiden von Windungen der Federn zu erreichen. Das ist wenig sinnvoll, da die ersten Federwindungen nur die Funktion haben das die Feder stramm sitzt. Um so eine nennenswerte Tieferlegung zu erreichen müsste man so viel von der Feder abschneiden das sie garantiert nicht mehr stramm im Auto sitzt. Da wird dann der freundliche TÜV-Prüfer begeistert sein !

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