Synthetische Farbsteine – echt raffinierte Kopien der Natur

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Synthetische Farbsteine – echt raffinierte Kopien der Natur

Perfekte Kopien echter Edelsteine: Synthetische Farbsteine und Diamanten imitieren seltene Edelsteine aus der Natur. Besonders Modeschmuck wird heute immer häufiger mit synthetischen Schmucksteinen besetzt, die auf den ersten Blick nicht von echten Diamanten zu unterscheiden sind. Für Schmuckliebhaber bieten die modernen Herstellungsverfahren für synthetische Edelsteine zahlreiche Vorteile: Künstlich erzeugte Diamanten sind deutlich preisgünstiger als echte Edelsteine und entsprechen auch optisch dem Aussehen eines natürlichen Edelsteins. Dabei zeichnen sich synthetische Farbsteine durch die gleichen chemischen und physikalischen Eigenschaften aus wie ein echte Edelsteine. Die Materialhärte eines hochwertigen synthetischen Steins entspricht ebenso einem echten Edelstein wie sein Gewicht. Mithilfe eines klassischen Diamant-Schliffs brechen synthetische Farbsteine das Licht ebenso raffiniert wie ein echter Diamant im typischen Facettenschliff. Neben Diamanten sind heute auch verblüffend naturgetreue synthetische Versionen exklusiver Edelsteine wie Rubine, Saphire und Smaragde erhältlich. Zu den meistverwendeten Schmucksteinen für preisgünstigen Modeschmuck gehört der Zirkonia als synthetische Variante des natürlichen Zirkons. Erfahren Sie jetzt mehr über die Herstellungsverfahren synthetischer Edelsteine und lesen Sie Wissenswertes über die beliebtesten synthetischen Farbsteine und Diamanten.

Entwicklung synthetischer Edelsteine: So entstehen synthetische Diamanten und Farbsteine

Echte Edelsteine entstehen tief im Inneren der Erde und sind in ausgezeichneter Qualität äußerst selten zu finden. Nur ein geringer Teil der geförderten Steine erreicht dabei tatsächlich die Qualität von Edelsteinen. Bereits in den 1950er Jahren wurden daher spezielle Verfahren entwickelt, die erstmals eine Herstellung synthetischer Edelsteine im Labor möglich gemacht haben. Da sich die natürlichen Vorkommen tendenziell verknappen und die weltweite Nachfrage nach kostbaren Schmucksteinen steigt, befindet sich die Produktion synthetischer Edelsteine heute wieder im Aufwind. Diese synthetischen Steine können teilweise auch von Fachleuten nur durch umfangreiche Untersuchungen als Steine synthetischer Herkunft identifiziert werden. Mit seinen chemischen und physikalischen Eigenschaften unterscheidet sich ein hochwertiger Diamant oder Rubin aus dem Labor tatsächlich nicht vom natürlichen Edelstein. Oft ist es gerade die Perfektion der synthetischen Steine, die sie schlussendlich als solche identifizieren. Natürliche Edelsteine haben häufig kleine Einschlüsse und Unregelmäßigkeiten, die sie vom perfekten synthetischen Gegenstück unterscheiden. Neben Diamanten werden heute überwiegend hochpreisige Edelsteine wie Opale, Rubine und Smaragde synthetisch hergestellt. Synthetische Edelsteine und Farbsteine werden im seriösen Fachhandel ausschließlich als solche verkauft, sodass eine Verwechslung mit echten Edelsteinen ausgeschlossen sind.

Herstellungsverfahren synthetischer Diamanten

Der erste synthetische Diamant wurde 1953 präsentiert. Das speziell entwickelte Hochdruck-Temperatur-Verfahren HPHT ermöglicht seit 1955 eine synthetische Herstellung von Diamanten. Dabei wird Grafit bei hohem Druck und einer Temperatur von 1.500 Grad hydraulisch gepresst. Spezielle Umweltbedingungen wie ein hoher Druck zwischen den einzelnen Gesteinsschichten und erhöhte Temperaturbereiche sind auch in der Natur für die Entstehung von Diamanten verantwortlich. Wie echte Diamanten bestehen auch synthetisch erzeugte Diamanten aus Kohlenstoff. Eine synthetische Erzeugung von Diamanten ist auch auf Basis von Bornitrid möglich. Als weitere Verfahren zur Herstellung synthetischer Diamanten haben sich die Detonationssynthese und die Schockwellensynthese etabliert. Auch hier erfolgt eine Umwandlung von Kohlenstoff in einen Diamanten. Als alternative Verfahren werden außerdem die chemische Gasphasenabscheidung und die Plasmabeschichtung zur Herstellung synthetischer Edelsteine genutzt. Dabei erfolgt ein Überzug von Stoffen wie Substraten mit einer Schicht, deren Eigenschaften einem Diamanten ähnlich ist.

Herstellungsverfahren für synthetische Rubine, Saphire und Smaragde

Zu den bekanntesten Herstellungsverfahren synthetischer Edelsteine gehört das Verneuil-Verfahren (Flammenschmelzverfahren), das bis heute für die Rubinproduktion genutzt wird. Bereits 1902 gelang es dem französischen Chemiker Verneuil mithilfe seines selbst entwickelten Verfahrens, einen Rubin synthetisch herzustellen. Bei diesem Prozess entsteht aus einem pulverförmigen Ausgangsmaterial ein birnenförmiger Kristall. Auch der mit dem Rubin verwandte Saphir wird seit etwa einhundert Jahren synthetisch hergestellt, und als transparenter Stein oft als Ersatz für Diamanten verwendet. Im Jahr 1935 wurde schließlich der erste synthetisch hergestellte Smaragd als Synthese des berühmten grünen Edelsteins präsentiert.

Beliebter Schmuckstein mit diamantener Optik: der preisgünstige Zirkonia

Der beliebte Schmuckstein Zirkonia ist eine synthetische Nachbau des Minerals Zirkon. Der Zirkonia wird überwiegend als preisgünstige Alternative für Diamanten in der Schmuckherstellung verwendet. Zirkonias sind künstliche Einkristalle, die unter Hochtemperatur stabilisiert werden. Handelsübliche Zirkonia-Steine zeichnen sich durch eine Mohshärte von 8 aus, womit ihre Materialhärte mit der von echten Edelsteinen, wie dem Topas, vergleichbar ist. Die künstlich aus Zirconiumoxid erzeugten Schmucksteine lassen sich preisgünstig herstellen und kosten nur einen Bruchteil echter Diamanten. Tatsächlich lassen sich hochwertige Zirkonia-Steine manchmal selbst von Experten nur durch spezielle Messverfahren von echten Diamanten unterscheiden. Zu den wesentlichen Unterschieden zwischen Diamanten und Zirkonias gehört die Wärmeleitfähigkeit: Zirkonias sind im Gegensatz zu echten Diamanten kaum wärmeleitend. Auch die Brechung des Lichts unterscheidet sich beim Zirkonia von einem echten Diamanten. Heute werden Zirkonia-Steine für einen Großteil der Schmuckstücke im mittleren bis günstigen Preissegment verwendet und bieten dabei ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ihre Optik erinnert besonders mit dem berühmten Brillantschliff an echte Diamanten. Zirkonia-Steine werden in nahezu allen Farben angeboten und sind auch als Lots erhältlich.

Qualität synthetischer Farbsteine: Worauf sollte man beim Kauf achten?

Für die Auswahl synthetischer Farbsteine gilt grundsätzlich: Ihre Qualität ist mit der eines natürlichen Edelsteins vergleichbar. So zeichnen sich künstlich hergestellte Edelsteine durch eine vergleichbare Härte und Brillanz aus. Da synthetisch erzeugte Edelsteine keine Einschlüsse bilden, übertreffen sie mit ihrer lupenreinen Qualität sogar einen Großteil der natürlichen Edelsteine. Lupenreine Diamanten in entsprechender Größe kommen in der Natur tatsächlich nur sehr selten vor. Aus diesem Grund werden die seltenen Edelsteine auch zu hohen Preisen gehandelt. Synthetische Edelsteine sind deutlich preisgünstiger als echte Steine und haben in den letzten Jahrzehnten große Qualitätssprünge hingelegt. Oft rätseln heute sogar Fachleute, ob es sich um einen Edelstein natürlichen oder synthetischen Ursprungs handelt. Auch preisgünstige Schmucksteine wie Zirkonias ähneln echten Edelsteinen verblüffend. Dabei trägt im Wesentlichen der Schliff zur funkelnden Brillanz synthetischer Farbsteine bei.

Schliffformen von synthetischen Edelsteinen

Wie die unscheinbaren echten Edelsteine erhalten auch synthetische Farbsteine ihre Brillanz erst mit dem Schliff. Für die Perfektion des Schliffs steht beispielhaft der Brillantschliff: Diamanten spiegeln das Licht mit jeder Facette und reflektieren es wiederum nach oben in Richtung ihres Betrachters. So entsteht das charakteristische Funkeln von Diamanten und synthetischen Farbsteinen. Zu den meistverwendeten Schliffformen für Steine natürlichen und synthetischen Ursprungs gehört der Facettenschliff, der bereits im 15. Jahrhundert entwickelt wurde und sich aus einer Vielzahl polierter Einzelflächen zusammensetzt. Weitere meistverwendete Schliffformen sind folgende:

- Brillantschliff

- Rosenschliff

- Ovalschliff

- Pendeloque

- Treppenschliff

- Smaragdschliff

- Scherenschliff

Insbesondere für preisgünstige Schmucksteine entscheidet man sich auch häufig für den sogenannten Glattschliff. Hierbei wird eine kantenlose Oberfläche erzeugt, welche die Struktur von undurchsichtigen Schmucksteinen und Steinen mit geringer Transparenz ideal zur Geltung bringt. Zu den bekanntesten Glattschliffen gehören der Cabochon und der Kugelschliff.

Zertifikate für synthetische Farbsteine

Echte Diamanten werden immer mit Zertifikaten verkauft und auch hochwertige synthetische Steine sind mit einer Expertise erhältlich. Diese enthält Angaben zu den wesentlichen Eigenschaften des Schmucksteins wie Farbe, Größe und Gewicht. Neben Diamant-Zertifikaten existieren renommierte Edelstein-Zertifikate von Anbietern wie dem Gemologial Institute of America (GIA). Diese Edelstein-Zertifikate sind als Dokumente mit Angaben zu den Eigenschaften des Steins und als komplette Analysen erhältlich.

Eigenschaften synthetischer Edel- und Schmucksteine

Die Bewertung von Edelsteinen erfolgt auf Basis der vier C`s, die auch als Auswahlkriterien beim Kauf hochwertiger synthetischer Farbsteine ausschlaggebend sind. Dabei stehen die vier C`s für die Edelsteinmerkmale Gewicht, Farbe, Reinheit und Schliff:

- Carat (Karat)

Karat ist die Gewichtseinheit von Edelsteinen mit 0,2 Gramm. In Deutschland wird die Maßeinheit überwiegend mit dem Zeichen kt. abgekürzt.

- Clarity (Reinheit)

Hier gilt grundsätzlich: Lupenreine Qualitäten erzielen weitaus höhere Preise als Edelsteine mit kleinen Einschlüssen. Synthetische Farbsteine unterliegen jedoch keinem natürlichen Entstehungsprozess, bei dem sich kleine Fremdkörper wie Mineralien in den Steinen einlagern können.

- Color (Farbe)

Auf Basis des hochfeinen, glasklaren Diamanten werden Edelsteine in verschiedene Farbstufen eingeteilt. Bei synthetischen Steinen erfolgt in den meisten Fällen eine Farbangabe wie „Rubinrot“ für einen synthetischen Rubin.

- Cut (Schliff)

Auch der Schliff stellt ein Qualitätsmerkmal von Edelsteinen dar. Zu den meistverwendeten Schliffformen gehört dabei der Brillantschliff, der überwiegend zur Veredlung von Diamanten verwendet wird. Synthetische Steine werden ebenfalls mit einem professionellen Schliff angeboten und erreichen mit einem raffinierten Schliff fast die Brillanz exklusiver Diamanten. Auch ein schlichter Cabochon-Schliff verleiht Steinen eine einzigartige Haptik und unterstreicht magische Lichtspiele wie die des Katzenauges.

Nicht nur ihr günstiger Preis spricht für synthetische Edelsteine

Synthetische Steine stellen eine preisbewusste Alternative zu echten Edelsteinen dar. Aber nicht nur ihr deutlich günstigerer Preis macht synthetische Edelsteine attraktiv: Selbst einfache Schmucksteine wie der beliebte Zirkonia begeistern Sammler und Schmuckfans mit ihrer ausgezeichneten Brillanz und einer großen Auswahl in allen Farben und Größen. Preisgünstige Schmucksteine machen Modeschmuck im Stil exklusiver Fine Jewelry erst möglich und haben dafür gesorgt, dass eleganter Schmuck heute in allen Preisklassen erhältlich ist. Sie werden verblüfft sein: Synthetische Farbsteine wirken fast wie echte Diamanten und lassen sich als Schmucksteine vielseitig kombinieren. Der Erwerb exklusiver Edelsteine wie hochkarätiger Diamanten oder Fancy Diamonds in bunten Farben ist tatsächlich nur wenigen Käufern möglich, was nicht nur darin begründet liegt, dass die Steine heute zunehmend als Kapitalanlagen zu sehr hohen Preisen gehandelt werden. Edelsteine in lupenreiner Qualität mit einer entsprechenden Größe kommen in der Natur sehr selten vor, sodass synthetische Schmucksteine die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage ideal schließen. Eine große Auswahl synthetischer Farbsteine entdecken Sie bei eBay, um sich Ihren Traum vom funkelnden Schmuckstein zu erfüllen.

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