Things We Lost In The Fire

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Es hätte ihn treffen sollen. Jerry war Audrey immer ein Dorn im Auge. Sie hat nie verstanden, warum ihr Mann Brian zu einem hoffnungslosen Junkie hält. Als Brian ermordet wird, ist Audrey besinnungslos vor Trauer. Es hätte Jerry treffen sollen. Trotzdem bittet sie ihn, bei ihr einzuziehen - Jerry ist Audreys letzte Verbindung zu ihrer verlorenen Liebe. Zögerlich und unbeholfen kommen sie sich näher, geben einander Trost und Halt. Jerry wird zum Ersatzvater für Audreys Kinder und wagt den Entzug. Und nein, sie verlieben sich nicht ineinander. Susanne Bier, dänische Regisseurin der Dogma-Schule, inszenierte keine Herzschmerz-Romanze, sondern eine Studie über Abhängigkeiten: Audrey muss sich von ihrer Liebe lösen, Jerry von der Droge. Bier, die mit 'Things' ihr Hollywood-Debüt gibt, hat ihr Markenzeichen - extreme Nahaufnahmen von Augen als Spiegel der Seele - diesmal etwas überstrapaziert. Und Halle Berry, die an ihre oscargekrönte Rolle der Witwe in 'Monster's Ball' anknüpft, wirkt immer eine Spur zu glamourös. Dieses Trauerspiel ist zweifellos hochsensibel, aber es überschreitet den schmalen Grat zwischen schmerzlich intensiv und quälerisch. Der beste Grund, sich diesen zehrenden Film dennoch anzutun, ist der sensationelle Benicio Del Toro als Jerry. Doch trotz seiner Leistung ist 'Things' nie so packend und ergreifend wie Susanne Biers dänische Meisterwerke.
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