Studieren und geld verdienen? Dual Studieren!

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Zunächst mal: Ich bin Dualstudent an der Berufsakademie (ab 01.04.2009 FHVR Berlin FB II) Berlin, weiß also, wovon ich rede.
Viele Studenten, die kein BaföG bekommen können, weil die Eltern "zu viel" Geld verdienen, müssen sich Gedanken darüber machen, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten.
Es gibt da zwei Möglichkeiten: Entweder nebenher arbeiten gehen, sofern es der Stundenplan zulässt (was man meist vorher nicht weiß), oder man schaut sich frühzeitig nach einem "Dualen Studium" um.
Dual studieren heißt soviel, dass das Studium gesplittet wird. Im Semester hat man mehrere Wochen Praxis und Theorie, allerdings die selbe Studienzeit, sprich bei normalen Bachelor-Studiengängen 3 Jahre, also 6 Semester.
Wer aufgepasst hat, wird merken: Die reine Studienzeit, die man an der Berufsakademie oder Hochschule, die ein Dualstudium anbietet, verkürzt sich um 50%!
Das sollte man als Studienanfänger nicht unterschätzen, zumal man keine Semesterferien hat, sondern nur seine Urlaubstage verwenden kann, und das auch nur in der Praxiszeit.
Hier geht es also genauso zu, wie bei einer Berufsausbildung, nur auf akademischen Wege.
Demzufolge wird es auch relativ stressig, gerade zu Beginn ist doch so einiges einer großen Umstellung unterzogen.
Man hat halt nicht immer so viel Freizeit, wie man es sich immer wünschen würde.
In der Regel beträgt die Semesterwochenstundenzahl bei ungefähr 38, sprich 38 Schulstunden bzw 19 Blöcken.
Machbar ist es in aller Regel, nur dass man kaum zeit hat zu verschnaufen.

Wer jetzt denkt, dass man in der Praxiszeit die Füße hochlegen kann, sollte hier weiterlesen, denn (zumindest an der BA Berlin ist es so) man muss während dieser Zeit einen sogenannten "Praxistransferbericht" beschreiben. Und wie der Name schon sagt, soll dieser mit dem Praxiseinsatz zu tun haben. Das soll aber kein Tagebuch werden, sondern eine wissenschaftliche Arbeit, was das ganze nur zeitaufwendiger macht, da man oftmals die Berichte außerhalb der regulären Arbeitszeiten anfertigen muss.

Wie dem auch sei. So schwer es einem auch erscheinen mag, lohnenswert ist es allemal, zumal man als BA-Absolvent oftmals eine größere Übernahmechance hat, als normale Studenten und sich die Praxiszeit als berufserfahrung anerkennen lassen kann.
Drei Jahre studiert und trotzdem 1,5Jahre Berufserfahrung. Das ist doch mal was, und nebenher Geld verdienen, obwohl man sich in der Theoriephase voll auf den Studienstoff konzentrieren kann, hat auch einen netten Nebeneffekt...
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