Technische Merkmale und Eigenheiten von Morgan-Sportwagen

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Technische Merkmale und Eigenheiten von Morgan-Sportwagen

Sie suchen einen neuen Oldtimer oder einen aktuellen Sportwagen mit Charme, dann sind sie bei der privaten britischen Sportwagenschmiede Morgan Motor Company genau richtig. Morgan-Sportwagen werden seit mehr als 100 Jahren ausschließlich in Handarbeit in der Stadt Malvern hergestellt. Die Fahrzeuge der Firma Morgen haben in Deutschland eine breite Fangemeinde und genießen Kultstatus.

 

Traditionelle Holzrahmen und technische Neuerungen – wie passt das zusammen?

Die Modelle der Morgan-Sportwagen-Manufaktur werden auch heute noch mit einem Holzgerüst aus Eschenholz für die Karosserie gefertigt. Diese wird dann auf einen Stahlrahmen montiert. Das macht das Automobilunternehmen Morgan so einzigartig, denn diese Gemischtbauart ist heute eigentlich nur noch im Bau von Booten und Pferdekutschen üblich. Genau diese Bauart macht aber gerade ältere Morgan-Modelle sehr anfällig für Karosserieschäden, da Wasser in den nur von außen lackierten Aufbau aus Stahlblechen eindringen kann und so erhebliche Schäden entstehen. Bei neueren Modellen ist dieser Problembereich durch die Beplankung des Eschenholzrahmens mit Alublechen beseitigt worden.

 

Die Bauweise – einzigartig und doch für den Rennsport gemacht

Technische Neuerungen bei Morgan-Modellen werden nur sehr zaghaft umgesetzt, meist im Bereich der Antriebstechnik. Modelle, die sich schon länger in der Modellpalette der Firma Morgan befinden, haben einen sogenannten Fischbauchrahmen aus nach außen gebogenen stählernen Z-Profilen. Eine weitere Besonderheit sind die unabhängigen Vorderradaufhängungen, die aus zwei starr mit dem Rahmen verbundenen Querträgerrohren mit einer Gradwegfederung bestehen. Dabei handelt es sich um ein von Morgan angemeldetes Patent aus dem Jahr 1909. Die hintere Achse, als Starrachse verbaut, ist an Blattfedern aufgehängt und wird besonders bei stärkeren Modellen der Firma mit einem Sperrdifferential ausgerüstet. Eine weitere Besonderheit ist der unter der Achse verlaufende Rahmen – als „underslung” bezeichnet.

 

Morgan-Modelle im Wandel der Zeit – technische Neuerungen in kleinen Schritten

Die aktuellen Modelle der Manufaktur werden nach einer neueren Machart gebaut. Diese Fahrzeuge verfügen weiterhin über einen Aufbau aus Eschenholz, werden jetzt aber mit Alublechen beplankt. Als Chassis wird nun ein aus Aluminiumblechen zusammengeklebter und genieteter Rahmen verwendet. Die Vorder- und Hinterräder sind jetzt einzeln aufgehängt und die Vorderräder verfügen über Schubstreben, die die auftretenden Beschleunigungs- und Bremskräfte auf das Fahrgestell übertragen. Morgan verwendet in seinen aktuellen Fahrzeugen Motoren der Hersteller Ford, Jaguar und BMW, die sie eigens für die Verwendung in ihren Fahrzeugen einer speziellen Modifikation und Anpassung unterziehen. Die Manufaktur produziert pro Jahr rund 1000 Fahrzeuge und liefert diese in die ganze Welt, wobei die Autos besonders bei Kunden und Liebhabern aus Deutschland sehr beliebt sind.

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