Tamron 2,8/17-50 Langzeit Erfahrungen; Dauertest

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Ich nutze das Tamron 2,8/17-50 schon seit August 2006. Zuerst an einer Canon EOS 20D und seit Oktober 2007 an einer 40D.

Dieses Objektiv interessierte mich , da es damals neben dem Sigma 2,8/18-50 das erste Standartzoom mit durchgehender Lichtstärke von 2,8 für das Canon EOS DSLR System mit Cropfaktor 1,6 war. Der Preis von 380 € für eine derart lichtstarke Optik, schien zudem mehr als gering zu sein.

Der erste Eindruck war nicht so schlecht. Trotz der Verwendung von Kunststoff (in Verbindung mit Metall) macht es einen durchweg wertigen Eindruck. Kaum Spiel oder der überaus billige Eindruck eines Canon 18-55. Zudem  ruckelt nichts, hakt beim Zoomen oder manuellen fokussieren. Natürlich erreicht es mechanisch nicht die Klasse einer L-Optik.

Die ersten AF Versuche liefen unter starkem Quitschen ab. Doch dieses Geräusch legte sich ziemlich bald. Es fokussiert sehr schnell, trotz fehlendem USM Motor. Nach meinem subjektiven Eindruck sogar noch ein bißchen direkter und schneller, da es nicht so "gebremst" und weich läuft wie eine Optik mit USM. Leider dreht sich der Fokussier-Ring im AF-Betrieb mit und ein direktes manuelles Eingreifen wie bei USM-Optiken ist auch nicht möglich. Die Frontlinse steht fest. Ideal für den Einsatz von Verlauf- und Polfiltern.

Als Standart-Zoom nutze ich es natürlich am häufigsten. Schon etwa 15 000 Aufnahmen wurden damit belichtet. Da ich natürlich noch andere Optiken besitze, wird auch oft und gern gewechselt. Nunmehr kann ich sagen, daß die Optik auch nach häufigem Gebrauch und dem Unglück (s.u.) überhaupt nicht ausgeluscht oder "lottrig" wirkt.

Im November 2006 passsierte mir der Alptraum eines jeden Fotografen: mir rutschte meine 20D mit aufgesetztem Tamron 17-50 aus der Hand und fiel aus Hüfthöhe auf den Asphalt; natürlich ohne Frontdeckel. Alles futsch dachte ich! Zu meinem großen Erstaunen trug das Objektiv nur vorne am Sonnenblenden-Bayonett einen unwesentlichen Maken davon und auch die EOS 20D wies nur einige minimale Schrammen auf. Technisch gesehen blieb der Unfall für Objektiv & Gehäuse ohne Folgen. Somit gibt es meiner Meinung nach an der Solidität der Optik und des Gehäuses nicht zu bemängeln.

Optisch ist das das Tamron 2,8/17-50 vom Feinsten. Hohe Auflösung, sehr gute Schärfe bis in die Ecken und das alles schon mit Blende 2,8. Keine sichtbaren Farbartefakte. Verzeichnung auf geringem Niveau. Lediglich bei 17 mm sichtbar, aber nur bei Objekten die der Linse sehr nahe stehen und gerade Linien aufweisen. In jedem Fall aber besser als das Canon 18-55, 17-85 oder 2,8/17-55.

Erwähneswert ist auch die sehr gute Nahgrenze mit 27cm über den ganzen Brennweitenbereich. Daneben kann die optisch Leistung  auch in diesem Bereich voll überzeugen. Bei gleichem Abbildungsmaßstab sind selbst die Makroobjektive Canon 2,8/100 oder das Zeiss 2,8/60 nicht besser.

Alles in allem ist das Tamron SP AF 17-50 F/2,8 XR DI II LD Asph. eine tolle Optik, die auch über einen längeren Zeitraum hinweg begeistern kann. Das hat mir erst letztens wieder eine Fachvergrößerung (50 x 70 cm) bewiesen, die Ausstellungsqualität besitzt. Und dabei war noch genug Reserve nach oben vorhanden.

Tolle Leistung zu einem mehr als vernünftigen Preis!

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