Thema: Ist Online-Banking riskant?

Aufrufe 16 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Homebanking per Computer und Internet ist bequem und konkurrenzlos schnell. Kein Wunder, dass jährlich immer mehr Kunden ihre Bankgeschäfte online erledigen. Doch leider haben auch Kriminelle erkannt, dass sie durch sorglose Web-Banking-Nutzer schnell an fremde Konten gelangen. Deshalb gilt es einigen Vorkehrungen zu beachten, die Kriminellen das Leben schwer machen.

Einfallsreich: Ihr Passwort ist der Schlüssel zu Ihrem Geld. Es sollte seinen Namen wirklich verdienen. Namen des Partners, Geburtsdatum oder ähnlich leicht zu erratende Kombinationen verbieten sich. Am besten Sie generieren eine gut zu merkende Kombination aus Ziffern und Buchstaben und einem dazugehörigen Merksatz, wie etwa "Jeden 2. Abend lese ich 4 Seiten Harry Potter". Das Passwort würde dann J2Ali4SHP lauten - unmöglich zu erraten. Wechseln Sie Ihre Passwörter des öfteren, dass hassen Betrüger.

HBCI: Sehr sicher ist das Online-Banking über ein "HBCI " (Homebanking Computer Interface) genanntes Gerät mit Chipkarte. Das Gerät erhalten Sie von Ihrer Sparkasse, die Sie auch über den Gebrauch instruiert. 

Phishing, Pharming & Co: Die größte Sicherheitslücke beim Onlinebanking befindet sich zwischen Stuhllehne und Monitor. Hacker nutzen das aus. Mit dem sogenannten Phishing gelangen sie leicht ans Ziel. Sie fragen per Mail nach Ihren Zugangsdaten. Denken Sie immer daran: Kein Sparkassen-Mitarbeiter ist berechtigt, Sie nach Ihrer PIN zu fragen. Noch raffinierter ist das so genannte Pharming. Dabei werden Sie beim Online-Banking auf eine gefälschte Seite umgeleitet, die Ähnlichkeit mit der Sparkasse hat. Dies geschieht durch Schadprogramme, die unbemerkt auf Ihrem Computer installiert werden. Achten Sie deshalb immer darauf, Ihre Daten während des Homebankings mit SSL zu übertragen. In Ihrem Browser erkennen Sie das durch den Buchstabencode https in der Adresszeile. Im Internet-Explorer sehen Sie zusätzlich ein gelbes Schloss im unteren Rand des Browser-Fensters. Nach einem Klick auf das Schloss öffnet sich ein Zertifikat, das auf den Namen Ihrer Sparkasse lauten muss. Tut es dies nicht, seien Sie vorsichtig! Gefährlich sind so genannte Trojaner: Spionage-Programme, die unbemerkt auf Ihrem Computer installiert werden und Ihre Festplatte ausspionieren. Speichern Sie deshalb nie PIN oder TAN in Ihrem PC. So genannte Keylogger können Ihre Tastatureingaben abgreifen - auch Ihre PIN, Deshalb seien Sie vorsichtig, wenn Sie Programme aus dem Netz herunterladen. Holen Sie sich Software nur aus vertrauenswürdigen Quellen.

Adresshandel: Seien Sie geizig mit der Preisgabe Ihrer Daten. Durch den unkrontrollierten Adresshandel gelangen Ihre Konto- und Adressdaten, die Sie ursprünglich für einen Online-Einkauf eingegeben haben, auch in Datenbanken, aus denen sich Kriminelle bedienen. Die könnten dann von Ihrem Konto per Lastschrift Beträge abbuchen. Deshalb kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Auszüge. Wurde ein Betrag ohne Ihr Einverständnis abgebucht, teilen Sie dies Ihrer Sparkasse mit. Die bucht den Betrag dann wieder zurück.

" Eine wichtige Rolle beim Online-Banking spielt die Sicherheit Ihres eigenen Computers und Ihre Sorgfalt.

Virenscanner: Ein Anti-Viren-Programm ist der wichtigste Schutz gegen Betrüger. Aktualisieren Sie es laufend.

Firewall: Eine Firewall auf dem Computer und dem DSL-Router hält Angriffe von Hackern ab. Aktivieren Sie sie.

Lauscher: Kriminelle können Funknetze von WLAN-Verbindungen leicht anzapfen. Verschlüsseln Sie daher Ihr Netz, sichern Sie Ihre Einstellungen mit einem Passwort, anonymisieren Sie es - und machen Sie es für andere unsichtbar.

Updates: Aktualisieren Sie Ihr Betriebssystem ständig. Verwenden Sie immer die aktuellste Browser-Version.

Wachsam sein: Auch wenn Ihr System immer wieder Sicherheitshinweise anzeigt: Klicken Sie nicht einfach ohne nachzudenken auf OK.

 Ganz wichtig: Speichern Sie nie PIN oder TAN`s auf Ihrem Computer. Und führen Sie Internetbanking nicht auf öffentlichen Computern aus - Sie könnten manipuliert sein."

 

So schützen Sie sich vor fremdem Zugriff

Sie vermuten, dass Ihre PIN oder TAN in falsche Hände geraten ist?

1. Schritt: Sperren Sie sofort Ihren Zugang (das tun Sie, indem Sie mehrmals die PIN bewusst falsch eingeben) und rufen gleich Ihre Sparkasse an.

2. Schritt: Überprüfen Sie in der Folgezeit regelmäßig (möglichst täglich) Ihren Kontoauszug. Stimmt etwas nicht, informieren Sie umgehend Ihre Sparkasse.

3. Schritt: Lassen Sie Ihren PC von einem Fachmann auf Viren, Trojaner und Schadsoftware prüfen. Idealerweise wird der Computer formatiert und komplett neu eingerichtet.

4. Schritt: Das Protokoll des Antivirenprogramms sollten Sie unbedingt speichern und ausdrucken - um später den Ermittlungsbehörden vorlegen zu können.

5. Schritt: Ändern Sie das Passwort bei weiteren Online-Diensten (Elster,Ebay,Amazon), die Sie auf diesem Computer nutzen. Benachrichtigen Sie alle Personen, die Ihren Computer gemeinsam mit Ihnen benutzen.

6. Schritt: Betreiben Sie erst dann wieder Online-Banking, wenn Sie von Ihrer Sparkasse eine neue PIN und eine TAN erhalten haben, der Zugang entsperrt wurde und der Computer komplett virenfrei ist.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden