Tapezieren und Tapetenkleben!

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Benötigte Werkzeuge: Eimer, Quast, langer Tisch oder Tapeziertisch, Lappen, Lappen die nicht abfärben dürfen zum abtupfen überquellenden Kleisters an der Tapete, Schere am besten Papierschere, Zollstock oder Bandmaß, Richtschnur, Bleistift,  Senkblei oder Wasserwaage, Winkel, Leiter am besten Trittleiter, Zange und Schraubendreher, Elektroschraubendreher, Mittelweiche Bürste, Falzbein oder Tapetenschiene, Hammer, Andruckwalze, Cuttermesser, Gips, Gipsbecher, Spachtel, Kleister und Kleistergerät, das wichtigste Tapeten  

Es gibt da heute verschiedene Mittel, die alte Tapeten erfrischen und schönen so das Sie in "Ehemaliger Schönheit erstrahlen" doch so richtig ist das dann meistens nicht, und die Frau will einen richtigen Tapetenwechsel. Da diese Arbeit nicht grade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört wird das Tapezieren auf unbestimmte Zeit verschoben. Meine  Unternehmenslustige Frau fängt dann einfach an, dann hilft nur eins schnell in eine alte Hose geschlüpft um Ihr zu Hilfe zu eilen. Meine Frau hat den Kleister schon angerührt und das Zimmer von diversen Schmuck- und Zierkram befreit. Die Möbel sind abgedeckt mit Laken, Decken und darüber die dünne Schutzfolie. Nun wird diskutiert über das Thema:

"Was machen wir mit der alten Tapete?" Da gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Sie ist noch soweit erhalten und haftet überall noch fest an der Wand, zeigt außerdem keine Feuchtigkeitstellen - dann darf sie drauf bleiben, und ich kann ratzfatz drüber Tapezieren. Allerdings empfiehlt es sich die Ansatzstellen mit Schmirgelpapier etwas abzuschleifen. Besser in jedem Falle, aber unbedingt erforderlich bei alten Tapeten, die nicht mehr in dem eben geschilderten guten Zustand sind, ist die Entfernung der ganzen Tapete.

"Alte Tapete entfernen, Wände vorbereiten" Soweit möglich werden die alten Tapeten trocken mit Hilfe des Spachtel abgezogen. Wo es nicht klappt überstreichen wir Sie mit warmen Wasser, oft mehrmals und lassen sie weichen. dann kann man sie gut abziehen oder mit dem Spachtel abkratzen. Die Putzschäden besser ich mit Moltofill oder andern Füllspachtel aus dem Baumarkt aus. Nimmt man Gips mischt man etwas Kleister unter damit er nicht zu schnell aushärtet. Nägel und Haken werden entfernt, und sicher aufgehoben.  Feuchte Stellen in der Wand müssen mit Isolierlack überstrichen werden.  Schließlich streicht oder klebt man die ganze Wand mit Makulatur. Etwas teurere Tapeten haben eine Makulaturschicht so das man sich diese Arbeit heute sparen kann. Das entsorgen der alten Tapete ist eine Streitfrage gehört sie zum Altpapier oder in den Hausmüll?  Dieser Frage nachgegangen weiß ich heute das sie in den Müll gehören! Jetzt kann mit dem Tapezieren begonnen werden.

Das erstemal tapezieren, Räume in Neubauten können erst nach richtiger austrocknung der Wände tapeziert werden. Verwenden sie beim ersten Tapezieren keine allzu teure Tapete; auch billige Sorten finden Sie mit schönen  Mustern. Achten sie auf ein Kalkbeständigen Kleister. Der Zustand der Wand entscheidet über unser weiteres vorgehen. Bei Kalkfarbanstrichen wird die Tapete einfach überklebt, Leimfarbenanstrich muß abgewaschen werden und Ölfarbenanstriche leicht angeschmirgelt werden. In jedem Fall sollten Sie hier die Wand mit Makulatur versehen.

Bedarf berechnen: Breite der Wände rundum messen, Fenster, Türen und Wandflächen darüber und darunter auslassen. Diese Zahl durch 1,5 teilen, bei 2,50 bis 2,75 Meter Raumhöhe ergibt das abgerundet die Anzahl der benötigten Rollen. Anfallende Reste werden für die Fenster und Türflächen genutzt.

Tapeten zuschneiden und sonstige Vorbereitungen. Die Höhe der zu tapezierenden Wand genau ausmessen beim übertragen auf die Tapetenrolle Muster zuschlagen plus zuzüglich 5 cm für oben und unten. Soll die Tapete nicht bis unmittelbar unter die Decke reichen, oder soll ein Streifen die Decke mit bedecken, so sollte man diese obere Begrenzungslinie genau markieren. Man verwendet dazu eine mit dunklem Farbpulver oder Kreide eingeriebene Schnur, spannt sie von beiden Seiten der Wand oder Decke in der genau ausgemessenen Höhe, hebt sie in der Mitte etwas an und läßt sie zurückschnellen. Die Linie ist grade und hebt sich gut ab. Bei einer Tapete ohne Muster oder mit einfachen senkrechten Streifen braucht man auf nichts zu achten. Sie werden zügig zugeschnitten und einfach aneinandergesetzt. Oft schwierig wird es bei einer Mustertapete, bei denen ja die Ansätze genau so sein sollen, das sich daß Muster auf der ganzen Wand fortsetzt.  Beachten sie das auf dem Tapetenrand aufgedruckte Zeichen genau. Sie schneiden eine Bahn auf die genaue Länge, die zweite Bahn hält man so daneben das sich das Muster richtig fortsetzt. Wenn man sich nun die zusammengehörigen Zeichen merkt und entsprechend zuschneidet kann nichts schiefgehen. Bei Fortsetzungmustern ist es immer so das Bahn 3 mit Bahn 1 und Bahn 4 mit Bahn 2 übereinstimmt u.s.w.. Die Tapetenstreifen gehören der Vergangenheit an, haben Sie welche müssen Sie diese abschneiden. Man fängt immer vom Fenster an, so entstehen keine Schattenlinien an den Klebekanten. Für die ersten Bahnen ist es nützlich eine senkrechte Hilfslinie an der Wand anzubringen. Diese Arbeit erledigen wir mit dem Senkblei oder der Wasserwaage, denn wenn die erste Tapete nicht genau senkrecht sitzt, kommen Sie aus den Schwierigkeiten nicht mehr heraus.

Das Kleben der Tapete, der angerührte Kleister wird nochmals kräftig durchgerührt und zu dem aufgebauten langen Tisch gestellt. Die erste Bahn wird aufgelegt und gleichmäßig überall auch die Ränder und Ecken eingekleistert. Der Kleister muß nun - je nah Stärke der Papiersorte der Tapete - mehr oder weniger lange einziehen.  Dazu schlägt man die beide Schmalkanten der Tapete so um, daß sie - Kleisterseite auf Kleisterseite - aneinanderstoßen. Tipp: Die obere Seite etwas größer einschlagen, so erkennen Sie immer gleich was nach oben gehört. Es passiert Ihnen nicht das Sie eine Bahn falschherum kleben was selbst bei Musterlosen Tapeten optisch sofort auffällt. So können wir sie zur Seite legen und die nächste Bahn vorbereiten. Achten sie auf ein gleichmäßiges ziehen der Bahnen. Achtung: Eventuelle Einwirkzeit des Herstellers beachten! Die erste Bahn wird an den oberen Ecken erfasst. Ich öffne nur den oberen Teil der immer kürzer eingeschlagen ist, so ist sicher das keine Bahn auf dem Kopf herrum angebracht wird. Nach vorsichtigen Besteigen der Leiter wird genau an die vorher markierte Linie waagerecht angelegt. Wenn man Pech hat und das nicht so passt zieht man vorsichtig wieder die Tapetenbahn von der Wand ab. Beim zweiten Anlauf klappt es meistens perfekt. Scheuen sie sich nicht vor dem dritten oder vierten abziehen denn die erste Bahn muß sitzen! Ist der obere Teil gut öffne ich den unteren Teil durch ziehen an den Ecken und klebe den unteren Teil, der nach gut ausgerichteten oberen Teil, meistens gleich perfekt an der Linie sitzt. Ist jetzt alles gelungen, dann streichen wir mit einer sauberen Bürste zunächst in der Mitte der Bahn von oben nach unten, dann von der Mitte her nach beiden Seiten. Auf diese Weise bringen wir die Luftblasen heraus. Wurde Kleister seitlich herausgedrückt wird er behutsam abgetupft, nicht abgerieben. Das untere Ende der Tapete wird mit einem Falzbein oder Tapezierschiene in Wand- und Fußleistenkante eingedrückt, nochmals hochgezogen und nun das überstehende Ende entlang der markierten Linie abgeschnitten, oder entlang der richtigen Linie auf der Schiene abgetrennt.. Die Fußleiste nicht antapezieren, da der Staub der sich gerne dort sammeln ohne Tapete schneller und sauberer entfernt werden kann. Beim aufbringen der zweiten Bahn muß man genau darauf achten das das Muster richtig anschließt. Kante muß vor Kante Passgenau liegen. Schwierigkeiten machen oft die Zimmerecken. Richten Sie es so ein das der um greifende Tapetenstreifen nicht breiter ist als höchstens 5 cm. Bei ungemusterten oder Streifenmuster kann man das immer erreichen, indem man die betreffende Bahn entsprechend schmaler schneidet. Mustertapeten muß man dann eben in zwei Bahnen aufteilen. Zum Schluss passt man noch Reststücke - natürlich im Muster genau anschießend - in die frei gebliebenen Stellen über den Türen und Fenstern. Abschlussleisten werden mitStahlstiften befestigt. Oder in ein vorher angebrachtes Leistensystem gepresst. Ein Tipp: die Verteilerdosen schneide ich gleich beim Tapete aufbringen ordentlich mit aus, so finden Sie jederzeit schnell die Verteilerdose. Wenn Ihr Elektriker an der Verteilerdose arbeiten muß beschädigt er nichts sondern nimmt den Klemmdeckel sauber ab. 

Nach dem Tapezieren entdeckt man dann noch Luftblasen unter den Tapetenbahnen, die wir doch so sorgfältig aufgeklebt hatten. Nun, warten Sie bis die Tapete getrocknet ist, dann sind auch die Blasen meistens verschwunden. Es ist nicht gut jetzt besonders stark zu heizen und so den Trocknungsvorgang beschleunigung zu wollen, da die übermäßige Wärme die feuchte Tapetenbahn mit einschrumpft. Normales Lüften und einfache Zimmertemperatur reichen aus und sind idealer. Vor dem Tapezieren müssen sie natürlich die Tapetenrollen kaufen. Ich habe es einfach für jedes Zimmer habe ich Notizen wieviel Tapetenrollen ich brauche, auch die Maße sind festgehalten. Berücksichtigen Sie das sie bei Mustertapete mehr verschnitt haben und eventuell eine Rolle mehr kaufen müssen. Eine Rolle ist 10,3 Meter lang und 0,53 Meter breit, achten Sie beim Kauf auf gleiche Fertigungs- Nummern auf den Rollen dann stimmen die Farben überein. Alle Reste hebe ich zunächst ordentlich gerollt in einen Folienbeutel auf, so kann ich bei Verschmutzungen oder Beschädigungen gut ausbessern.  

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Mit freundlichen Gruß quappe07           

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