Testbericht Viessmann Vitodens 333-F (19kW)

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Seit Oktober 2010 habe ich meine 20 Jahre alte Gasheizung der Marke Klöckner mit seperatem 200 l Warmwasserspeicher gegen einen Viessmann Vitodesn 333-F Gas-Brennwertkessel ausgetauscht und ich bin voll damit zufrieden. Das Gerät hat in etwa Kühlschrankgröße und ist daher sehr kompakt und platzsparend, da der Edelstahl Warmwasserbehälter gleich mit im Gerät integriert ist und hat mich mit Einbau durch eine qualifizierte Heizungsfirma knapp 6000 Euro gekostet. Der Hersteller verspricht Energieeinsparung von bis zu 30%, was auch zutrifft. In Zahlen ausgedrückt habe ich mit dem alten Heizkessel 1425 m³ Gas verbraucht und 2011 nur noch 985 m³ Gas bei einem 3-Personenhaushalt. Das kommt dem Geldbeutel und der Umwelt zugute. Sicherlich ist dies auch eine Einstellungssache am Gerät. Heizung und Warmwassererhitzung lassen sich getrennt voneinander programmieren. In meinem Fall ist die Warmwassertemperatur auf 50°C eingestellt und wird nur Früh von 7:00 Uhr bis 9:00 Uhr erhitzt und dann Nachmittags von 15:00 Uhr bis 21:00 Uhr. Die Heizung geht in den Wintermonaten den ganzen Tag von 7:00 Uhr bis 21:00 Uhr. Bei warmen Temperaturen geht nur der Warmwasserbetrieb bei etwa einem Gasverbrauch von 0,75 m³/Tag. Durch den Edelstahlwarmwasserbehälter kommt der Schornsteinfeger nur noch alle 3 Jahre. Es empfiehlt sich diese elektronischen Heizungsthermostate zu installieren, wo man die Raumtemperatur einstellen kann, um Überhitzung und unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden. Der Heizkessel hat nun nur noch eine energiesparende Umwälzpumpe statt zwei. Die Aufheizung erfolgt nicht mehr ständig und auf vollen Touren bis zur Maximaltemperatur, sondern bedarfsorientiert geregelt zwischen 3-19kW. Bei diesem Gerät ist eine jährliche Wartung lt. Hersteller erforderlich, wo relevante Bauteile, wie die Brennkammer, Messsensoren etc. gereinigt werden und am Ende noch ein komplettes Testprogramm durchlaufen wird, ob alles funktioniert. Man bekommt auch ein Messprotokoll ausgehändigt. Das ist notwendig, um Fehlermessungen und Meldungen zu vermeiden, wie mir der freundliche Heizungsfachmann mitteilte. Werde das aber auf alle 2 Jahre beschränken.

Zusammenfassung:

Vorteile:

  • kompakte Bauweise und damit geringer Platzbedarf
  • hoher Nutzungsgrad 98%
  • bis zu 30% Energieeinsparung (Gas) und damit auch weniger CO2 Ausstoß
  • nur noch eine energiesparende Umwälzpumpe
  • bedarforientiertes, modular geregeltes Heizen
  • Schornsteinfeger kommt nur noch alle 3 Jahre zum Messen

Nachteile:

  • regelmäßige, jährliche Wartung notwendig (ca. 70 Euro)
  • Nachtrag: nach 4 Jahren Nutzung ist das Heizkreislaufregelventil ausgefallen (Kosten für Tausch 70 Euro)

 

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