Tastaturen brauchen Anschluss - aber wie?

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PS/2 ist veraltet, USB ist Standard für PCs und Funk bzw. Bluetooth sind beliebt fürs mobile Arbeiten. Welchen Anschluss brauchen Sie für die Computertastatur? Und warum schwören Gamer immer noch auf PS/2? Ein kleiner Überblick.

 

Tastaturen brauchen Anschluss - aber wie?Der Tastatur-Anschluss über USB ist schnell, einfach und unkompliziert. (Copyright: iStock/ Thinkstock)

 

 

Schnelltipper brauchen besondere Anschlussform

Den richtigen Anschluss zu finden, kann eine knifflige Entscheidung sein. Hintergrund ist eine "Reaktionszeit-Problem", das vor allem für schnelle Schreiber relevant ist und am einfachsten mit einer uralten Schreibmaschine erklärt wird: Wenn Sie zwei Tasten sehr schnell hintereinander oder gar fast gleichzeitig anschlagen, klemmen die beiden Typenhebel zusammen, bevor sie aufs Papier schlagen.

 

Bei elektronischen Maschinen wird's nicht unbedingt besser: Auch hier braucht es eine minimale Pause zwischen den Anschlägen, damit zwei Zeichen als getrennte Signale erkannt werden. Probieren Sie es einfach aus: Drücken Sie mit der flachen Hand auf die Computertastatur – es passiert nichts. Für Schnelltipper und Spieler kann eine schnelle Reaktionszeit der Tastatur ein entscheidendes Kaufargument sein.

 

PS/2: Veraltet oder doch besser?

PS/2 ist heute durch den USB-Anschluss fast vollständig verdrängt. Die meisten Anwender sind froh darüber: Eine USB-Tastatur kann einfach per Plug & Play eingesteckt werden, bei PS/2-Tastaturen ging das nicht. Für Spieler aber sind die alten "Bretter" immer noch interessant: Der PS/2-Anschluss kann schnellere Signale verarbeiten, das ist beim Spielen wichtig. Außerdem müssen sich alle USB-Geräte eine Bandbreite teilen – Drucker und externe Festplatten könnten also die USB-Tastatur ausbremsen. Deshalb haben Gamer oft in teure PS/2-Keyboards mit Spezialtasten investiert, damit sie in Spielen mehrere Tasten gleichzeitig drücken und so schnelle Reaktionen im Millisekundenbereich zeigen können. Wer aber nicht derart spezialisiert ist, kann die alte Technik getrost vergessen.

 

Beachten Sie: Die den Geräten beigelegten Adapter von PS/2 auf USB sind nur rein mechanische Anpassungen der Steckerform. Sie nützen nichts, wenn der USB-Anschluss am PC die PS/2-Signale der Tastatur nicht versteht. Wenn Sie also eine PS/2-Tastatur an einem neuen PC verwenden möchten, brauchen Sie einen "echten" elektronischen PS/2-USB-Umwandler – der ist etwas teurer.

 

 

USB: Die Standard-Tastatur

Der "Universal Serial Bus" (USB) ist der aktuell meist verwendete Anschluss, um ein Peripheriegerät mit dem Computer zu verbinden. Der Vorteil: USB-Geräte lassen sich im laufenden Betrieb einfach anschließen und sie werden automatisch erkannt. Einfacher geht es nicht. Falls Sie also keine speziellen Anforderungen an Ihre Tastatur haben – wie etwa professionelles Schnellschreiben oder Gaming – dann sind Sie damit bestens bedient. Ein Problem bekommen Sie nur, wenn Ihr Computer nicht genug USB-Steckdosen für alle Peripheriegeräte bereitstellt: Tastatur, Maus, Drucker, Scanner, externe Festplatte – da kann es schon mal eng werden. In diesem Fall können Sie auf eine PS/2 oder Bluetooth-Tastatur ausweichen, falls Ihr Rechner diese Möglichkeit bietet.

 

 

Bluetooth: König Blauzahn ganz modern

Das Logo mit den Runenzeichen steht seit 1999 für kabellose Datenübertragung. (Copyright: Bluetooth) Bluetooth ist eine Funktechnik zur Datenübertragung. Taufpate für den Namen ist der einstige dänische König Harald Blauzahn. Der Vorteil von Bluetooth: Mit dieser Technik lässt sich Ihre Tastatur ohne Kabel mit allen möglichen Geräten verbinden, egal ob Smartphone oder Tablet, PC oder TV. Das ist ideal für den universellen Einsatz: Eine Bluetooth-Tastatur können Sie zu Hause am PC einsetzen und dann einfach in den Koffer packen, wenn Sie mit dem Tablet auf Reisen gehen. Und Sie können eine Funk-Tastatur auch bequem auf dem Sofa nutzen, wenn Sie mit dem internetfähigen TV im Web surfen. Aber Achtung: Die Übertragungsgeschwindigkeit von Bluetooth ist langsamer als per Kabel – Turbotipper und Spieler könnten hier Nachteile haben.

 

 

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