Tapes sind im Leistungssport unverzichtbar: So wirken die Klebebänder

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Tapes sind im Leistungssport unverzichtbar: So wirken die Klebebänder

Leistungssport: Mit Tapes können Sie Verletzungen vorbeugen und Schmerzen behandeln

Viele Sportler schwören bereits auf Tapes, denn mit ihnen lassen sich viele Verletzungen bereits im Vorfeld vermeiden sowie im akuten Fall auch Schmerzen behandeln.
Wenn Sie selbst Leistungssport betreiben, dann können Tapes nützlich sein. Allerdings müssen Sie die richtige Technik beherrschen, damit das Klebeband seine volle Wirkung entfalten kann.
In diesem Einkaufsratgeber erfahren Sie nicht nur, wie Sie bei typischen Schmerzen vorgehen, sondern auch wie die Tapes geklebt werden sollten. Darüber hinaus erhalten Sie auch einige Informationen über Tapes im Allgemeinen und darüber, welche unterschiedlichen Varianten es zu erwerben gibt.

Definition: Was unter dem Begriff „Tape" in der Medizin und im Sport verstanden wird

Das Wort „Tape" stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie „Klebeband". Tapes werden gleichermaßen in der Medizin und auch im Sport angewendet. Allerdings werden sie hier meist ein wenig unterschiedlich eingesetzt. In der Medizin gilt ein Tape in aller Regel der Linderung von Schmerzen, nachdem es zu einer Verletzung kam. Im Sport hingegen werden die Tapes ab und an auch als vorbeugende Maßnahme eingesetzt, um Verletzungen zu verhindern, wenn der Sportler erste Anzeichen von Beschwerden hat.

Grundsätzlich handelt es sich bei einem Tape um eine unelastische Klebebinde, welche unterschiedliche Breiten aufweist. Dies ist wichtig, damit verschiedene Regionen am Körper mit der Klebebinde versehen werden können. Besonders in der Medizin werden Bandage-Tapes eingesetzt, um beispielsweise den Arm oder das Bein zu stabilisieren. Diese Fixierung ist von großer Bedeutung, damit zum Beispiel kein Muskel reißen kann, wie beispielsweise bei einem Muskelfaserriss. Damit ersetzt das Tape in der Medizin bei richtiger Anwendung auch einen Gips bei einer leichten Fraktur.

Beim Sport soll durch die Stabilisierung ebenfalls eine Möglichkeit geschaffen werden, den Muskel zu entlasten. Das wohl bekannteste Tape innerhalb des Leistungssports ist das kinesiologische Tape, welches oftmals einfach als Kinesio-Tape abgekürzt wird. Es handelt sich dabei um verschiedenfarbige Tapes, von denen nicht selten behauptet wird, dass die Farben unterschiedliche Wirkungsweisen hätten. Dies ist jedoch nicht wissenschaftlich belegt, weswegen vor allen Dingen auch Mediziner diesem Tape kritisch gegenüberstehen.

Kinesiologisches Tape: die Einsatzgebiete und die versprochene Wirkung im Leistungssport

Als Leistungssportler können Sie das kinesiologische Tape bei unterschiedlichen Verletzungen und Schmerzen einsetzen. Dazu zählen diverse Sportverletzungen, wie Prellungen oder Überlastungen. Aber auch bei Muskel- und Gelenkproblemen soll das kinesiologische Tape Wunder bewirken. Außerdem soll es Schmerzen lindern und Schwellungen, Ödeme sowie Hämatome behandeln. Es wird darüber hinaus auch bei einer Lymphtherapie eingesetzt und gilt als wichtiges Instrument bei der Prävention beziehungsweise der Prophylaxe im Leistungssport. Sporttape wird auch bei vielen Nicht-Sportlern immer beliebter, denn es soll nicht nur gegen Kopfschmerzen und Migräne-Attacken helfen, sondern wird auch immer häufiger bei Regelschmerzen eingesetzt.

Ganz gleich, für welchen Bereich Sie das Tape nutzen möchten, es ist wichtig, dass Sie es richtig anwenden. Da besonders Mediziner und Therapeuten vor falschen Anwendungen warnen, ist es unbedingt notwendig, vorher die Gebrauchsanweisung zu lesen und sich mit dem Fixieren des Tapes vertraut zu machen. Dies gilt für jegliche Arten von Tapes. Sollten Sie einmal unsicher sein, wie das Tape richtig angebracht wird oder sollte nach der Anwendung keine merkbare Verbesserung der Schmerzen festgestellt werden können, dann sollten Sie in jedem Fall einen Mediziner oder einen Therapeuten aufsuchen.

Die Anwendung des Tapes beim Leistungssport: So wird es richtig fixiert

Die richtige Anwendung des Tapes ist gerade im Leistungssport unverzichtbar, wenn es um die Wirkung geht. Viele Mediziner geben an, dass ohne die richtige Anwendung keine Wirkung erfolgen kann. In aller Regel können Sie sich durch das falsche Anbringen allerdings nicht schaden, sondern machen die Benutzung des Tape höchstens überflüssig.

Überprüfen Sie, dass Sie gegen den in den Tapes enthaltenen Klebstoff nicht allergisch sind. Dies können Sie an einer unauffälligen Stelle vorab testen. Sollte eine allergische Reaktion entstehen, ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen. Des Weiteren sollten Sie die Stelle, an der das Tape angebracht werden soll, rasieren, denn nur dann kann der Halt optimal erfolgen.

Tapes für die Füße

Wenn Sie mit dem Fuß umgeknickt sind, ist es ratsam – je nach Beinlänge – ein Tape in der Länge zwischen 40 und 50 Zentimetern abzuschneiden. Es gibt auch entsprechend vorgeschnittene Kinesio-Tapes, die Sie möglicherweise nutzen können. Beachten Sie bitte auch, dass das Tape niemals gewickelt, sondern lediglich stramm geklebt wird. Setzen Sie sich zunächst hin und kleben Sie das Tape-Ende unterhalb Ihres Fußes, etwa mittig des Quergewölbes, fest. Gehen Sie nun mit dem Rest des Tapes über die Fußsohle und anschließend über die Fußaußenkante. Es ist wichtig, dass Sie an dieser Stelle noch nicht kleben, sondern dass Sie das Tape ungefähr auf Knöchelhöhe einmal bis zur Mitte einschneiden. Ziehen Sie nun an dem Tape und fixieren Sie es stramm bis zum Fußknöchel. Die hintere Seite des Tapes, die Sie bis dahin eingeschnitten haben, kleben Sie nun auf die Rückseite des Außenknöchels fest. Dieser Vorgang ist wichtig, denn dadurch fixieren Sie den Knöchel, mit dem Sie zuvor beim Sport umgeknickt sind. Ziehen Sie anschließend das Tape wieder kräftig nach oben bis hin zum Unterschenkel und platzieren Sie es dort wieder klebend. Den Rest des Tapes ziehen Sie weiter hoch bis zur äußeren Seite der Kniemitte und kleben dort das letzte Stück des Tapes fest. Insgesamt sollten Sie das Tape nun fünf bis sieben Tage tragen, ein weiteres jedoch anschließend nur noch drei bis fünf Tage. Achten Sie beim Auftragen des Tapes unbedingt darauf, dass eine mögliche Schwellung des Knöchelgelenks erst abklingen muss, bevor Sie das Tape für Ihre Zwecke nutzen können.

Tapes für das Schultergelenk

Wenn Sie unter Schulterschmerzen leiden, dann nehmen Sie ein rund 50 Zentimeter langes Tape, welches Sie seitlich vorne am Hals befestigen. Orientieren Sie sich dabei am Muskelstrang, der zum Schlüsselbein verläuft. Nutzen Sie nun ein wenig Zug, um das Tape zu den Achseln zu bewegen und dort festzukleben. Ziehen Sie daraufhin etwas stärker am Tape und führen Sie es über Ihre Schulter bis zur Innenseite des Oberarms. Fixieren Sie das Tape nun auf der Höhe der Ellenbogen und lassen Sie es anschließend am Unterarm enden. Die Wirkung erstreckt sich bei den Schulterschmerzen über drei bis fünf Tage.

Sporttapes: Was Sie bei der Nutzung von Tapes sonst noch beachten sollten

Sie sollten Ihre Haut vorab nicht nur rasieren, sondern auch waschen, denn das Tape kann nur bei direktem Kontakt mit der Haut wirken. Anschließend ist es auch wichtig, dass Sie keine Bodylotion nutzen, da dies der Fixierung des Tapes behindert.

Tapes sind in unterschiedlichen Breiten erhältlich und können beliebig lang zurechtgeschnitten werden. Standardmäßig sind Kinesiologie-Tapes in den Maßen fünf Meter mal fünf Zentimeter bei eBay erhältlich. Um die optimale Breite sowie Länge zu finden, sollten Sie die Beschwerden und die Lokalisation genau einschätzen können. Da besonders die Länge von Person zu Person variiert, sollten Sie sich stets merken, dass das Tape-Ende immer an das Muskel-, beziehungsweise an das Gelenkteil geklebt wird, welches die Region, in der die Beschwerde auftritt, bewegt. Den Anfang des Tapes sollten Sie hingegen immer auf den Ursprung kleben, der den Schmerzbereich nicht bewegt. Messen Sie anschließend die genaue Länge ab und schneiden Sie sich das Tape dementsprechend zurecht. Wenn Sie ein Tape mit Zug aufkleben möchten, ziehen Sie von der gemessenen Länge noch einmal etwa ein Viertel ab und schneiden Sie auch nur die herauskommende Länge von der Taperolle ab. Als Faustregel gilt: Bei Schwellungen und an empfindlichen Stellen wird das Tape immer ohne Zug angebracht.

Farbtherapie mit Tapes?

Die farbenfrohen Tapes haben zwar keine nachweisliche Wirkung, jedoch spielen sie besonders in der Farbtherapie eine große Rolle. Sie können bei eBay Kinesio-Tapes für den Sport in mehr als 14 verschiedenen Farben erwerben – jede einzelne hat eine psychologische Bedeutung. So gilt Rot als Farbe für Wärme und soll letzten Endes aktivieren. Blau hingegen steht für Kälte und soll den Schmerz kühlend lindern, das gelbe Tape sorgt für Entspannung und das Grüne für Regenerierung. Sie können also entweder zu Ihrer Lieblingsfarbe greifen oder sich von den Farben inspirieren lassen.

Wenn Sie nach der Fixierung des Tapes bemerken, dass es einschnürt, stark an der Haut zieht oder Falten wirft, dann ist dies ein Zeichen für eine falsche Anwendung. Sollten Sie nach Tagen merken, dass der Schmerz nicht nachlässt oder sich durch das Tape gar verschlimmert, dann sollten Sie das Tape entfernen. Am besten gelingt dies in Richtung des Haarwuchses. Sie können es am schmerzfreiesten unter der Dusche Stück für Stück entfernen. Grundsätzlich gilt bei einem Tape, dass Sie es nach spätestens einer Woche entfernen sollten, denn nach dieser Zeit leiert das Tape aus und ist somit wirkungslos. Wenn Sie auch nach zehn bis zwölf Tagen noch unter Beschwerden leiden, dann ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.

Wann Tapes im Leistungssport angewendet werden und wann davon abgesehen werden sollte

Tapes werden häufig bei Marathonläufern eingesetzt, aber auch im Vereinssport, wie beim Hockey, für das es spezielle Hockey-Tapes zu erwerben gibt. Des Weiteren können die Tapes auch bei Schwimmern eingesetzt werden, da diese auch unter Wasser, ganz gleich, ob es sich dabei um Chlor- oder Salzwasser handelt, bestens funktionieren. Darüber hinaus tragen auch Boxer und Kampfsportler Tapes, die Klebebänder sind aber auch bei Radfahrern und Tänzern sehr beliebt.

Wenn Sie allerdings offene Wunden, Neurodermitis oder Ekzem haben, sollten Sie auf Tapes verzichten. Ebenfalls ist bei einer Thrombose oder einem Infekt, das mit Fieber einhergeht, von einem Tape unbedingt abzusehen. Informieren Sie sich deshalb unbedingt vorher bei einem Mediziner oder einem entsprechenden Therapeuten.

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