Technische Geräte für Uhren & Schmuck erwerben

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Technische Geräte für Uhren & Schmuck erwerben

Hilfsmittel zur technischen Überprüfung und Reparatur von Schmuck und Uhren

Zur Herstellung, Prüfung, Reparatur und Instandsetzung von Uhren und Schmuck bedarf es verschiedener technischer Geräte und Hilfsmittel, die qualitativ hochwertig gefertigt sein müssen und wissenschaftlichen Standards genügen sollten, damit sie den hohen Ansprüchen an Genauigkeit und Präzision dieser Handwerkskunst gerecht werden können. Hier werden sowohl bei den elektronischen, wie auch bei den auf physikalischen oder chemischen Gesetzen beruhenden Geräten viele interessante Produkte angeboten. Einige sollen in diesem Ratgeber beschrieben und erklärt werden.

Technische Geräte und Hilfsmittel zur Prüfung von Schmuck

Hochwertig oder schön und billig – Diamantenprüfer als unverzichtbares technisches Hilfsmittel

Zum Thema elektronische Geräte zur Diamantenprüfung: Egal ob Sie ein Meister des Faches oder ein interessierter Laie sind. Diese praktischen Hilfsmittel erleichtern Ihnen die Arbeit mit den funkelnden Steinen und lassen Sie schnell erkennen, ob Sie einen echten und wertvollen Vertreter dieser Gruppe der Edelsteine in Ihren Händen halten. Handelt es sich lediglich um eine dem Diamanten ebenbürtige schöne und glanzvolle Imitation, teilt Ihnen das Gerät dieses zuverlässig und sicher mit.

Wärmeleitfähigkeit und Dichte entlarvt die Imitate

Herkömmliche Diamanten-Testgeräte messen die Wärmeleitfähigkeit und die Dichte des zu überprüfenden Edelsteins. Da die Wärmeleitfähigkeit echter Diamanten fünf Mal besser als die von Silber, und damit ausgesprochen gut ist, kann das Prüfgerät einen Diamanten von einem Zirkonia ohne Probleme unterscheiden, da Letzterer ein sehr schlechter Wärmeleiter ist. Ein Zirkonia ist ein aus Zirkonium(IV)-oxid bestehender, künstlich hergestellter, Diamanten imitierender Einkristall, der lediglich ein Tausendstel von dem Wert eines gleichkaratigen Brillanten besitzt. Weitere physikalische Größen, die eine Unterscheidung zwischen Diamant und Zirkonia möglich machen, sind die Dichte und der Brechungsindex des zu untersuchenden Edelsteins. Während der Zirkonia eine Dichte von 5,8 g/cm³ aufweist, ist bei dem Diamanten eine Dichte von 3,5 g/cm³ bestimmbar. Der Brechungsindex unterscheidet sich mit einem dimensionslosen Wert von 2,18 beim Zirkonia zu 2,42 beim Diamanten. Ganz wichtig ist: Auch erfahrene Fachleute können gute Zirkoniasteine nicht durch Augenschein von Diamanten unterscheiden. Alle hier beschriebenen Messverfahren sind nicht destruktiv und beschädigen den Stein somit in keiner Weise. 

Standargeräte zur Diamantenprüfung können getäuscht werden

Allerdings sind inzwischen so gute Diamanten-Imitate auf dem Markt erhältlich, dass auch die oben beschriebenen Geräte diese nicht von echten Diamanten unterscheiden können. Moissaniten sind synthetisch hergestellte Diamanten, deren Werte für Dichte und Wärmeleitfähigkeit denen eines echten Diamanten gleichen. Außerdem ähneln sie auch optisch einem Diamanten täuschend echt. Hier bietet sich eine ergänzende Lösung zu den Diamanttestern an. Moissanit-Testgeräte, welche nach positiver Prüfung mit dem Diamanttestgerät zur weiteren Bestimmung eingesetzt werden. Sie unterscheiden, ob es sich bei dem Testobjekt um einen echten oder einen künstlichen Diamanten, und somit um einen Moissanit handelt. Hierzu macht es sich die unterschiedliche elektrische Leitfähigkeit der Steine zu nutzen. Diese elektrische Leitfähigkeit wird vom Gerät gemessen und dann zuverlässig einem Ergebnis zugeordnet.

Sicherer Umgang sichert zuverlässige Ergebnisse

Obwohl der Umgang mit den Geräten nahezu selbsterklärend ist und diese ohne Vorkenntnisse von jedem bedient werden können, sollten Sie sich im Vorfeld mit der Bedienung der jeweiligen Prüfgeräte vertraut machen. Denn geübte Anwender können mit einigen dieser Geräte auch Saphire, Rubine und weitere Edelsteine voneinander unterscheiden. Da die Geräte meistens batteriebetrieben sind, eignen sie sich für den mobilen Einsatz. Die Geräte zeigen die Ergebnisse der relativ schnell ablaufenden Messung unverzüglich auf einem Display an, der zumeist aus einer LCD-Einheit besteht.

Überzeugen Sie sich selbst und andere über die Echtheit eines Diamant

Da es, wie bereits erwähnt, selbst für kompetente Fachleute unmöglich ist echte Diamanten von unechten oder synthetisch erzeugten Vertretern ihrer Art zu unterscheiden, ist jeder mit der Anschaffung eines solchen Diamanten-Prüfgeräts gut beraten, der über den Kauf eines Steins nachdenkt. Auch Personen, die gewerbsmäßig mit Diamanten und anderen Edelsteinen handeln, profitieren von der Einfachheit, der Zuverlässigkeit und der Sicherheit dieser technischen Geräte. Ärgerliche, teure und unter Umständen existenzbedrohende Fehlinvestitionen gehören somit garantiert der Vergangenheit an. Außerdem ist es für potentielle Kunden vertrauenserweckend, das positive Ergebnis einer elektronischen Messung vor Ort betrachten zu können.

Spektroskope zur Edelsteinbestimmung – Hilfreiches von den Sternenguckern

Ein Spektroskop gehört zur Klasse der optischen Geräte und besteht hauptsächlich aus einem Eingangsspalt, einem Prisma bzw. Gitter sowie einem Objektiv. Es zerlegt einfallendes Licht in seine Bestandteile, also in seine enthaltenen Spektralfarben. Normales Sonnenlicht wird beispielsweise in ein kontinuierliches, regenbogenartiges Spektrum aufgespalten. Alle Farben von Violett bis nach Rot sind also gleichermaßen vertreten. Legt man nun einen zu prüfenden Gegenstand in den Strahlengang zwischen einer externen Lichtquelle und der optisch aktiven Komponente des Spektroskops, dem Prisma oder Gitter, so erzeugt dieser charakteristische Absorptionslinien im Linienspektrum, welches dem Betrachter angezeigt wird. Hierdurch lassen sich Rückschlüsse auf Art und Zusammensetzung der untersuchten Substanz ziehen.

Aufgrund dieser Tatsache lässt sich das Spektroskop wunderbar zur Differenzierung und Bestimmung von Edelsteinen verwenden. Allerdings ist die Qualität und Zuverlässigkeit der Ergebnisse ganz entscheidend von der Wahl einer geeigneten Lichtquelle und dem individuellen Kenntnisstand der Person abhängig, die die Prüfung bzw. Bestimmung durchführt. Sinnvoll wäre die Verwendung einer Lichtquelle, deren Licht dem der Sonne ähnelt und keine eigenen Absorptionslinien aufweist. Zur Erleichterung der Bestimmung wird oft eine Wellenlängenskala in das Blickfeld des Betrachters projiziert. Auch diese Geräte machen sich mit ein wenig Übung bei der Klassifizierung von Edelsteinen schnell bezahlt. 

Refraktometer – Brechungsindex verrät Edelstein

Mit einem Refraktometer können Sie den Brechungsindex von bestimmten Stoffen, Substanzen und Gegenständen messen. Grundlegendes Prinzip ist dabei das Folgende. Da das Licht in verschiedenen Medien unterschiedlich schnell ist, wird es an der Grenzfläche zwischen eben jenen Medien in Abhängigkeit von der Art des zu untersuchenden Materials unterschiedlich stark gebrochen. Den Grad der Brechung bezeichnet man als Brechungsindex. Dabei ist dieser Brechungsindex für den jeweiligen zu prüfenden Untersuchungsgegenstand charakteristisch. Somit lassen sich auch mit diesem physikalischen Verfahren Edelsteine analysieren. Klarer Vorteil zu den Spektroskopen ist die Tatsache, dass auf dem Markt vollautomatische, elektronische Geräte erhältlich sind, die neuerdings sogar ohne den Einsatz eines Mediums, wie z.B. Öl, auskommen. Mitgelieferte Software enthält Datenbanken mit den unterschiedlichen Brechungsindexen der einzelnen Edelsteine, was eine schnelle und zuverlässige Benennung des geprüften Edelsteins ermöglicht.

Edelmetall oder Edelimitat – Möglichkeiten der Goldbestimmung durch Säureindikatoren

Ähnlich wie bei den Edelsteinen kann es auch bei den Edelmetallen von entscheidender Bedeutung sein, die Echtheit und Reinheit des jeweiligen Metalls bestimmen zu können. Zu diesem Zweck gibt es verschiedene Möglichkeiten. Hierzu gehören elektronisch-technische und chemisch-technische Verfahren. Dieser Ratgeber beschränkt sich auf die zuletzt genannte Möglichkeit der Goldprüfung

Goldprüfkästen mit Säurereagenzien – So bestimmen Sie professionell den Goldgehalt

Mit Goldtest-Prüfkästen zur chemisch-technischen Bestimmung des Feingehalts von Gold bzw. zur Feststellung von dessen Echtheit können Sie das gleiche zuverlässige Untersuchungsverfahren verwenden, wie es die Goldschmiedeprofis und Fachleute täglich benutzen. Hierfür enthält das Set verschiedene Prüfsäuren, die differenzierte Löseeigenschaften bezüglich der Goldlegierungen aufweisen, und somit in ihrer Wirkung unterschiedlich stark sind. Ebenso beinhalten die Prüfkästen zumeist einen Säureindikator, welcher zwar die Echtheit von Silber bestimmen kann, allerdings nicht dessen Feingehalt.

Grenzen des chemisch-technischen Verfahrens der Edelmetalluntersuchung per Indikatorsäuren

Die meisten Weißgold-Legierungen können mit diesem Verfahren lediglich auf ihre Echtheit, allerdings nicht auf ihren Feingehalt hin untersucht werden, da die der Weißgold-Legierung zugesetzten Edelmetalle Palladium und Platin das Ergebnis beeinflussen und verfälschen würden. Wie bereits im vorigen Abschnitt erwähnt, gilt Gleiches für die Bestimmung des Feingehalts von Silber. Alleine eine umfangreiche chemische Analyse könnte in diesem Punkt Abhilfe verschaffen, wobei dieses nichts mehr mit einem technischen Schnelltest gemein hat.

Kurzanleitung zur Bestimmung des Feingoldgehalts mittels Prüfsäuren

Auf einem im Lieferumfang enthaltenen Schieferstein werden mehrere Linien mit einem Abrieb des zu prüfenden Untersuchungsstücks aufgebracht. Sollte ihn besagter Stein zu klein sein, können Sie größere Exemplare von Schiefersteinen erwerben. Nun werden die Abrieblinien nacheinander mit den Prüfsäuren behandelt. Beginnend mit der Indikatorsäure für die Legierung mit dem größten Goldanteil. In diesem Fall wäre dieses die Indikatorlösung für 18 Karat. Löst die Säure den Strich nicht auf, so besitzt das getestete Gold eine Reinheit von mindestens 18 Karat. Verschwindet der Abrieb allerdings, setzt man die Testreihe mit dem Indikator für den nächsten Reinheitsgrad fort. Dieser liegt bei 14 Karat. Auch hier gilt. Verschwindet die Linie, kann das Gold nicht den mit der jeweiligen Säure überprüften Reinheitsgrad haben. Eine weitere Bestimmung ist dann nötig. Dieses macht man so lange, bis ein konkretes Ergebnis vorliegt oder aber die letzte und schwächste Säure den Abriebstrich ebenfalls aufgelöst hat. In diesem Fall ist der geprüfte Stoff entweder kein Gold oder besitzt nur eine sehr geringe Reinheit.

Technische Hilfsmittel zur Prüfung von Uhren

Zeitwaage – Das relative Gewicht der Zeit Ihrer Uhr im Vergleich zum tatsächlichen „Zeitgewicht“

Eine Zeitwaage, Timegrapher oder auch Uhrenfrequenzmessgerät ist ein elektronisches Hilfsmittel um Unregelmäßigkeiten im Gang, in der Bewegung und in der Genauigkeit des Uhrwerks eines zu überprüfenden, mechanischen Zeitmessers festzustellen. Diese Geräte dienen in der Regel Uhrmachern und Uhrsammlern bei der Einstellung, Reparatur bzw. Bewertung von Uhren, die die Zeit auf mechanische Vorgänge in ihrem Inneren basierend messen.

Funktionsweise von Zeitwaagen

Die Schläge, die das zu untersuchende Uhrwerk erzeugt, werden von einem Mikrofon oder einem Vibrationssensor registriert und anschließend auf einem elektronischen Display zusammen mit weiteren Ergebnissen der Prüfung dargestellt. Ältere Modelle, die keinen Bildschirm besitzen, zeichnen ihre ermittelten Werte auf einem Endlospapier auf. Die Daten werden dann mit einer bekannten Frequenz verglichen. So können unkompliziert, schnell und sicher Gang- und Lagefehler registriert und analysiert werden. Außerdem können mit elektronischen Zeitwaagen die Amplitude einer eventuellen Unruh sowie fehlerhafte Abfälle der Uhr festgestellt werden. Zeitgemäße Geräte besitzen eine automatische Schlagzahlerkennung, die durch die Möglichkeit der Auswahl von manuell bestimmbaren Schlagzahlen ergänzt wird.

 

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