Tibhar Evolution MX-S

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Tibhar Evolution MX-S

Einführung

Mit großer Vorfreude wurde die Neuerscheinung des Tibhar Evolution MX-S erwartet. Eines der ersten in Deutschland erhältlichen Exemplare konnte nun getestet werden. Die Erwartungen waren natürlich groß. Der MX-S soll im Gegensatz zum MX-P nicht auf maximales Tempo ausgerichtet sein, sondern den Fokus auf den maximal möglichen Spin legen. Mit diesem Versprechen lag die Messlatte natürlich sehr hoch, zumal schon andere TT-Firmen Beläge auf den Markt gebracht haben, die mehr Rotation und eine bessere Ankopplung zwischen Belag und Ball, besonders im Bezug auf den neuen Plastikball, besitzen sollen.
Tibhar Evolution MX-S Frontcover und Belag
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Tibhar Evolution MX-S Frontcover und Belag
Noppenstruktur und Schwamm
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Noppenstruktur und Schwamm

Fakten

Zunächst einmal ein paar Fakten. Der Tibhar Evolution MX-S liegt mit seinen 50g im geschnittenen Zustand völlig im Trend mit den Konkurrenz Belägen. Wie man auf den Bildern sehen kann, besitzt der MX-S sehr flache breite Noppen. Der Schwamm ist großporig, was nicht sonderlich überrascht. Der Schwamm ist hart, denke ziemlich genau 47,5 Grad kommen hin. Im Gegensatz dazu ist die Gummimischung des Obermaterials etwas flexibler und sehr griffig. Die Schwammstärke des Testbelages ist 2,1~2,2mm. Getestet wurde auf verschiedenen Hölzern von Butterfly und Xiom.

Spieleigenschaften

Beim Einkontern fiel direkt das gute Gefühl auf, welches der MX-S vermittelt. Das Tempo ist ein Stück niedriger als vom MX-P, aber schneller als der EL-P. Der Katapult ist ebenso niedriger. Die Kontrolle ist überragend. Beim Blockspiel macht der Ball das, was man will. Besonders die weich gezogenen gegnerischen Topspins konnten sauber ohne Durchrutschen geblockt werden. Der MX-S nimmt den Spin sehr gut an, bietet aber dennoch eine gute Kontrolle durch den deutlichen, wenn auch moderaten Katapult. Aktive Block, ob mit Vorhand oder Rückhand, Spinblocks und der Schuss auf Topspins sind die Stärken im passiven Spiel. Bei langsamen, passiven Blocks kommt es auf den richtigen Schlägerwinkel an, wobei bei richtig ausgeführten Schlägen der Block auch kommt. Die ersten Topspins auf Konter deuteten schon das enorme Potential des Belages an. Insgesamt ist die Flugkurve höher als beim MX-P. Der MX-S hat sowohl bei langsam als auch bei schnell gezogenen Bällen mehr Spin und Kurve. Dennoch ist der MX-S keinesfalls ein langsamer Belag! Nahezu fehlerfrei war das Spiel bei Topspin gegen Topspin. Einer meiner Kollegen meinte, das sowohl das Tempo als auch der Spin nach belieben dosiert werden kann, was für sein Spiel essentiell ist, da er fast ausschließlich aus der Halbdistanz angreift und abwehrt. Aus meiner Sicht ist der MX-S für den Gegentopspin aus der Halbdistanz der zur Zeit beste Belag auf dem Markt. Kein Durchrutschen, optimaler Ballkontakt und Mix aus Spin und Speed. Der Topspin auf Unterschnitt ging ebenfalls sehr gut. Die Flugkurve ist sehr hoch, wobei diese zwischen MX-P und einem Tenergy 05 liegt. Schnelle Eröffnungen konnten beim Evolution MX-S ebenso sehr druckvoll gestaltet werden. Der Evolution MX-P ist aber bei dieser Schlagart im Vorteil, da mehr Dampf hinter die Bälle kommt. Der Spielzug rotationsreiche Eröffnung und harter Endschlag ist mit dem MX-S ein Traum, da der Belag beides kann. Während ich selbst mit dem Tenergy 05 immer gute Eröffnungen hin bekomme, aber der zweite, dritte Topspin zu langsam waren und mit dem MX-P die Eröffnung eine kleine Katastrophe war, so sind die vielseitigen Topspinfähigkeiten des Tibhar Evolution MX-S von großem Vorteil. Der MX-S spricht somit den modernen, variablen Topspinspieler an, der sowohl weiche, Eröffnungen als auch harte Endschläge für sein Spiel nutzt. Es ist davon auszugehen, dass viele Spieler mit der Hauptschlagart Topspin im Evolution MX-S ihren neuen Belag finden werden. Der Aufschlag ist eine weitere Stärke. Der MX-S besitzt sehr viel Rotation und sehr gute Platzierungsmöglichkeiten. Dabei war erstaunlich, wie leicht die Umstellung auf diesen Belag ging. Der optimale Ballkontakt ist bei sehr schnellen, flach getroffenen Aufschlägen für die Rotation entscheidend und der MX-S bietet sehr gute Unterstützung. Der Rückschlag ging auch sehr platziert. Der noch teilweise störende Katapult des MX-P beim Kurzlegen ist nicht zu vermerken. Die Schnittanfälligkeit ist etwas ausgeprägter, wobei dafür sowohl das Tempo moderater und als die Kontrolle besser ist. Jegliche Art von Bananenflips oder harten Vorhandflips gingen gut, wenn auch nichts besonderes dabei festzustellen war. Sowohl in der Ballonabwehr als auch auf der anderen beim Schuss hat MX-S die Fähigkeit gutes Tempo, maximale Kontrolle des Gegnerischen Spins und eine gute länge zu geben. Somit sinkt die Fehlerquote enorm. Das maximale Tempo beim Schuss liegt im oberen drittel der modernen Tensorbeläge. Zu erwähnen sind auch noch die Gegenangriffe, die mit ausreichendem Tempo gemacht werden können.

Fazit

Mit Sicherheit ist der Tibhar Evolution MX-S ein Muss zum Testen für jeden Angriffsspieler. Der MX-S ist für alle Arten von Topspins sehr gut zu brauchen und bietet dabei stets optimalen Ballkontakt. Die Ballflugkurve ist hoch, aber nicht die höchste aller vorhandenen Beläge. Die absolute Stärke findet der MX-S in seiner Ausgeglichenheit, maximalen Spin, beim Gegentopspin aus der Halbdistanz und den Platzierungsmöglichkeiten. Nach insgesamt 6 Stunden zeigt der MX-S logischerweise noch keine Abnutzung, einen Bericht zur Haltbarkeit wird es wohl erst in ein oder zwei Monaten geben können. Festzuhalten ist auch, dass Tibhar nicht zu viel mit seinem neuen Evolution verspricht. Während die bisherigen Evolution MX-P, EL-P und FX-P wahre Katapult und Tempomonster waren, bietet die Variante MX-S deutlich mehr Spin, Kontrolle und die Möglichkeit selbst das Tempo zu beeinflussen. Ich wäre nicht überrascht, wenn es zur übernächsten Saison auch einen EL-S und FX-S geben würde. Käufer würden sich auf alle Fälle finden, da das überarbeitete Obergummmi des MX-S auch bei Medium- und Softbelag Spielern gut ankommen würde. Tibhar legt mit seinem Evolution MX-S eine neue Messlatte, die erst erreicht werden muss.
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