Tasse für Tasse guter Kaffee

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Hallo!

Da es hier noch nicht so viele Berichte über Vollautomaten gibt dachte ich mir ich könnte meinen eigenen Bericht darüber hinzufügen.


Hier ist er also:

Seit zwei Jahren waren wir schon am überlegen, ob wir uns nicht einen sogenannten Kaffeevollautomaten kaufen sollen. Einerseits ist es sehr viel Geld das man hier investieren muß - andererseits schütte ich oft halbe Kannen Kaffee weg, weil er nicht mehr richtig heiss ist oder doch nicht benötigt wurde.

Bei uns schliesst nun ein bekanntes Geschäft in dem man alle technische Artikel bekommen kann die man braucht oder auch nicht. Mein Mann meinte daher - fahren wir mal hin und gucken wir mal! Ich weiß genau wie das endet wenn mein Mann gucken fährt - meist kauft er dann auch. Genau so auch dieses Mal!
Erst haben wir geguckt - verhandelt und dann auch gekauft. Und zwar dies:

"Saeco Incanto Digital SBS"

Hier nun mein Testbericht:

***Zuerst einige Daten***

Maße (Breite x Höhe x Tiefe) 265 x 360 x 400 mm
Gewicht 12 kg
Anschlußwerte Watt / Volt 1250 W / 230 V
Gehäuse Stahlblech/ABS-Kunststoff
Farbe silber
Netzkabellänge 1,2 m
Wassertank 1,8 l abnehmbar
Bohnenkaffeebehälter Inhalt 180 Gramm
Stellrad zur Einstellung des Mahlgrades
Stellrad zur Einstellung der Kaffeemenge

Diese Daten habe ich der Saeco-Homepage und meiner Bedienungsanleitung entnommen. Nur so als Info!


***Was bietet die Incanto Digital?***

Wie ihr oben auf der Abbildung schon sehen könnt, handelt es sich um einen sehr formschönen Kaffeeautomaten. Auf das Aussehen alleine kommt es allerdings nicht nur an. Wir wollten auch einen gut durchdachten Kaffeeautomaten.

All dies sollte möglich sein...
-Zubereitung von Espresso
-Zubereitung von Kaffee Tasse und Becher
-Zubereitung von Cappuccino
-Zubereitung von Latte Macchiato
-Zubereitung von Pulverkaffee
-Zubereitung von Tee

Schön, daß man so viel damit machen kann - aber vorher muß man einiges beachten!


***Schritt für Schritt zu leckerem Kaffee***

Bevor wir unsere erste Tasse Kaffee geniessen konnten mußten wir natürlich einige Vorbereitungen treffen.

Erst einmal den Bohnenbehälter mit Kaffeebohnen füllen. Dazu klappt man den Deckel hoch und nimmt den tranparenten Schutzdeckel ab. Kaffeebohnen rein und wieder gut verschliessen! Der Behälter fasse 180 Gramm Kaffeebohnen. Im Innern dieses Behälters befinden sich auch die beiden Stellrädchen zur Regulierung von Mahlgrad und Kaffeemenge. Beide sind vom Werk aus eingestellt. Der Mahlgrad auf 8. Die Kaffeemenge hab ich auf total plus eingestellt. Das ist aber eine Sache des Geschmacks. Mir war meine erste Tasse zu schwach und ich habe deshalb nachreguliert. Das muß man eben selbst testen.

Nun den Wassertank bis zur Markierung mit frischem Wasser füllen. Man kann den Wassertank dazu abnehmen - es geht aber auch mit einem Messbecher. Mir ist es zu umständlich den Wassertank immer abzunehmen. Es gehen 1,8 Liter hinein.

Nun natürlich den Stecker in die Steckdose stecken - sonst geht nix!

Nun muß man entlüften. Dazu nehmt ihr am besten die Bedienungsanleitung zur Hand. Die erklärt alles haargenau. Ich will Euch damit jetzt nicht langweilen. Es ist auf jeden Fall kinderleicht!

Okay - die Maschine ist entlüftet. Jetzt heizt sie auf und ist endlich betriebsbereit.

Nun heißt es Produkt wählen!

Ich habe mich für eine normale Tasse Kaffee entschieden. Tasse unter den Auslauf und Knopf drücken. Nun rattert das Mahlwerk. Nicht gerade leise aber noch akzeptabel. Was da im Innern der Maschine genau vorgeht kann ich natürlich nicht sagen, aber nach kurzer Zeit zeigt meine Digitalanzeige "Vorbrühen". Das bedeutet, daß das frisch gemahlene Kaffeepulver erst ein wenig angefeuchtet wird und erst kurz darauf das heisse Wasser durch läuft. Dadurch soll ein besseres Aroma erzielt werden.

Jetzt ist meine erste Tasse Kaffee also durchgelaufen. Auf der Oberfläche hat sich ein leckerer, cremiger Schaum gebildet. Crema nennt man das ja wohl. Ich schnuppere mal an meiner Tasse und es duftet herrlich kräftig nach frisch gebrühtem Kaffee.
Ich schlürfe mal ein wenig ab und stelle fest, daß die Trinktemperatur sehr angenehm ist. Der Kaffee ist heiss - aber nicht zu heiss.
Die Temperatur kann man übrigens im Menü einstellen. Man hat die Wahl zwischen minimum, tief, mittel, hoch und maximum. Ich habe maximum gewählt und bin mit dieser Temperatur sehr zufrieden.
Vom Geschmack her ist der Kaffee einfach herrlich. Er hat ein kräftiges Aroma und schmeckt kein bißchen bitter. Einen normalen Pulverkaffee kann ich nicht ohne Milch trinken. Bei diesem hier verzichte ich darauf - sie würde nur das volle Kaffeearoma zerstören das sich mir hier bietet.

Zwischenzeitlich habe ich auch schon einen Espresso und einen Kaffee lang (Bechertasse) ausprobiert. Die Kaffeemenge ist immer gleich - lediglich die Wassermenge wird reduziert oder vergrößert. Der Espresso ist besonders lecker - der Kaffee lang schmeckt mir persönlich nicht intensiv genug. Um eine große Tasse mit besonders gutem Aroma zu erhalten drücke ich einfach die Taste Kaffee zweimal.
Dadurch ist es auch möglich zwei Tassen Kaffee auf einmal zu machen. Man muß nur zwei kleine Tassen nebeneinander unter die Auslaufdüse stellen (siehe Foto).

Mit der Düse rechts kann man mittels Dampf Milch für Cappuccino oder Latte Macchiato aufschäumen oder einfach nur heisses Wasser zur Teezubereitung entnehmen. Zur Dampferzeugung muß man das Rad auf der rechten Seite der Maschine betätigen. Zur Heisswasserentnahme muß zuerst der Knopf mit dem Wassertropfen gedrückt werden.

Es würde zu weit führen dies alles genauer zu beschreiben. Man muß sich einfach bei Bedarf die Bedienungsanleitung zur Hand nehmen und danach vorgehen.


***Gibt es noch Extras?***

Ein tolles Extra ist die beheizbare Tassenablage. Hier kann man immer angewärmte Tassen entnehmen. Dadurch bleibt naürlich auch das eingefüllte Getränk länger heiss.

Über die Menü-Taste kann man eine Schaltuhr aktivieren. Damit kann man die Ein- und Ausschaltzeit der Maschine regeln und programmieren. Über das Menü werden auch Funktionen wie Wärmeplatte, Trinktemperatur, Vorbrühen, Vormahlen (Kaffeebohnen für die nächste Tasse werden schon vorgemahlen), Total Kaffee (zeigt die Anzahl der bereits entnommenen Tassen an), Standby (Energiesparmodus) und Spülen (automatische Spülung der vom Kaffeeauslauf betroffenen Zonen) ein und ausgeschaltet bzw. gesteuert.
Dies alles kann man Schritt für Schritt tun und auch am Display ablesen.

Das Display zeigt auch wenn der Wassertank aufgefüllt werden muß oder der Bohnenbehälter leer ist.

Ein abnehmbarer Kaffeeauslauf ist auch vorhanden. So kann man leichter hohe Bechertassen oder Latte Macchiato-Gläser unterstellen (siehe Bild).
Der Kaffeeauslauf ist ausserdem höhenverstellbar. Für Espressotassen oder normale Kaffeetassen kann man immer individuell die benötigte Höhe einstellen.

Ausserdem gibt es noch ein Fach für Pulverkaffee. Hier wird jeweils die Menge für eine Tasse (ein Messbecher voll) eingefüllt. Vorher muß man die Taste Pulverkaffee drücken.
Danach wird das normale Programm für eine Tasse Kaffee gestartet.

Das sind meiner Meinung nach die wichtigsten Extras.


***Und die Reinigung?***

Der Kaffeesatz wird automatisch in den Satzbehälter tranportiert (wie auch immer). Ist der Satzbehälter voll zeigt es eine entsprechende Meldung auf dem Display. Zur Leerung muß man das Tassengitter von der Maschine nehmen und die Vorderseite mittels eines kleinen Knopfes öffnen. Man kann die ganze Vorderseite dann nach vorne öffnen, die Wasserauffangschale mit dem Satzbehälter entnehmen und beides leeren (siehe Bild)Danach einfach wieder einsetzen, Türe schliessen und Tassengitter wieder einlegen. Total einfach also!

Bei jedem Einschalten der Maschine (auch aus dem Standby-Modus) wird die Maschine automatisch gespült. Das austretende Wasser läuft in die Auffangschale auf der sich das Tassengitter befindet.

Die Düse zum Milch aufschäumen muß nach jedem Gebrauch sofort gereinigt werden, damit sich keine Milchreste in der Düse festsetzen und sich keine Bakterien bilden können.

Ausserdem bietet die Saeco noch ein Entkalkungs- und Reinigungsprogramm. Man soll alle 3-4 Monate entkalken. Da ich die Maschine ja erst ein paar Tage benutze habe ich dieses Programm natürlich noch nicht gebraucht und kann deshalb nichts genaueres dazu sagen. Auch der Entkalkungsvorgang ist in der Gebrauchsanweisung genau beschrieben.

***Was hat das gute Stück nun gekostet?***

Tja - billig ist es nicht! Das Gerät hat ursprünglich 939 € gekostet.
Auf Rabatt-Nachfrage nannte uns die Verkäuferin einen Preis von 799 €. Letztendlich haben wir ihn nach harten Verhandlungen für 759 € bekommen.

***Mein Fazit***

Die letzen Tage war die Maschine natürlich relativ oft in Gebrauch. Wir wollten ja schliesslich alle Funktionen testen. Wir sind total begeistert von der Maschine und haben den Kauf nicht bereut.

Ich hoffe ich konnte Euch mit meinem Ratgeber weiterhelfen!

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