Terrasse mit Terrassenplatten - wie geht das ?

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Hier wird eine Terrasse betrachtet, bei der die Terrassenplatten auf Plattenlagern bzw. Stelzlagern verlegt werden. Der Schichtaufbau wird von oben nach unten betrachtet.

1 Materialbedarf
1.1 Terrassenplatten und deren Stückzahl
Am häufigsten werden Platten aus Granit, Betonwerkstein (auch Terrazzoplatten), Keramik (Feinsteinzeug) oder Holzfliesen.
Üblich sind Abmessungen wie 30x30, 40x40, 50x50 und 60x60cm. Bei Keramikplatten auch 40x40, 40x60cm und noch größere. Alle diese Platten müssen für die Hohlverlegung (auf Plattenlagern oder Stelzlagern) zugelassen sein.
Am besten zeichnet man die Terrassenplatten maßstäblich in die Terrassenzeichnung ein. Daraus ergibt sich die Zahl der Platten, sowie die Zahl der Plattenlager (oder Stelzlager) als Mittellager, Randlager und Ecklager.

1.2 Plattenlager bzw. Stelzlager
Die Anzahl wurde bereits unter 1.1 ermittelt.
Als nächstes ist die Fugenbreite festzulegen. Meistens werden 4mm-Fugen verwendet. Die Fugensteghöhe richtet sich nach der Terrassenplatten-Dicke. Die niedrigste Steghöhe  (10 oder 15mm) wird bei den 20mm dicken Keramikplatten benötigt.

Dann muss die Höhe des Hohlraums unter den Terrassenplatten festgelegt werden.
Plattenlager gibt es mit 10, 15 und 20mm Höhe. Die letzteren beiden können auch übereinander gestapelt werden. Für den Höhen-Feinabgleich werden Ausgleichsscheiben (2,5 oder 3mm dick) verwendet.

Verschiedene Stelzlager beginnen mit 12, 25, 35 , 42, 84 und 140mm Anfangshöhe.
Sie können im Extremfall bis zu 400mm Höhe abstützen.

Plattenlager und Stelzlager können mit einem Gewicht mindestens von 500kg pro Lager belastet werden.

1.3 Bautenschutzmatte
Die Bautenschutzmatte soll die darunterliegende Abdichtung (die relativ dünn ist) gegen mechanische Beschädigung von oben schützen und die Punktlast der Plattenlager/Stelzlager besser verteilen. Übliche Matten-Dicken sind 4 und 6mm. Die Bautenschutzmatten werden in Rollenbreiten von 1,25m geliefert.
Die Rollenlänge ist von der Matten-Dicke abhängig. Die Bautenschutzmatte ist wasserdurchlässig und enthält Weichmacher.

1.4 Abdichtung
Die Abdichtung besteht meistens aus Folie oder Bitumenbahnen.
Die Abdichtfolie kann PVC enthalten oder  eine EPDM-Folie sein.
Die Folien gibt es in etlichen Rollenbreiten ( 3, 6, 7, 9, 12 und 15m). Die Rollenlängen schneidet der Hersteller in 1m-Schrittenzu.

1.5 Schutzvlies
Schutzvlies wird benötigt, wenn die Abdichtung aus PVC-haltiger Folie besteht. Das Schutzvlies wird zwischen PVC-Folie und Bautenschutzmatte gelegt, um eine Weichmacherwanderung  in die Folie zu unterbinden. Die Folie würde anderenfalls verspröden. Bei Verwendung von EPDM-Folie ist kein Schutzvlies erforderlich.

Wenn der Unterbau (meist aus Beton) scharfkantige oder hervorstehende Kiesel enthält, ist bei beiden Folien-Arten ein Schutzvlies zwischen Unterbau und Abdichtung zu legen.

Beim Schutzvlies beträgt die Rollenbreite 2m. Die Länge wird in 1m-Schritten vom Hersteller zugeschnitten


Welche Angaben benötigt der Material-Lieferant ?
Zunächst ist Länge und Breite der Terrasse anzugeben, sowie Gefälle und Gefällerichtung des Unterbaus.
Das Gefälle (meistens 2%) verläuft entlang der langen oder kurzen Seite der Terrasse oder auch diagonal.

1.1 Terrassenplatten
Material und Abmessungen (incl. Dicke)  der Terrassenplatten.

1.2 Plattenlager bzw. Stelzlager
Zunächst die Vorgabe, ob die Oberkante der Terrassenplatten dem Gefälle des Unterbaus folgen soll oder ob die Platten trotz des Gefälles waagrecht liegen sollen.
Angabe der Höhe des Hohlraum unter den Terrassenplatten.

1.3 Bautenschutzmatte
Dicke der Bautenschutzmatte.

1.4 Abdichtung
Bitumenbahnen, PVC-Folie oder EPDM-Folie

1.5 Schutzvlies
Schutzvliesdicke.


Die Wärmedämmung von Flachdächern oder die Verlegung von Platten für Parkflächen wären ein weiteres Thema.

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