Tekken 4

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Die Beat’n’Up Reihe „Tekken“ (dt: „Eisenfaust“) war und ist für mich schon immer der König seines Genres gewesen. Bei mir fing alles mit dem zweiten Teil an, der mich und meine Geschwister mit den halsbrecherischen Fights in seinen Bann zog. Tekken 3 überzeugte natürlich auch, dessen Nachfolger „Tekken Tag Tournament“ konnte mit einer hohen Anzahl an Spielern überzeugen und seit Herbst 2002 kann man den 4. Teil (eigentlich ist es der 5., aber Tekken TT ist eigentlich kein richtiger Nachfolger, da es nicht viel mit der Geschichte von Tekken zu tun hat) spielen. In einigen Monaten soll es übrigens auch schon Tekken 5 zu kaufen geben.


~ ~ ~ Das Spielprinzip ~ ~ ~

Das Spielprinzip ist natürlich dasselbe geblieben, wie bei den Vorgängern auch. Man entscheidet sich für einen der zahlreichen Kämpfer, wie King, Law, Kazuya, Yoshimitsu, Paul oder einer der neuen wie Boxer Steve Fox, und prügelt sich mit dem Gegner was das Zeug hält! Doch wer meint, er könne planlos auf dem Controller rumhauen, der kommt nicht weit: Es giilt möglichst starke Tricks, Würfe oder gar Combos (eine Aneinanderreihung von Spezialtricks) zu praktizieren, damit der Gegner nicht so leicht abblocken kann und möglichst schnell zu Boden geht, bevor ihr es tut. Altbewährte Tricks, wie Kings „Frankensteiner“, Yoshimitsus rasanter Umgang mit seinem Schwert können durchgeführt werden oder wie wär‘s mit einem Knochenbruch? Möglich ist alles, was das eigene Können erlaubt. Wer mal sehen will, was sein Kämpfer so alles drauf hat und neue Moves erlernen möchte, der kann sich weiterhin der Befehlsliste begeben. Ansonsten ist das Spielprinzip aber gleich geblieben. Nur auf das Tag-System wurde verzichtet, welcher in „Tekken TT“erlaubte, mit einen Partner während des Kampfes zu tauschen. Ihr seit also auf euch allein gestellt...


~ ~ ~ ~ Die verschieden Spielmodi ~ ~ ~

Natürlich wird hier nicht an Modi gespart, jedoch gibt es auch nicht wirklich etwas neues. Der normale Modus ist der „Story Modus“, hier wählt ihr einen Fighter aus und kämpft euch mit ihm durch die einzelnen Etappen um zum Schluss gegen Obermeister Heihachi Mishima anzutreten. Das die Schwierigkeitsgrad stetig ansteigt, je weiter ihr kommt, versteht sich von selbst. Eingeleitet wird der Modus aber immer mit einer kleinen Vorgeschichte des einzelnen Kämpfers, welche im Stil eines Mangas gemacht wurde, aber lediglich aus einzlenen Bildern mit gesprochenen Text besteht. Besiegt man Heihachi darf man sich aber wieder auf eine nette Endsequenz freuen.

In „Time Attack“ müsst ihr so schnell wie möglich eure Gegner besiegen und in „Survival“ geht’s darum, möglichst lange auf den Beinen zu bleiben. Hier bekommt ihr nämlich nach jeder Runde keine neue Energie zugefügt, ihr müsst also wirklich um euer Leben kämpfen.

„Tekken Force Mode“ ist wieder einer der interessanteren Modi und ähnelt einem Jump’n#Run-Spiel, nur dass hier eben gefightet wird. Ihr durchforstet vier große Levels und stoßt auf Heihachis Gehilfen, die ihr natürlich platt machen müsst, bevor ihr platt gemacht werdet.

Will man mit gegen einen menschlichen Spieler kämpfen, kann man sich zwischen dem einfachen VS-Modus (Mann gegen Mann) oder für den „Team-Mode“ entscheiden, wo man ein Team aus bis zu acht Kämpfern bildet und diese nacheinander bis zum K.O. antreten läßt. Diesen Modus kann man aber auch alleine gegen den Computer spielen.

Das waren die verschiedenen Modi. Zugegeben, hier hat sich Namco nicht wirklich etwas neues einfallen lassen, dennoch bleibt der Spaß nicht auf der Strecke.


~ ~ ~ ~ Was ist denn nun alles neu? ~ ~ ~ ~

Nun möchte ich mal ganz konkret auf die Neuerungen im Spiel eingehen. Als erstes wäre da natürlich eine Sache zu nennen, welche das Spiel wesentlich beeinflusst. Die einzelnen Kampforte sind nämlich durch Mauern, Wände und Zäune abgegrenzt, in den Vorgängern hat es einfach plötzlich aufgehört und man konnte nicht weiter gehen. Bei „Tekken 4“ kann man aber wirklich die gesamte Fläche ausnutzen. Und das hat einen Vorteil: Nähert ihr euch während des Kampfes einer Wand (alternativ sind auch Säulen, Denkmäler oder Autos möglich) könnt ihr versuchen, euren gegner gegen diese zu schlagen bzw. zu treten, dass er anstößt und noch mehr Schaden erleidet. Seit ihr schnell genug, könnt ihr auf diese Weise eurem Gegner wirklich sehr viel Energie abziehen.

Was nun auch geht: Man kann seinem Gegner packen und mit ihm durch eine schwungartige Bewegung die Position wechseln. Das ist ganz praktisch, wenn ihr selbst mal zwischen Gegner und Wand eingeengt seit.

Natürlich sind auch neue Charaktere dabei: Wie ich oben schon erwähnt habe, z.B. Steve Fox, ein wirklich beinharter Boxer, der flink wie ein Wiesel sich umher bewegt und auch genauso flink austeilt. Als Boxer kann er natürlich keine Tret-Moves, sehr realistisch also. Mein Lieblingsfighter! ;)
Dann wäre da noch die 19-jährige Chirstie Monteiro, welche im Capoeira-Stil (ein Mix aus kämpfen und tanzen)fightet, welcher Eddy Gurdo (aus „Tekken 3“) ihr beigebracht hat. Das Christie wirklich zum Anbeissen aussieht, erwähne ich nur ganz nebenbei... *g*

Jin Kazama hat übrigens in „Tekken 4“ einen neuen Kampfstil angenommen um sich auf diese Weise von seinem Vater (´Kazuya) und Großvater (Heihachi) zu distanzieren. Aber Moment mal? Ist Kazuya nicht am Ende von „Tekken 2“ gestorben und ist nun wieder da? Wie hat er das gemacht?? Das verrate ich natürlich nicht... ;)

Dann trifft man im vierten Teil noch auf weitere Personen, die ihm Vorgänger nicht da waren...


~ ~ ~ ~ Grafik / Sound ~ ~ ~ ~

Auch wenn es nicht so viele Neuerungen bezüglich der Modi gibt, wurde doch ordentlich an der Grafik gefeiilt. Gekämpft wird nun zu 100% in 3-D, man kann sich also in alle Richtungen bewegen. Und alles sieht so traumhaft realistisch aus... Ich konnte kaum Ecken, Kanten und Unfeinheiten entdecken. Die Kämpfer sind unglaublich gut dargestellt und erglänzen in toll aussehenden Anzügen, aber auch die Umgebung sieht einfach nur großartig aus. Ob am Strand, im Parkhaus, im „Underground“, im Wald oder in der Kampfarena, alles sieht sehr, sehr gut aus und wirkt überzeugend echt. Ganz besonders das Wasser, welches realistisch schimmert, glänzt und plätschert. Wow!!!

Durch diese umwerfende Grafik kommen natürlich auch die kurzen Videos toll zur Geltung, welche übrigens sehr spannend gemacht sind. Auch der Spielmodus „Tekken Force Mode“ erstrahlt in einer völligen 3-D-Landschaft, was im dritten Teil nicht so war.

Zudem sehen auch die Effekte, welche besonders gut getroffene Spezialtricks zeigen, sehr gut aus. Ob Blitze oder ähnliches, es macht den Kampf noch spannender. Zudem bewegen auch die Kämpfer realistisch den Mund während sie reden. Jedenfalls in den Videosequenzen, aber auch zum Etappenanfang und -ende.


Der Sound ist natürlich nicht zu verachten. Jede Umgebung hat ihren eigenen typischen Song, der sehr schön zum Ort passt. Ob geheimnisvoll (Wald, düsteres Labor), spannend (Arena, Undergrounnd) oder einfach nur um gute Laune zu verbreiten (Strand, Einkaufszone), die Mukke geht nie auf die Nerven und bringt perfekt die Stimmung rüber. Klasse!
Jeder Kämpfer hat natürlich seinen eigene typische Stimme und gibt unverkennbare Kampfschreie von sich.


~ ~ ~ ~ Meine Meinung ~ ~ ~ ~

ich bin schlichtweg begeistert von „Tekken 4“. Die einzelnen Modi machen sehr viel Spaß, auch wenn hier nicht wirklich neue Dinge vorhanden sind. Sie motivieren über eine lange Zeit und sind abwechslungsreich. Natürlich ist man zudem bewilligt, alle Kämpfer frei zu spielen. Besonders zu zweit macht es sehr großen Spaß, da man hier wirklich Mann gegen Mann kämpft und seinem Gegenüber endlich mal eine ordentliche Abreibung verpassen kann. Hach, wie ist das schön!

Die unglaubliche Grafik gibt natürlich den Rest und läßt wirklich kaum Kritik zu. So macht es gleich noch mehr Spaß, wenn z.B. das Wasser überauß echt rüberkommt. Die Kämpfer und die Umgebung strotzen nur so vor Details, alle Formen sind schön gerundet und kaum kantig. Und die vielen schön anzusehenden Videosequenzen, in denen sogar gesprochen wird, versüßen das Ganze. Die möchte man sich immer wieder ansehen, was auch mit dem „Theater Mode“ machbar ist.

Wer meint, alle Gegner problemlos besiegen zu können, kann am Schwierigkeistsgrad ein wenig rumspielen. Die ganz harten können meinetwegen auf "sehr schwer" oder "ultra schwer" spielen, Anfänger sind aber ehr mit "leicht" eine Zeit lang gut bedient. Man sieht also, ob Amateur oder Profi, alles kein Problem!

Das die einzelnen Fighter durch ihre vielen Moves überzeugen, ist man ja auch schon von den Vorgängern gewohnt. Hier hat man echt Lust, alle Spezialtricks aus dem Kämpfer herauszukitzeln, um seine Technik zu verbessern und der wahre „King of the Iron Fist Tournament“ zu werden...


______ Fazit ______

„Tekken 4“ ist ein absolutes Muss für alle Fans der Vorgänger und von Beat’n’Ups allgemein. Auch der vierte Teil schlägt die Konkurrenz wie „Dead or Alive“ oder „Virtua Fighter“ mühelos K.O. Hoher Spielspaß, lange Motivation und einer super Grafik machen das Game unschlagbar. Zu zweit geht der Spaß quasi nie verloren. Ich kann nur eins empfehlen: Kaufen! „Tekken 4“ gehört mit Sicherheit in jede gute PS2-Spielesammlung. Der Preis liegt jetzt auch gar nicht mehr so hoch: Für ca. 30 € (amazon.de) ist das Speil zu erwerben, es ist ja auch schon über 2 Jahre alt.


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