Subwoofer und der richtige Einsatz im Auto

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Auch bei Subwoofern gilt grundsätzlich : "Jeder Lautsprecher klingt nur so gut, wie er eingebaut ist " ! Außerdem läßt sich bemerken, daß beim Hörempfinden jedes Menschen die Musik zu 70% aus Bass besteht. Bass ist also der wichtigste Bestandteil einer Hifi-Anlage. Man kann also selbst durch Nachrüsten eines Subwoofers die Originalanlage eines Fahrzeuges merklich aufbessern. Nun gibt es verschiedene Wege dies zu realisieren. Bedeutend ist hierbei, daß jeder Subwoofer ein Gehäuse benötigt - soll heißen ein definiertes Volumen, auf das er spielt. Aus den ersten Tagen des Car-Hifi`s ist die Variante des "Freeair - Subwoofers" bekannt.

Dies sind Lautsprecher, die von ihren Parametern her so konstruiert sind, auf ein großes Volumen zu spielen. Gedacht ist dies für den Einbau in die Heckablage oder an der Rücksitzbank. Das Problem bei Freeaireinbauten besteht nur darin, daß jeder Kofferraum unterschiedlich groß und niemals völlig dicht ist. Man weiß also vor dem Einbau nie genau, wie es dann später klingen wird. Außerdem kann man durch die Undichtheit des Kofferraums den Subwoofer nicht allzuhoch belasten, da er kein richtiges "Luftpolster" hat, gegen das er drücken kann. Daduch "schlägt" sich der Lautsprecher relativ schnell aus, wird dadurch immer "weicher", klingt dann nicht mehr und geht schließlich kaputt. So hielten dann Gehäuse für Subwoofer in der Szene Einzug. Die ersten waren die sogenannten "Rollen" oder auch "Tuben".

Solche Teile bekommt man auch heute noch zu relativ niedrigen Preisen zu kaufen. Der Nachteil einer solchen Gehäuseform ( runder Zylinder ) ist die sichere Unterbringung im Auto, da diese Rolle ständig "wegrollt". Zwar sind meist im Lieferumfang zwei Riemen enthalten, mit denen man die Rolle festschnallen soll. Daß dies jedoch nicht die "feine englische Art" ist, liegt selbstverständlich auf der Hand. Solche Rollen sind eben für die Industrie in der Herstellung sehr preiswert, da sie nur aus gepreßter Pappe bestehen ( man kann sich dies wie eine überdimensionale Teppichrolle vorstellen ). Also hielten die heute gebräuchlichen "Kisten" Einzug. Damit ist es nun auch möglich, andere Prinzipien von Gehäusen herzustellen. Neben den gebräuchlichen geschlossenen und ventilierten ( Bassreflex) Varianten gibt es z.B. das Bandpass-, Cupound-, Push/Pull- und das Hornprinzip. 

Die einzelnen Varianten unterscheiden sich in der Aufwendigkeit ihrer Konstruktion und in ihrem Klangcharakter. Kurz beschrieben: eine geschlossene Kiste klingt trocken und hart, eine Bassreflexkiste klingt mittelmäßig tief bei gutem Schalldruck und eine Bandpasskiste ist weniger laut aber abgrundtief vom Frequenzgang her. Man bekommt solche Kisten meist mit einem Subwoofer fertig bestückt zu kaufen. Wenn man jedoch etwas handwerkliches Geschick besitzt, oder einen Tischler kennt, kann man eine passende Kiste zum jeweiligen Wunschsubwoofer selbst bauen. Kompliziert ist hierbei nur die Berechnung des Volumens für die Kiste. Diese ist bei Weitem nicht einfach, muß jedoch 100% ig stimmen, sonst war Alles umsonst, denn die Kiste klingt dann einfach nicht.

Zum Berechnen sind nur die sogenannten "Thiele-Small-Parameter" eines Subwoofers nötig. Dies sind folgende drei Werte : Vas : Äquivalentvolumen, Qts : elektrische Güte, fg : Grenzfrequenz . Diese Werte bekommen Sie bei Markensubwoofern mitgeliefert. Ohne diese Daten ist eine Kistenberechnung unmöglich. Im Internet gibt es viele Freewareprogramme zur Lautsprechergehäuse-Berechnung als Download. 
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