Therapy: So versetzen Sie sich spielerisch in die Psyche Ihrer Mitspieler

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Therapy: So versetzen Sie sich spielerisch in die Psyche Ihrer Mitspieler

„Therapy" ist ein vergnügliches Gesellschaftsspiel, das sich komplett um die menschliche Psyche dreht. Durch erfolgreiches Therapieren der Mitspieler und guter Kenntnis der Psyche des Menschen in verschiedenen Lebensabschnitten werden Sie im Spiel zum erfolgreichsten Therapeuten. Auch als Partyspiel eignet sich „Therapy" sehr gut.

Allgemeine Informationen zum Spiel „Therapy"

Im Spiel „Therapy" werden alle Abgründe der menschlichen Psyche durchwandert. Das vergnügliche Gesellschaftsspiel eignet sich für drei bis sechs Spieler, wobei es zu sechst am meisten Spaß macht. Das Spiel ist dann deutlich lebendiger und die Überraschungen bei manchen Fragen sind größer. Die verschiedenen Persönlichkeiten der Spieler machen das Spiel außerdem abwechslungsreich und unvorhersehbar.

Empfohlenes Mindestalter: 15

„Therapy" ist für Spieler ab 15 Jahren gedacht, für sehr viel jüngere Spieler macht das Spiel auch meist keinen Sinn. Über die eigene Psyche nachzudenken und andere einzuschätzen, gelingt jüngeren Kindern meist noch nicht. Das Spielfeld von „Therapy" besitzt kreisförmig angeordnete Felder, die zu verschiedenen Lebensabschnitten des Menschen gehören. Im Spiel werden die Stillzeit, die Kindheit, die Jugend, die Reife, das Alter und „das andere Ich" behandelt. Zwischen den einzelnen Abschnitten befindet sich jeweils die Therapie eines bestimmten Spielers. Als Spielfigur für die Spieler dient, passend zum Thema, eine farbige Couch. Sie besitzt Löcher, in die die farbigen „Geschafft"-Stifte gesteckt werden können. Von diesen Stiften sind von jeder Farbe sechs vorhanden. Sie zeigen an, welchen Bereich der Psyche der Besitzer der Couch schon gemeistert hat. Mit zwei Würfeln bewegen sich die Spieler ums Spielfeld. Weiterhin sind 132 Therapie-Karten und 360 Wissenskarten, je 60 für jeden Lebensabschnitt, enthalten. 36 Fantasie-Karten fragen nach den sogenannten Fintenklecksen, die in einem kleinen Büchlein abgebildet sind. Für das Spiel sollten Sie sich mindestens 60 Minuten Zeit nehmen, es dauert etwas, alle sechs Lebensabschnitte zu meistern. Je schwerer sich die Spieler therapieren lassen, desto länger dauert das Spiel.

Das Spielprinzip von „Therapy" - meistern Sie die Psyche aller Mitspieler

Ziel des Spiels ist es, alle sechs Lebensabschnitte zu meistern und Ihre Couch mit den sechs „Geschafft"-Stiften zu füllen. Diese Stifte passen farblich zu den einzelnen Lebensabschnitten. Jeder Spieler wählt zu Beginn eine Couchfarbe. Diese hat natürlich nichts mit dem Geisteszustand des Spielers zu tun, sondern legt lediglich fest, auf welchem Feld sich die Praxis des Spielers befindet. Jeder Spieler sieht sich nun den Spieler rechts neben sich an, das ist im weiteren Spiel der persönliche Therapeut. Der Spieler, der an der Reihe ist, würfelt nun mit beiden Würfeln und geht die entsprechenden Felder im Uhrzeigersinn vorwärts. Beim Ziehen können Sie zum einen auf Wissensfeldern landen. Dabei werden Fragen zu einem der sechs Gebiete gestellt, die Sie nun beantworten müssen.

Fragen beantworten bringt weiter

Die Fragen betreffen die menschliche Psyche in den jeweiligen Bereichen. Beispielsweise wird gefragt, ob intelligente Menschen häufiger träumen oder nicht. Wenn Sie die Frage richtig beantworten, bekommen Sie den „Geschafft"-Stift dieser Farbe, wenn Sie ihn noch nicht besitzen. Falls nicht, müssen Sie bei einem „Wissen/Chance"-Feld ins Psychosezentrum in der Mitte des Spielfelds und kommen in der nächsten Runde in die Therapie eines Mitspielers. Beim Fantasiefeld bekommen Sie einem Tintenklecks aus dem Büchlein gezeigt und müssen je nach Frage erraten, was die meisten oder wenigsten Menschen in diesem Klecks sehen. Auch hier müssen Sie bei einer falschen Antwort ins Psychosezentrum. Sowohl bei Wissensfragen als auch bei Fantasiefragen dürfen Sie Ihren Therapeuten, der rechts von Ihnen sitzt, um Rat fragen. Dieser teilt Ihnen dann seine Einschätzung mit. Sie können nun den Rat annehmen und doch anders antworten. Wenn Sie seinem Rat folgen, bekommt er bei richtiger Antwort dieselbe Belohnung, sprich einen Stift der Farbe. Bei falscher Antwort wird er genauso bestraft wie Sie, er kommt also unter Umständen ins Psychosezentrum.

Landen Sie auf einem Therapiefeld, müssen Sie sich sofort in die Therapie eines Mitspielers oder der gesamten Gruppe begeben. Der Therapeut richtet sich nach der Farbe des Therapiefeldes, wenn Sie in der blauen Therapie landen, behandelt Sie der Spieler mit der blauen Couch. Falls Sie auf Ihrem eigenen Feld oder in einer Praxis, die keinem gehört, landen, kommen Sie in die Gruppentherapie. Nun liest Ihnen Ihr Therapeut eine persönliche Frage aus dem entsprechenden Stapel vor. Die Fragen sind entweder Multiple-Choice-Fragen oder werden auf einer Skala von 1 bis 10 beantwortet. So müssen Sie sich zum Beispiel überlegen, wer in dieser Runde wohl am schüchternsten ist. Eine weitere mögliche Frage ist: „Nun sage mir auf einer Skala von 1 bis 10, wie ehrgeizig du bist". Bei manchen Fragen müssen Sie auch aus vorgegebenen Antworten auswählen und beispielsweise angeben, vor welchem der drei vorgelesenen Szenarien Sie am meisten Angst haben würden. Die Antwort notieren Sie geheim auf Ihrem Zettel.

Selbsteinschätzung versus Fremdeinschätzung

Nun versucht sich der Therapeut oder bei einer Gruppentherapie die gesamte Gruppe, in Sie hineinzuversetzen und Ihre Antwort zu nennen. Hat der Therapeut recht und schätzt Sie richtig ein, sind Sie für diesen Moment geheilt. Als Belohnung darf sich der erfolgreiche Therapeut einen Stift seiner Wahl in die Couch stecken. Bei einer Gruppentherapie wählt der therapierte Spieler aus, wer sich belohnen darf. Liegt der Therapeut mit seiner Einschätzung nicht richtig, muss sich der Spieler auch in der nächsten Runde weiter behandeln lassen. Besitzt ein Spieler alle sechs „Geschafft"-Stifte und überquert damit das Zielfeld, hat er das Spiel gewonnen.

Tipps und Tricks zu „Therapy"

„Therapy" ist ein sehr spaßiges und unterhaltsames Spiel. Sie lernen bei den Fragen interessante Dinge über die menschliche Psyche. Die eine oder andere Überraschung ist hier vorprogrammiert. Der interessanteste Teil des Spiels sind aber die Therapien. Sie erfahren dort Dinge über Ihre Mitspieler, die Sie ihm gar nicht zutrauen würden und erfahren, wie sich die Spieler selbst einschätzen. Am besten kennen sich die Spieler einer „Therapy"-Runde zumindest ein bisschen, ansonsten haben die Therapien zu viel mit Raten zu tun. Wenn Sie mit fünf Personen spielen, die Sie kaum kennen, können Sie eher schlecht einschätzen, wer aus dieser Runde wohl den besten Präsidenten abgeben würde. Weiterhin macht es auch viel mehr Spaß, Personen einzuschätzen, die man bereits kennt. So können Sie sich entweder in Ihrer Einschätzung bestätigt fühlen oder es kommen überraschende Einsichten ans Licht.

Hören Sie auf Ihre innere Stimme

Ein Teil des Spiels sind die Wissensfragen zu den verschiedenen Lebensabschnitten. Hier müssen Sie ihre Menschenkenntnis unter Beweis stellen und bestimmte Dinge über die allgemeine Psyche der Menschen beantworten. Dabei wird meist nach Ergebnissen von Umfragen oder Forschungen gefragt, Sie haben hier mehrere Antwortmöglichkeiten. Sie sollten hier meistens auf Ihr Bauchgefühl hören, oft ist hier die erste Vermutung richtig. Bei zu langem Überlegen bringt Sie Ihr rationaler Verstand häufig auf die falsche Spur. Auch die Möglichkeit, Ihren Therapeuten zu fragen, sollten Sie in Betracht ziehen. Natürlich kann er Ihnen auch absichtlich einen falschen Rat geben, aber besonders bei Tintenklecksen und „Wissen/Chance"-Feldern wird er sich davor hüten, Sie in die Falle zu locken. Insbesondere wenn Ihr Therapeut den Stift dieser Farbe bereits besitzt und die Strafe Psychosezentrum lautet, ist die Befragung sinnvoll. Hierbei bekommt Ihr Mitspieler bei richtiger Antwort keinen Stift, bei falscher Antwort wird er jedoch trotzdem bestraft. Bei den Tintenklecksen sollten Sie nicht angeben, was Sie selbst in diesem Bild sehen, sondern was wohl die meisten anderen Leute damit verbinden. Wenn Sie Baseballfan sind, werden Sie wohl eher einen Baseballschläger im Bild sehen als die Allgemeinheit.

Je besser es den anderen geht, umso schneller schaffen Sie Ihren Weg

Ein Schlüssel zum Erfolg im Spiel ist auch die erfolgreiche Therapie Ihrer Mitspieler. Je schneller Sie diese heilen, desto schneller bekommen Sie einen „Geschafft"-Stift. Sie müssen sich aber davor hüten, Ihre Einschätzung zum betreffenden Spieler abzugeben. Vielmehr geht es darum, sich in den Mitspieler hineinzuversetzen und sich zu überlegen, was er wohl darauf antworten wird. Das macht die Beantwortung der Frage alles andere als leicht, denn Sie können natürlich keine Gedanken lesen. Bei den Fragen, die mit 1 bis 10 beantwortet werden, haben Sie einen Spielraum von einem Punkt nach oben und unten. Gibt der Spieler in Ihrer Praxis beispielsweise „Sechs" als Antwort, schätzen Sie Ihn mit „Fünf", „Sechs" und „Sieben" richtig ein. Deshalb sollten Sie als Therapeut nie die Antwort „Eins" oder „Zehn" geben, mit einer „Zwei" oder „Neun" decken Sie mehr mögliche Antworten ab. Besonders die Gruppentherapie ist interessant, denn hier müssen sich die Spieler über eine Antwort einig werden. Hier wird teilweise recht schnell eine Antwort gefunden. Manchmal dauern die Diskussionen jedoch auch länger und die Spieler würden den Mitspieler unterschiedlich einschätzen. Wenn keine Einigung erzielt wird, hilft es entweder abzustimmen oder den Mittelwert aus allen Zahlen zu nehmen.

Therapie-Sabotage ist möglich aber unerwünscht

Bei „Therapy" besteht die Möglichkeit, einen Spieler absichtlich länger in der eigenen Therapie festzuhalten. Wie es auch teilweise bei realen Therapeuten zu sehen ist, kann man auch im Spiel den Fortschritt des Spielers sabotieren. Hier ist die Motivation aber nicht mehr Geld zu erhalten, sondern einen Spieler daran zu hindern, dass er weiterziehen kann und seine Couch füllt. Wenn der Therapeut versucht, absichtlich eine falsche Antwort zu geben, kann der Spieler in der Praxis oft mehrere Runde nicht weiterziehen. Dieses Handeln ist jedoch gegen das Spielprinzip und aus Fairness sollten Sie immer Ihre wirkliche Einschätzung abgeben.

Die verschiedenen Editionen von „Therapy" bei eBay

„Therapy" wurde ursprünglich im MB-Verlag herausgegeben. Nach einigen Jahren wurde es überarbeitet und die zweite Edition erschien. Beliebt sind hier unter anderem „Das Spiel des Lebens" und „Mankomania". Parker brachte 2004 die 3. Edition von „Therapy" heraus, das Design und die Fragen wurden etwas überarbeitet. Neben der neuen Version des Therapiespiels bietet Parker weitere bekannte Spiele wie „Monopoly" oder „Risiko". 

Andere vergnügliche Gesellschaftsspiele

„Therapy" ist ein tolles Spiel für gesellige Runden. Auch für Partys eignet sich das Spiel sehr gut. Als Alternativen für unterhaltsame Spieleabende sind hier „Privacy", „Personality" oder „Outburst" zu nennen.

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