Thema: Modernisieren mit Staatshilfe

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Die Regierung gewährt Eigentümer günstige Kredite und Zuschüsse für die energetische Modernisierung. Ein Überblick über die aktuellen Programme und Förder-Konditionen.

Wer sein Wohneigentum energiesparend saniert, muss nicht unbedingt tief in die Tasche greifen. Der Staat unterstützt Modernisierer mit Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen.

Experte vor Ort: Der erste Schritt zur Sanierung ist ein Termin mit einem Energieberater. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) zahlt Ihnen für eine Vor-Ort-Beratung zur Energieeinsparung einen Zuschuss. Dieser beträgt 50 Prozent der Beratungskosten, maximal 300 € für Ein-und Zweifamilienhäuser, maximal 360 € für Mehrfamilienhäuser. Ein Bonus von 50 € kommt hinzu, wenn Hinweise zur Stromeinsparung integriert sind, weitere 100 € für eine thermografische Untersuchung. Den Antrag auf Förderung stellen Sie unter bafa.de, Rubrik "Energiesparberatung". Berater finden Sie online unter zukunft-haus.info/expertensuche (Deutsches Energieberater-Netzwerk) und vpb.de (Verband Privater Bauherren).

Neue Programme: Förderdarlehen für Modernisierer stellt der Staat zur Verfügung über die Kfw-Bankengruppe (kfw.de). Neu seit dem 1. April sind die Programme "Energieeffizient Bauen" (Neubau) und "Energieeffizient Sanieren". Sie ersetzen die Programme "Ökologisch Bauen", "Wohnraum Modernisieren Öko-Plus" und "CO2 -Gebäudesanierungsprogramm". Tipp für Sanierer: Der Förderhöchstbetrag liegt bei 75000 € pro Wohneinheit im Kfw-Effizienzhaus. Zudem können Förderungen für Wohngebäude beantragt werden, deren Bauantrag vor dem 01.01.1995 gestellt wurde-bislang galt die höchste Förderstufe nur für Häuser mit Baujahr vor 1984.

Einzelmaßnahmen: Seit diesem Jahr unterstützt die Kfw-Bankengruppe energetische Einzelmaßnahmen wie den Austausch der Fenster oder den Einbau eines Brennwertkessels. Der Zuschuss beträgt 5 Prozent der Investitionskosten, maximal 2500 €. Der Zuschuss für festgelegte Maßnahmenpakete wurde erhöht auf 7,5 % der Investitionskosten, maximal 3750 €.

Solarstrom: Je früher Sie eine Photovoltaikanlage installieren, um so mehr Geld gibt es auf Dauer für den Solarstrom. Für eine Photovoltaik-Anlage, die 2009 errichtet wird, erhalten Sie vom Energieversorger 43,01 Cent für jede Kilowattstunde eingespeisten Stroms - 20 Jahre garantiert. Geht die Anlage 2010 ans Netz, beträgt die Vergütung 39,57 Cent. Neu ist ein Bonus, der sich für neue Anlagen ab 2009 rechnet: Für die Kilowattstunden, die Sie im eigenen Haus verbrauchen, erhalten Sie eine reduzierte Vergütung von 25,01 Cent, Sie müssen keinen Strom einkaufen. Broschüren und Checklisten hält der Bundesverband Solarwirtschaft online bereit: solarwirtschaft.de

Kesseltausch: Für die Kombination einer Solaranlage mit einem Pelletkessel oder einer Wärmepumpe erhalten Sie seit 2009 einen "Regenerativen Kombinationsbonus" von 750 €. Noch bis Ende dieses Jahres gibt es den Kesseltauschbonus von 750 €, wenn Sie gleichzeitig eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung anschaffen und den alten Kessel gegen einen neuen austauschen. Infos: bafa.de

 

Geldspritzen gibt es auch von den Ländern. Info unter baufoerderer.de in der Rubrik "Förderrechner".

 

Fragen Sie in Ihrer Kommune nach städtischen Förderungen für Modernisierer.

 

Wie komme ich an die Fördergelder?

"Bevor Sie loslegen: Stimmen Sie Sanierungsziele und  -maßnahmen mit einem Energieberater ab. Auch für Auswahl und Beantragung der Fördermittel ist Fachwissen vorteilhaft. Holen Sie sich Rat von Energieberater, Architekten oder Fachplaner.

Auswählen: Das Sanierungskonzept steht? Förderprogramme finden Sie online in der Förderdatenbank der Deutschen Energie-Agentur (dena) unter zukunft-haus.info und unter foerderdatenbank.de beim Bundeswirtschaftsministerium.

Termin und Weg: Die Staats-Hilfe beantragen Sie in der Regel vor Beginn der Maßnahmen. Die Kfw-Zuschüsse ordern Sie über die Hausbank, jene aus dem Marktanreizprogramm des Bundesamtes für Ausfuhrkontrolle (bafa) direkt beim Anbieter.

Förderung: Wie hoch sie ausfällt, hängt ab von Umfang und Standard, der erreicht wird. Herausragende innovative Sanierungen können im dena-Modellvorhaben Niedrigenergiehaus im Bestand (dena.de) gefördert werden".

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