Subwoofer - satte Bässe für Ihr Auto

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Einkaufsratgeber für Subwoofer

Ein Subwoofer ergänzt ein vorhandenes Soundsystem im Auto ideal. Die Bezeichnung setzt sich aus "Sub" und "Woofer" zusammen. Das Besondere an diesem Lautsprecher ist, dass er auf die tiefen Töne – also die Bässe – spezialisiert ist. Das zeigt sich auch an dem Wort "Sub", das englisch für "unter" steht. Der Vorteil: Es können auch untere Frequenzen von 30 Hertz abgespielt werden. Die Bezeichnung Woofer bezieht sich auf das Tiefton-Chassis des Systems. Gute Boxen sind auf Frequenzen von bis zu 160 Hertz optimiert. Darüber hinaus trägt ein Subwoofer zur Entlastung der restlichen Hi-Fi-Komponenten bei. So können die Hochtöner und Mitteltöner der Soundanlage ihr volles Klangspektrum entfalten. In diesem Ratgeber wollen wir auf die verschiedenen Subwoofer-Typen eingehen, die im Auto zum Einsatz kommen können und Ihnen damit wertvolle Tipps für den Einkauf geben.

Unterscheidung zwischen aktiven und passiven Subwoofern – Vor- und Nachteile

Bei den Subwoofern unterscheidet man vor allem in passive und aktive Varianten. Im Auto kommen vor allem die passiven Subwoofer zum Einsatz. Im Unterschied zu den aktiven Boxen erfolgen die Klangeinstellungen durch den Verstärker. Aktive Boxen zeichnen sich durch eine eingebaute Verstärker-Endstufe aus. Es ist allerdings auch möglich, aktive Subwoofer in die Soundanlage des Fahrzeugs zu integrieren. Im Gegensatz zu den passiven Boxen sind diese mit einer bereits integrierten Verstärker-Endstufe versehen. So können Sie direkt am Lautsprecher die Einstellungen für Frequenz und Phase vornehmen. Auch der Einbau ist bei diesen Varianten einfacher. Sie müssen lediglich mit dem Subwoofer-Ausgang des Autoradios und mit der Bordspannung von 12 Volt verbunden werden. Sie erhalten eine platzsparende und vor allem günstige Lösung, die aber andererseits auch einige Nachteile mit sich bringt. Denn: Die Optionen für einen klanglichen Feinschliff sind bei diesen Varianten nur begrenzt.

Welche Faktoren sollten beim Kauf des passenden Subwoofers berücksichtigt werden?

Beim Kauf des passenden Subwoofers kommt es nicht auf die Größe an. Die Elektronik im Inneren entscheidet mehr über den Klang als der Durchmesser. Sie sollten beim Kauf auf folgende Faktoren achten:

  • Lautstärke
  • Regelung der Frequenz
  • Phasenregelung
  • erweiterte Filterfunktion
  • Anschlüsse
  • Gehäuse

Welche Anschlüsse sind für einen Subwoofer essenziell?

Um den Subwoofer optimal im eigenen Auto-Hi-Fi-System nutzen zu können, muss er mit den entsprechenden Anschlüssen ausgestattet sein. Fast alle aktiven Subwoofer sind mit Cinch-Eingängen versehen. Zu den Besonderheiten gehören Boxenklemmen. Sie ermöglichen den Anschluss eines Verstärkers, an dem kein Ausgang für einen Subwoofer vorhanden ist. Achten Sie also vor dem Kauf darauf, welches Equipment Sie bereits vorrätig haben und welche Anforderungen der Zusatz-Lautsprecher erfüllen muss.

Welche Unterschiede gibt es bei den Gehäuseformen der Subwoofer?

Auch wenn es bei den Subwoofern nicht auf die Größe ankommt – das Gehäuse hat einen Einfluss auf den Klang. Zu denen am häufigsten angebotenen Formen unter den Car-Hi-Fi-Subwoofern gehören sogenannte Free-Air-Geräte. Im Gegensatz zu fest in einem Gehäuse verbauten Lautsprechern nutzen diese Varianten den Kofferraum als Resonanzkörper. Der Vorteil dieser Variante ist, dass sie nur wenig Platz für sich beansprucht und sie darüber hinaus preiswert angeboten werden kann. Der Nachteil ist der etwas kompliziertere Einbau. Denn ohne eine robuste Befestigung kann kein optimaler Klang erzeugt werden. Außerdem ist es wichtig, den Kofferraum entsprechend abzudichten.

Wenn Sie sich den Aufwand sparen wollen, sollten Sie sich für die zweite Variante – den Gehäusesubwoofer entscheiden. Neben der Zeitersparnis hat dieser Subwoofer-Typ auch den Vorteil, dass er sich schnell und einfach bei Bedarf wieder aus dem Kofferraum entfernen lässt. Der Subwoofer im Gehäuse bietet auch klangliche Vorteile. So können beim Gehäuse-Subwoofer höhere Bassdrücke gemessen werden. Das spiegelt sich in der Tiefbassdynamik wieder. Zum Zubehör zum Bau von Subwoofern gehört folgendes Equipment:

  • Leergehäuse
  • Dämmmaterial zum Abdichten
  • Adapterringe
  • Schutzgitter
  • Bezugsstoff bzw. sogenannter Akustikstoff

Um die richtigen Abmessungen für das Leergehäuse zu ermitteln, müssen exakte Berechnungen angestellt werden, nur so lässt sich ein guter Klang erreichen. Die Berechnung basiert auf dem sogenannten Thiele-Small-Parameter des Subwoofers. Folgende drei Werte finden hier Verwendung:

  1. Vas – Äquivalentvolumen
  2. Qts – elektrische Güte
  3. fg – Grenzfrequenz

Wenn Sie sich für den Eigenbau eines Gehäuse entscheiden, sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass diese Parameter angegeben werden.

Schließlich werden einige Subwoofer auch als Rolle oder Tube angeboten. Der Nachteil dieser Gehäuseform ist, dass sie sich nur schwer befestigen lassen. Mithilfe von Riemen, die immer im Lieferumfang enthalten sein sollten, lässt sich die Bassrolle befestigen. Eine optimale und vor allem sichere Lösung ist das aber noch nicht.

Wie stelle ich den Subwoofer ein? Tipps für den optimalen Klang

Um aus dem Subwoofer den optimalen Klang herauszuholen, müssen einige Feineinstellungen vorgenommen werden. Wichtig ist es, den sogenannten Crossover- bzw. Überkreuzungseffekt zu vermeiden. Er tritt dann auf, wenn der Subwoofer auch Hochtöne wiedergibt. Für die Wiedergabe hoher Frequenzen ist der Lautsprecher allerdings nicht ausgelegt. Der störende Effekt lässt sich durch einen Low-Pass-Filter vermeiden. Achten Sie darauf, dass Ihr Verstärker mit diesem Filter versehen ist. Alternativ lassen sich Systeme auch mit einem zusätzlichen Low-Pass-Filter versehen. Wichtig ist auch, den Subwoofer auf die bereits vorhandene Anlage abzustimmen. Beachten Sie vor dem Kauf die Wattleistung der Anlage. Der Subwoofer und der Verstärker müssen mit der Leistung der Hi-Fi-Anlage im Auto übereinstimmen. Bei mehreren Verstärkern und Subwoofer müssen Sie die Wattleistung zusammenrechnen.

Der Klang des Subwoofers richtet sich auch nach der Gehäuseform. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen:

  • Bandpass
  • Cupound
  • Push/Pull
  • Horn

Die einzelnen Klangprinzipien variieren je nach Konstruktion. Als Faustregel gilt, der Klang einer geschlossenen Subwooferkiste ist eher trocken und hart. Die Bassreflexkiste zeichnet sich durch einen guten Schalldruck aus. Die Besonderheit einer Bandpasskiste ist der Frequenzgang.

 

Subwoofer für das Auto  – neu, gebraucht oder generalüberholt?

Während einige Verkäufer nur Neuware kaufen wollen, bietet sich bei eBay auch die Möglichkeit, mit gebrauchten Subwoofern Schnäppchen zu machen. Hierbei sollten Sie allerdings darauf achten, dass der Lautsprecher noch in einem guten Zustand ist. Beurteilen lässt sich das aber nur durch aussagekräftige Bilder und eine detaillierte Beschreibung des Verkäufers. Ob der gebrauchte Subwoofer aber wirklich in Ordnung ist, lässt sich nur vor Ort testen. Dazu wird der Subwoofer an die Autoanlage angeschlossen und der Klang überprüft. Experten messen auch die Spulen und überprüfen die Membrane. Eine gute Alternative zwischen Neu- und Gebrauchtkauf ist die Generalüberholung durch den Verkäufer oder durch den Hersteller.

Fazit

Eine Auto-Hi-Fi-Anlage ohne den richtigen Bass ist nicht komplett. Die Aufgabe übernimmt ein Subwoofer, der sich auf die tiefen Frequenzen spezialisiert hat. In diesem Ratgeber haben wir Ihnen die verschiedenen Subwoofer vorgestellt und geben Tipps für eine optimale Klangausnutzung.

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