Technik, Auswahl und Montage von Dach- und Autoantennen

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Einkaufsratgeber für Dachantennen und Autoantennen

Sie gehört zu den vermeintlich nebensächlichen Accessoires eines Autos: die Dachantenne. Dabei gewährleistet sie den Empfang der Radiosender und stellt so sicher, dass der Fahrer stets über die aktuelle Verkehrsentwicklung informiert ist. Ein selbstverständlicher Service, den niemand missen möchte. Doch kaum jemand macht sich Gedanken über die zugrunde liegende Technik und die verschiedenen Varianten einer Autoantenne – bis zum Versagen des Radios. Dann ist sachkundiger Rat teuer, muss den individuellen Ansprüchen entsprechend eine Kaufentscheidung getroffen und abschließend eine Installation durchgeführt werden. Aber auch während des Betriebs kann es möglicherweise nötig sein, auftretenden Störungen sachkundig zu begegnen, und dann empfiehlt es sich, mit der Materie vertraut zu sein. Konkret heißt das: Welches Modell ist für welche Empfangsart vonnöten? Wo genau wird montiert – Außenantenne, interne Variante oder beides?

Wie immer in technischen Angelegenheiten, gehen Praxis und Theorie Hand in Hand und fordern Sachverstand gepaart mit einem gewissen handwerklichen Geschick. Grundlage dafür ist die entsprechende Information, auch und gerade in Detailfragen. Im Folgenden erhalten Sie einen fundierten Überblick zum Thema Autoantennen, sodass Sie das passende Teil samt Zubehör ausfindig machen können - für den allzeit guten Empfang.

Radio und noch viel mehr

Immer noch stellt der Empfang von Radiosendern und die dadurch gewonnenen Informationen über Staus und Umleitungen den wichtigsten Grund für den Gebrauch einer Autoantenne dar. Doch im Zuge der technischen Weiterentwicklung sind einige wesentliche Neuerungen hinzugekommen. Es handelt sich dabei um heutzutage als unverzichtbar geltende Hilfsmittel des alltäglichen Lebens, die auch im Bezug auf das eigene Auto eine hohe Bedeutung haben: Mobiltelefone und Navigationssysteme.

Gerade diese Innovationen fordern die technische Ausrüstung heraus. So werden Zusatzantennen notwendig, um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten. Dies gilt in erster Linie für stationäre Antennen, die für die optimale Handynutzung im Auto verbaut werden. Gleiches gilt für integrierte Navigationsgeräte, auch diese benötigen – anders als in der mobilen Version – eine fest installierte Antenne.

Die technischen Fortschritte der Antennentechnik

Doch nicht nur das ganze Spektrum der Anwendungen vom Radioempfang über Navi bis Mobilfunk wurde um vielfältige Optionen grundlegend erweitert, sondern auch die Antenne selber. Ist sie bei älteren Modellen noch am Heck oder zentral auf dem Dach angebracht, so finden sich moderne Antennenkonstruktionen raffiniert in die Front- oder Heckscheibe eingelassen. Dem technischen Fortschritt verdankt das Auto so den Erhalt seiner spezifischen Ästhetik – schließlich werden derart verbaute Antennen kaum noch wahrgenommen, und wenn, dann nicht als störend. Ein handelsüblicher Neuwagen verbirgt oft bis zu zwanzig Antennen in seiner Innenverkleidung. Denn dem digitalen Zeitalter entsprechend, werden Antennen für diverse Dienste benötigt – ein Ausfall oder Ausbau würde den gesamten Funktionsplan durcheinanderbringen. Ob Wegfahrsperre, Zentralverriegelung oder Fernstart der Heizung – auf den umfangreichen elektronischen Ausbau des Innenraums ist auch auf ganz durchschnittlichem Niveau nicht zu verzichten.

Die verschiedenen Antennentypen

Grundsätzlich werden Fahrzeuge mit einer soliden Antennentechnik ausgeliefert. Doch gerade bei höheren Ansprüchen des Fahrers geraten die Standardeinbauten ab Werk schnell an ihre Grenzen. Daher empfiehlt sich für die versiertere Klientel unter den Autobesitzern eine Nachrüstung mit einzeln dazugekauften Modellen. Grundsätzlich muss eine Erweiterung immer unter Berücksichtigung des technischen Status Quo des Autos geplant werden. Das heißt konkret, dass die Wahl zwischen einer klassischen Stabantenne und einer integrierten Antenne zu treffen ist. Es sollte nach Möglichkeit eine klare Linie befolgt werden, denn ein Mischverhältnis birgt, vor allem für den interessierten Laien, ein oft nicht zu bewältigendes Konfliktpotenzial.

Innenantennen

Innenantennen werden dem Namen nach intern verbaut, meist an der Heckscheibe. Sie sind dabei auf die direkte Zufuhr von Strom angewiesen, müssen also unter Spannung gehalten werden. Aus diesem Grund koppeln die Autobauer das in die Scheiben eingelassene Heizsystem mit der Antennenelektronik. Die Antenne ist mit optisch auffallenden schwarzen Rändern versehen – eine ästhetische Aufwertung, die die Sicht auf unschöne Kabel verblendet, die für den störungsfreien Betrieb benötigt werden. Ein weiteres Merkmal der fest verbauten Variante ist ihr höherer Stromverbrauch. Im Gegensatz zu traditionellen Antennen wird beim Einbau in die Verkleidung der störungsfreie Betrieb nur mit einer zusätzlichen Energiezufuhr erzielt. Diese interne Variante wird nachträglich deutlich seltener eingebaut als ihr externes Pendant.

Außenantennen

Von einer Nachrüstung ausgeschlossen sind hingegen elektrische Antennen. Sie sind meist im Heckbereich verbaut und lassen sich dank Knopfdruck ein- und ausfahren. Nach dem gleichen Prinzip, aber ohne Elektronik, dafür mit einem deutlich einfacheren Einbau, stellen statische Antennen für Dach oder Heck ihre Beliebtheit unter Beweis. Doch auch sie haben gewisse Nachteile. So wirkt sich schlechtes Wetter unmittelbar auf den Empfang aus. Ebenso anfällig zeigt sich die externe Anbringung im Blick auf Vandalismus: Nicht selten werden die Antennen abgebrochen oder gar gestohlen. Hier wiederum überzeugen die jederzeit einzufahrenden Antennen, indem sie mutwillige Beschädigungen unmöglich machen – allerdings im eingefahren Zustand auch den Radioempfang. Beide Arten von Außenantennen bieten dank ihrer externen Anbringung gerade in Innenstädten und bei den dort oftmals überlasteten Funknetzen ein probates Mittel gegen Störungen. Durch eine gezielte Höhenverstellung lässt sich bei elektrischen Modellen zusätzlich der Empfang jederzeit den Gegebenheiten eines stark beanspruchten Netzes anpassen.

Die passende technische Unterstützung optimiert den Empfang

Neben der Wahl des internen oder externen Antennentyps stellt die Unterstützung der jeweiligen Variante einen weiteren wichtigen Aspekt dar. Bei festmontierten Modellen ist der Einbau eines Antennenverstärkers ratsam. Vor allem dann, wenn Ihre Antenne bereits allen Vorgaben entspricht, Sie aber zum Beispiel das Angebot an Radiosendern erhöhen möchten - etwa durch Zugriff auf außerhalb der UKW-Frequenzen liegende Programme. Dafür eignet sich eine kleine Zusatzinstallation, die sich nicht zuletzt wegen ihrer relativ niedrigen Kosten lohnt. Montieren Sie den Verstärker an geeigneter Stelle im Innenbereich des Wagens, wegen der dort vorhandenen Anschlusskabel ist der Kofferraum zu empfehlen. Das sogenannte Massekabel dient der Stromversorgung der Antenne, und an dieser Stelle schalten Sie den Verstärker zwischen. Der Effekt ist ein kontinuierlicherer Empfang und eine deutliche Verbesserung der Klangqualität.

Was Sie bei Antennen im Auto Innenraum beachten sollten

Eindeutig abzuraten ist an dieser Stelle von einer häufig praktizierten provisorischen Lösung: Gemeint ist die vermeintlich preiswerte und zugleich praktische Klemm-Version einer Antenne. Im Inneren des Wagens angebracht, soll sie hervorragende Ergebnisse erzielen können. Von dieser Vorgehensweise ist jedoch abzuraten, denn die Empfangsschwankungen mit einer derartigen Konstruktion sind gewaltig. Ein unterbrechungsfreier Empfang stellt sich hier als nahezu unmöglich heraus. Das hat einen einfachen physikalischen Hintergrund: Das Auto ist in seiner Gesamtheit als Körper vollständig gegen Radiowellen aus der Umgebung abgeschirmt; in der Wissenschaft bezeichnet man ein solches Phänomen als „faradayschen Käfig“ – die Strahlung prallt ab beziehungsweise wird am Auto vorbeigelenkt. Dieser Umstand ist vielen Autofahrern vertraut, die schon einmal in einem Gewitter unterwegs waren und denen ihr Wagen als exzellenter Blitzableiter diente.

Wie Sie die Strahlungsablenkung umgehen können

Um das Prinzip der Strahlungsablenkung zu umgehen, aber dennoch aus Sicherheitsgründen oder Gründen der Ästhetik die Antenne im Innenraum platzieren zu können, ergibt sich bei einer nachträglichen Installation die Wahl zwischen zwei Methoden der Befestigung. In beiden Fällen empfiehlt sich eine Anbringung in unmittelbarer Nähe zum strahlendurchlässigen Glas. Befestigt werden sie dort entweder mit Saugknöpfen, was die Variabilität erhöht, oder in der stabileren Ausführung durch Ankleben. Als Anbringungsort mit Abstand am besten geeignet ist die Heckscheibe, doch auch hier ist darauf zu achten, dass das Sichtfeld nicht beeinträchtigt wird. Auch verhältnismäßig kleine nachträgliche Einbauten sind in der Lage, Irritationen etwa beim Rückwärtseinparken zu verursachen.

Allgemein fallen innen verbaute Antennen ein wenig leistungsschwächer aus als die außen installierte Modelle. Dieser Unterschied kann aber vernachlässigt werden, vor allem beim Einsatz eines Verstärkers. Ein weiterer Vorteil intern angebrachter Antennen: In Waschstraßen vermeiden Sie die Gefahr, die mitunter kostspielige Ausrüstung zu verlieren. Gleiches gilt bei Garageneinfahrten oder ähnlichen Hindernissen.

Externe Antennen

Dem gegenüber haben außen angebrachte Modelle den immensen Vorteil des direkten Kontakts mit den Radiowellen. Eine stabile Installation ist alternativlos; zwar sind mit Magnetfüßen ausgestattete Modelle technisch einwandfrei, sie bewähren sich aufgrund ihrer Instabilität aber nicht im Straßenverkehr. Trotz ihrer relativ kurzen Ausführung sollte man doch den aufkommenden Fahrtwind nicht unterschätzen. Der Einsatz auf Camping- oder Parkplätzen käme hingegen infrage. Bei einer solchen Außenantenne sollte Ihre Wahl auf eine mit der Karosserie mittels Gewinde verbundene Antenne fallen. Die Nachrüstung einer externen Antenne erfordert ein gewisses handwerkliches Geschick, das aber auch einen Laien nicht grundsätzlich überfordert. Detaillierte Handlungsanleitungen sind den meisten Artikeln beigegeben, ebenso eine Grundausstattung an benötigtem Zubehör wie Dichtungsringe, Muttern oder wahlweise Klebstoff. Grundsätzlich verläuft eine solche Montage in wenigen Schritten. Zuerst wird die Karosserie mit einem handelsüblichen Akkubohrer an der ausgewählten Stelle bearbeitet. Meist handelt es sich hierbei um den hinteren Dachbereich und einen Kotflügel – die Entscheidung für einen bestimmten Standort wirkt sich allerdings nicht auf die Qualität des Sendeempfangs aus. In das gebohrte Loch wird nun die Antenne eingeführt und befestigt. Das geschieht mithilfe eines Gewindes, in das die Antenne zum Abschluss eingeschraubt wird.

Auf eBay finden Sie eine breite Palette an Autoantennen für die Außen- oder Innenmontage, die versehen mit detaillierten Informationen eine reibungslose Montage ermöglichen.

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