Taschenrechner – rechnen Sie mit dem Besten

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Der Taschenrechner ist inzwischen ein Mittvierziger, aber er bleibt nützlich und für manchen gar unverzichtbar. Hier erfahren Sie, welche Rechenmaschine Sie als Schüler, Kaufmann, Student, Wissenschaftler oder Privatrechner ins Auge fassen können. Unsere Auswahlliste beginnt mit einem simplen Haushaltsrechner und endet mit programmierbaren Rechnern mit grafischem Display und Tausenden von Funktionen.
 

Ein neuer Taschenrechner - worauf sollte ich achten?

Am wichtigsten ist es sich die Frage "Was werde ich damit tun?" zu beantworten. Denn es gibt Einsteiger, Generalisten, Spezialisten und  Mini PCs in der Vielzahl von Modellen auf dem Markt.

Haushalt und Freizeit: Zuverlässiges Addieren von Zahlenkolonnen und Grundrechenarten, dafür reicht ein sehr einfaches Modell, gerne mit großen Tasten und solider Mechanik, damit keine Eingaben verschluckt werden.
Schulunterricht: Ein wissenschaftlicher Rechner muss her. Was die Zulassung zum Unterricht angeht, sollten Sie sich am besten direkt bei der Schule informieren. Die Zulassung zu Prüfungen ist auf der Ebene der Bundesländer geregelt.
Berufliche Nutzung: Steuerberater, Banker, Kaufleute, Gastronomen, Schreiner, Statiker oder Elektriker - jeder Beruf bringt etwas andere Anforderungen an einen Taschenrechner mit sich.


Der Basisrechner - Casio HS-8 VER


Taschenrechnen wie in den 80ern. Währungsumrechnung im Urlaub, Flohmarkteinnahmen auszählen oder Haushaltsausgaben aufaddieren? Das macht der HS-8 VER gut und gern für Sie. Klein und doch mit relativ großen, weil wenigen, Tasten bestückt, ist er ein zuverlässiger Begleiter.
Stromausfälle sind schier unmöglich mit der Kombination aus Solarpanel und Batteriebetrieb. Die bescheidenen maximal 8 Ziffern im Display sind angenehm groß.

Der Klassiker - Casio FX-82

Der FX-82 war über 20 Jahre lang der klassische Einstieg in die Liga wissen-schaftlichen Taschenrechner und abermillionenfach im Schulbetrieb eingesetzt. In gleicher oder ähnlicher Form ist er für viele ein - manchmal guter - alter Schulfreund, wenn auch schon ein wenig in die Jahre gekommen.
Dafür wird er von vielen Nutzern auch wegen seiner guten Flugeigenschaften und großer Robustheit gepriesen.

Der aktuelle FX-82 Solar liegt federleicht in der Hand, weil er zu Gunsten eines Solarpanels auf Batterien verzichtet. Ein ökologischer Pluspunkt. Die Standardanforderungen in Schule und Haushalt, aber auch im kaufmännischen Gewerbe meistert der FX-82 Solar ohne Mucken. Das Display beschränkt sich auf eine Zeile.
In einem Hardcase im freundlichen Blau verrichtet der FX-82 SX seine Rechendienste als Schulrechner. Er verfügt über eine zweite Displayzeile und ergänzt Solarstrom mit Batteriestrom.


Natürliche Displayschönheit - Casio FX991

In der nächsten Geräteklasse gibt es mehr Speicherplätze, feste Funktionen, Konstanten und nicht zuletzt ein "natürliches Display", in dem sich Funktionen, Brüche, Formeln und Integrale flexibel darstellen lassen. Im Schul- und Universitätsbetrieb ist es sicher angenehm, wenn die Abbildungen in Lehrbüchern und Skripten mit den Abbildungen auf dem Rechnerdisplay zusammenpassen.

Der FX-991 von Casio hat richtig viel unter der Haube für relativ wenig Geld. Die Stromversorgung läuft über das Solarpanel und ist durch den Batteriebetrieb abgesichert. Einige Nutzer des FX-991 bemängeln die etwas zu träge Eingabe.


Top-Wissenschaftler Sharp EL-W506

 

Unter gut ausgestatteten Wissenschaftlern kann der EL-W506 von Sharp dem FX 991 von Casio durchaus Paroli bieten. Insbesondere für Intensiv-Nutzer erweist es sich als vorteilhaft, dass auch Eingaben in schneller Abfolge sicher erfasst werden. Die Verarbeitung wird ganz überwiegend als sehr gut beurteilt.

Fest gespeicherte Funktionen und Konstanten decken wie beim Casio-Modell eine Vielzahl von Anwendungsfällen ab.

 


Grafikrechner, CAS und Programmierung

 

Die Königsklasse unter den Taschenrechnern ist mit grafischem Display ausgestattet. Damit können nun auch Matrizen und Kurvenverläufe im Rahmen der Integral- und Differentialrechnung dargestellt werden. Das Kürzel CAS steht für Computer Algebra System. So lassen sich Algebra-Probleme direkt auf dem Display des Rechners eingeben und werden gelöst. Die Geräte verfügen teilweise über Schächte für Speicherkarten oder können über USB mit dem Rechner verbunden werden.

Letztlich sind hier komplett programmierbare Mini-PCs am Werk, nur eben spezialisiert auf mathematische Anwendungen. Die Bedienung dieser Rechner muss erlernt werden. Plug and play ist hier nicht mehr drin. Falls eine Prüfungszulassung von Bedeutung ist, sollten Sie sich in jedem Fall vorab informieren.


Seriöser Highender - Texas Instruments Nspire CAS

Nein, das ist kein medizinischer Tricorder aus Star Treck, sondern TI Nspire CAS. Er verfügt neben allen Merkmalen eines programmierbaren grafischen Taschenrechners mit CAS über weitere Besonderheiten. Zum Einen hat er eine zusätzliche alphabetische Tastatur zur bequemeren Eingabe von Variablen. Weiterhin weist er ein Touchpad bzw. Steuerkreuz.

Der Nspire lässt sich über den PC updaten. Die mitgelieferte Software erlaubt es, Programme am PC zu verfassen, um sie dann auf den Taschenrechner zu übertragen.


Funktionsweltmeister - HP 50G

 

Auch Hewlett Packard spielt in dieser Liga mit. Der HP 50G ist randvoll mit Funktionalität und ein echter Alleskönner in sämtlichen mathematischen Disziplinen. Das Display ist zweckmäßig wenn auch nicht übermäßig hoch aufgelöst. 10 Jahre auf dem Buckel hat auch dieses Modell schon. Das macht sich unter anderem im Batterieverbrauch bemerkbar. Alles in Allem ist er aber eine bewährte Alternative in seiner Klasse.


Und in bunt: Casio Class Pad II

 

Das Class Pad II von Casio ist unser letztes Gerät im Rechnerreigen. Es entspricht im Wettbewerb mit hochauflösenden Smartphone-Bildschirmen schon eher dem Stand der aktuellen Technik: Der bunte, ordentlich aufgelöste Touchscreen des Class Pad II kann Ergebnisse gleichzeitig mit kontextabhängigen Bedienelementen und Bildschirmtasten darstellen.

Die Benutzerführung lässt sich durch die Fähigkeiten des Bildschirms informativ darstellen und enorm vereinfachen. Der Touchscreen wird mit einem Stift bedient. Viele Routinen aus der Welt der PCs und Smartphones können auch für das Class Pad II übernommen werden. Das Gerät kann sich sukzessive selbst erklären.

Für einen Taschenrechner ist das Class Pad II eigentlich zu groß. Dafür erhält man den wohl "smartesten" und auffälligsten Rechner auf dem Markt.


Der Gerätevergleich - Casio gegen Casio

 

Casio HS-8 VER

Casio FX-82

Casio FX 991

Sharp EL-W 506

Typ

Haushaltsrechner

Wissenschaftlicher Taschenrechner

Wissenschaftlicher Taschenrechner

Wissenschaftlicher Taschenrechner

Display

Einzeilig - 8 Stellen

FX-82 Solar: einzeilig
FX-82 SX: zweizeilig

Natürliches Display zur getreuen Abbildung mathematischer Notationen

Vierzeiliges Display
96 x 32 Pixel

Energieversorgung

Solar & Batterie

FX-82 Solar: kein Batteriebetrieb

Solarbetrieb, gestützt von Batterie

Solarbetrieb, gestützt von Batterie

Funktionsumfang

Gering

Standard

Stark erweitert Funktionsumfang

Großer Funktionsumfang

 


Der Gerätevergleich - HP, TI Nspire CAS und Casio

 

HP 50 G

TI Nspire CAS

Casio Class Pad II

Typ

Programmierbarer, grafischer Rechner mit CAS

Programmierbarer, grafischer Rechner mit CAS

Programmierbarer, grafischer Rechner mit Farb-Touchscreen, CAS

Display

131 x 80 Pixel

320 x 240 Pixel

528 x 320 Pixel
Farbiger Touchscreen

Energieversorgung

Batterie/Akkupack

Batterie/Akkupack

Batterie/Akkupack

Funktionsumfang

Riesig programmierbar

Riesig programmierbar

Riesig programmierbar

Besonderheiten

Kompakt, über 2.000 vorinstallierte Funktionen

Alphabetische Tastatur, Touchpad/Steuerkreuz

Eingabe mit Stift
 


Die Alternative: Taschenrechner-Apps für das Smartphone

Für die gelegentliche Rechenaufgabe im Alltag dürfte der Basisrechner, der heute auf jedem Smartphone zuhause ist, völlig ausreichen. Im Übrigen lassen sich mit den entsprechenden Apps auch anspruchsvolle mathematische Exerzitien bewältigen.

Die App "7th Gear" ist für manche Anwender perfekt, da sie über eine Protokollfunktion verfügt, was bei komplexen Operationen die Fehlersuche stark erleichtert.

"PocketCAS" bringt dagegen eine immense Tiefe und Funktionsvielfalt auf den Bildschirm Ihres Smartphones oder Tablets.

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