Swimming Pool selbstgebaut - Anleitung für Einbaubecken

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Wenn es eine eigene Form sein soll, dann stoßen Fertig-Lösungen oft an ihre Grenzen. Gerade, wenn der Platz begrenzt ist, oder Sie eine bestimmte Form realisieren möchten, kommen Sie nicht drumherum, einen Pool zu mauern und in Eigenregie fertigzustellen.

Dieser Ratgeber zeigt Schritt für Schritt, wie es geht. Dies ist das fertige Endprodukt.



Vorbemerkung:

Dieser Ratgeber setzt voraus, dass Arbeiten mit Beton sowie Maurerarbeiten keine Fremdworte sind. Wer das noch nie gemacht hat, sollte sich auf jeden Fall im Freundes- und Bekanntenkreis umhören oder einen Fachmann zu Rate ziehen.

Da sich der Bedarf an Beton sowie weiteren Baustoffen immer nach den Vorstellungen des fertigen Pools richten, gehen wir darauf nicht weiter ein. Unsere Stückliste:
  • 2 Skimmer
  • Bodenablauf
  • Bodensaugeranschluss
  • Wanddurchlass
  • 2 Einlaufdüsen
  • 300 Watt Strahler mit Trafo und Anschlüssen
  • Silikon-Kit
  • 6 Kugelventile
  • verschiedene T-Stücke, Winkelstücke etc.
  • Schutzvlies
  • 75/100er Folie
  • Befestigungsschienen für die Folie
  • Anti-Schimmel Mittel
Hier der prinzipielle Aufbau:



    
Als erstes gießt man die Bodenplatte. 20 cm Stärke mit einer handelsüblichen Stahlmatte sind ein guter Richtwert. Dabei muss man unbedingt den Bodenablauf integrieren.

Da man später auf die Bodenplatte noch eine Isolierschicht aufbringt (5 cm sind ein üblicher Wert), muss der Bodenablauf um dieses Maß herausragen. Wenn man eine selbstansaugende Pumpe verwendet, kann bei dem Ablaufrohr auf Gefälle verzichtet werden.

Anschliessend mauert man die Seitenwände. Dabei müssen die Einbauteile mit berücksichtig werden. Wichtig ist, dass man die Mauern exakt rechtwiklig setzt. Durch das Messen und vergleichen der Diagonalen kann man das sicherstellen. Das ist deswegen wichtig, weil die Folie sonst nicht sauber paßt und mühsam nachbearbeitet werden müsste.



Anschließend trägt man auf den Boden eine ebene, 5 cm starke Isolierschicht auf. Nun passt auch der Bodenablauf.
Nachdem die Mauern stehen, werden diese verputzt. Auf den Putz wird anschliessend das Vlies aufgeklebt. Kleben Sie das Vlies nicht überlappend, sondern auf Stoß (wie beim Tapezieren).


Da die Wände immernoch viel Feuchtigkeit enthalten, ist es ratsam, das Vlies mit Anti-Schimmel Mittel zu behandeln. Da die Folie später nicht mehr viel ausgleichen kann, ist jetzt eine sorgfältige Verarbeitung nötig. Es ist eine gute Idee, das aufgeklebte Vlies mit einem Staubsauger abzusaugen. Nun müssen die genauen Maße des Bodens und der Mauern genommen werden, damit die Folie gefertigt werden kann.   
Damit die Folie sauber befestigt werden kann, werden Befestigungsschienen auf den Mauern abgebracht.



Sowie Sie mit Arbeiten an der Folie beginnen, sollten Sie ohne Schuhe arbeiten. Barfuß oder auf Socken ist das Risiko, dass man die Folie versehentlich beschädigt weit geringer. Die Folie wird oben in der Schiene eingehängt und glatt nach unten verlegt.

Mit einem Staubsauger kann man die Luft zwischen Vlies und Folie absaugen, damit die Folie wirklich glatt und faltenfrei anliegt. Danach wird der Bodenablauf ausgeschnitten und mit dem Silikon-Kit abgedichtet. Da die Folie je nach Größe schnell sehr unhandlich wird, sollte man das auf jeden Fall mindestens zu zweit durchführen.


Wenn man ca. 2 cm Wasser in das Becken einfüllt, lassen sich etwaige noch vorhandene Falten glattschieben. Anschliessend befüllt man das Becken mit Wasser. Immer, wenn man knapp unterhalb eines Einbauteils (wie Scheinwerfer oder Gegenstromanlage) angelangt, schneidet man die Öffnungen aus und dichtet die Bauteile mit dem Silikon Kit ab.


Wenn man den endgültigen Wasserstand erreicht hat, wird die Pool Technik installiert und man beginnt mit dem Filtern. Sollten Sie einen Sandfilter einsetzen (was die meisten Leute tun werden), muss man vorher gründlich rückgespült haben!

Zum Schluss wird der pH- Wert gemessen und auf einen Wert zwischen 7,0 und 7,5 eingestellt. Wenn man pH+ oder pH- einsetzt, muss man 4 Stunden filtrieren und dann erneut messen. Zum Schluss wird die Entkeimung in Gang gebracht. Es gibt heutzutage viele Alternativen zu Chlor - gerade wenn man kleine Kinder hat, ist Desinfektion mit UV oder Sauerstoff eine Überlegung wert.

Viel Spaß!
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