Tauchheizung (12V=) für Tränken - Eigenkonstruktion

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    Während verschiedenste  Ausführungen von  Heizuntersätzen - beispielsweise für Kleintiertränken - angeboten werden (dankenswerter Weise auch zunehmend in Niedervoltbereichen !), ist die Auswahl an Tauchheizungen mit einer Betriebsspannung zwischen 12 bis 24 V eher unbefriedigend. Heizschläuche, welche mit Netzspannung betrieben werden, verhärten meist nach längerer Zeit, werden schließlich undicht und führen (im günstigsten Falle!) zur Auslösung des FI-Schalters. Als ich  kürzlich von einem diesbezüglichen Unfalle hörte, welcher sogar einem Tier das Leben gekostet haben soll, entschloss ich mich, meinen letzten mit 230V gespeisten Tauchheizer durch die hier beschriebene Konstruktion zu ersetzen:

Da der "Heizstab" auf dem  Grunde des 4 Liter fassenden Ziegen -Tränkebeckens plaziert werden soll, ist es von Vorteil, wenn er nicht zu leicht ist. Deshalb wurde von einer defekten Wasserarmatur  das Mittelstück des Auslaufs herausgeschnitten und anschließend in das dünnere Ende  ein Stückchen Kupferrohr  dicht eingelötet, wozu bleifreies Zinn Verwendung fand.  Eine zusammengerollte Heizfolie (12V/12W) wurde vom weiter geöffneten Ende her eingeschoben, wobei das Anschlusskabel aus dem Rohrstutzen hervortrat und schließlich mit SOUDAL gegen den Kupfermantel abgedichtet wurde. Das andere Ende bekam als Verschluss eine Gummikappe, wie sie zum Verschließen und Abdichten von größeren Flaschen Verwendung findet. Nach Erhärtung der Dichtmasse erfolgten der Anschluss an das Kabel des Steckernetzgerätes (12V/2A) und die Ummantelung dieser Zuleitung durch einen ausgedienten Metallbrauseschlauch, wobei die Übergänge mit einem selbstverschweißenden Isolierbande gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt (und optisch einigermaßen ansprechend gestaltet) wurden. Von der Verwendung (auch leistungsmäßig großzügig ausgelegter !) elektronischer Adapter, wie sie  beispielsweise in LED-Beleuchtungssystemen eingesetzt werden, ist abzuraten, da es mit der ohm´schen Last der Heizfolie Überhitzungsprobleme geben kann, welche den Netzadapter schnell zerstören.                                Außerhalb einer zu erwärmenden Flüssigkeit, also an der Luft bei einer Umgebungstemperatur von 15° C, erwärmt sich das Gerät an der Oberfläche auf ca.70,5° C (wodurch es natürlich bereits kurzfristig Schaden nehmen würde, da es ja für den Betrieb unter Wasser ausgelegt ist).
Die beschriebene Tauchheizung ist relativ einfach zu bauen, kostengünstig und elektrisch sicher ( - denn es liegt in der "erfindungsreichen" Natur des Ziegenvolkes, sein Pflegepersonal immer wieder aufs Neue zu überraschen !).

Bitte lesen Sie auch: "Sicherheitstränkenheizung (12 V=) - selbst konstruiert !"
Siehe ferner: "Vom Brauseschlauch zum Kabelschutz - ein Basteltipp!"
und: http://www.ebay.de/gds/Terrarienheizung-HEIssER-STEIN-Wohlbehagen-fuer-Gross-u-Klein-/10000000177706344 /g.html



 
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