Tastaturen sprechen viele Sprachen

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Ein Klick - und schon ist eine andere Sprache auf der Tastatur installiert. Schreiben kann nun aber zum Problem werden, wenn sich hinter Q, Z und Co. plötzlich andere Lettern befinden. Ein Einblick in länderspezifische Tastensysteme und wie fehlerfreies Tippen dennoch klappt.

 

Tastaturen sprechen viele SprachenDie klassische deutsche QWERTZ-Tastatur gab es schon auf alten Schreibmaschinen. (Copyright: Cherry)

 

 

QWERTZ und QWERTY – was heißt das?

Diese Bezeichnungen für Tastaturlayouts entstehen einfach aus den ersten sechs Tasten der oberen Buchstabenreihe. Auf einer deutschen Tastatur zum Beispiel sind dies "QWERTZ", auf einer englischen "QWERTY" und auf einer französischen "AZERTY". Die US-amerikanische QWERTY-Tastatur wird auch gerne als "internationale" Tastatur bezeichnet, obwohl sie längst nicht in allen Ländern verwendet wird – sogar die britische Tastenbelegung weicht bei vielen Zeichen von der US-Variante ab.

 

Die unterschiedliche Anordnung der Tasten soll bewirken, dass die am häufigsten verwendeten Buchstaben und Zeichen der jeweiligen Sprache möglichst leicht erreicht werden. Ob das aber wirklich gelungen ist, spielt fast keine Rolle mehr: Die meisten Geräte und Hersteller folgen schon seit Jahren diesen Standardwegen – somit ist eine Umkehr praktisch unmöglich.

 

 

Die "deutsche" QWERTZ-Tastatur

Die QWERTZ-Tastatur wird nicht nur im deutschen Sprachraum verwendet, sondern auch in einigen osteuropäischen Ländern mit lateinischer Schrift. Kritiker bemängeln sowohl an der QWERTZ- als auch der QWERTY-Tastatur, dass die am häufigsten verwendeten Buchstaben auf der linken Seite der Tastatur liegen – die linke Hand wird also beim Tippen stärker belastet. Die Vertauschung des "Y" mit dem "Z" hat immerhin für deutsche Anwender den Vorteil, dass die gerne in Kombination vorkommenden "T" und "Z" sowie "Z" und "U" dicht beieinander liegen.

 

 

Welche Taste druckt welches Zeichen?

Der Unterschied zwischen Tastaturlayout und Tastenbelegung wird deutlich, wenn Sie zum Beispiel mit einer deutschen QWERTZ-Tastatur in einer anderen Sprache schreiben möchten. Über die Systemsteuerung können Sie zwar problemlos weitere Sprachen für die Tastatur installieren, aber Sie wissen dann nicht, welches Zeichen sich hinter welcher deutschen Taste verbirgt. Englisch ist noch kein großes Problem – hier sind nur "Z" und "Y" vertauscht, und auch die Sonderzeichen sind anders belegt. Das ist relativ leicht zu merken. Wenn Sie aber eine Sprache mit völlig fremden Zeichen aktivieren, etwa Griechisch oder Chinesisch, ist es schwer zu ahnen, wo Sie das gewünschte Zeichen finden.

Tipp: Laden Sie sich im Web eine Abbildungen der fremden Tastaturbelegung herunter – damit können Sie sich einen "Spickzettel" ausdrucken.

 

 

Sprachverwirrung: Z ist plötzlich Y

Die meisten wissen es nicht: Die Tastenkombinationen SHIFT+ALT und ALT+SHIFT wechseln zwischen den installierten Tastatursprachen. Bei schnellem Tippen kann es gerne einmal passieren, dass Sie aus Versehen diese Kombination erwischen – und Sie schalten unbewusst auf Englisch um. Plötzlich erscheint ein "y" statt ein "z" oder ein "-" statt ein "ß". Jetzt wissen Sie, woran das liegt und wie Sie es beheben können: Einfach nochmals SHIFT+ALT drücken.

 

Tipp für Windows: Aktivieren Sie in der Systemsteuerung die Option "Sprachenleiste > Auf Taskleiste fixieren". Dadurch wird in der Taskleiste (rechts unten im Bildschirm) immer angezeigt, welche Tastaturbelegung aktiv ist: "DE" oder "EN".

 

 

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