Straßen kaufen, Hotels bauen, über Los gehen: Sieger-Strategien beim kultigen Brettspiel Monopoly

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Straßen kaufen, Hotels bauen, über Los gehen: die besten Strategien beim kultigen Brettspiel Monopoly

In den 1980er- und 1990er-Jahren war die Blütezeit der Gesellschaftsspiele. Im Gegensatz zur heutigen Zeit, in der die Menschen spielerisch hauptsächlich aufgrund von modernen PC-Spielen zueinanderfinden, waren Gesellschaftsspiele damals die beliebteste Beschäftigungsmöglichkeit im Rahmen von familiären oder freundschaftlichen Zusammenkünften. Trotz aller modernen technologischen Innovationen hat es diese Form des Zeitvertreibs geschafft, sich über sehr viele Jahre hinweg zu etablieren und sich auch heute noch größter Beliebtheit zu erfreuen. Dieser Ratgeber wird Ihnen einen der berühmtesten Ableger dieses Genres vorstellen und Ihnen gleichzeitig ein paar nützliche Tipps und die besten Strategien näher bringen, mit denen Sie während des Spiels gegen Ihre Mitstreiter bestehen könnten. 

"Monopoly" ist eine spannende Wirtschaftssimulation

Es ist seit vielen Jahrzehnten sehr beliebt, es gehört zu den am meisten gespielten Gesellschaftsspielen der Welt und es wurde sogar im Jahr 1984 von Klaus Lage besungen: Die ausgeklügelte Wirtschaftssimulation "Monopoly" wurde 1933 zum ersten Mal veröffentlicht und ist seitdem ständig auf der Höhe der Zeit. Die Grundthematik des Spiels veraltet schließlich nie. Doch obwohl es das weltweit wohl populärste und erfolgreichste Gesellschaftsspiel überhaupt ist, hat es niemals den Sprung in die lange Reihe der Spiele des Jahres geschafft.

Dargestellt wird in der Handlung die allgegenwärtige Spekulation von Großaktionären und Magnaten, die mit ihren wirtschaftlichen Spekulationen versuchen, Mitstreiter möglichst effektiv in den Ruin zu treiben und selbst die größtmöglichen Gewinne einzufahren. Dabei ist den zielstrebigsten Beteiligten sowohl im Spiel als auch in der Realität nahezu jedes Mittel recht. "Monopoly" ist also sozusagen der ideale Spiegel der Gesellschaft - vor allem der gehobenen Gesellschaft. Somit kann man das Spiel als eine kritische Auseinandersetzung mit dem ständigen Kampf um Macht und Geld sowie den damit verbundenen Eigenschaften wie Gier, Rücksichtslosigkeit und Niedertracht betrachten. Natürlich sind derlei negative Auswirkungen lediglich in der Realität verächtlich. Im Spiel sind das Merkmale, die das Spiel realistisch erscheinen lassen und dadurch auch den Spaßfaktor erhöhen können. Auch im Spiel braucht man schließlich einen Bösen, der nur auf den eigenen Erfolg bedacht ist. Diese Rolle kann sogar von allen Spielern gleichzeitig übernommen werden.

Die Ausstattung von "Monopoly" ist umfangreich

"Monopoly" gibt es in verschiedenen Varianten. Neben der Originalversion existieren auch Ableger wie "Monopoly Junior", "Monopoly Deutschland" oder "Monopoly World". Bei "Monopoly" handelt es sich um ein Brettspiel. Das Spielfeld besteht also aus einem gefalteten Brett aus Kunststoff, das man auf dem Tisch ausbreiten kann. Die Mitte des Spielfelds ist der sogenannte Pott, in dem allgemein Geld abgelegt werden kann. Zwei Felder markieren dort die Plätze, an denen die Ereignis- und die Gemeinschaftskarten abgelegt werden. Die Umrandung des Feldes ist gleichzeitig der Weg, den die Spieler während des Ablaufs generell im Uhrzeigersinn gehen müssen. Dieser Weg besteht aus zahlreichen Straßen, von denen einige zusammengehören und einen kompletten Straßenzug bilden. Die Straßenzüge sind farblich markiert. Des Weiteren gibt es einige Zusatzfelder, wie das Los, das Gefängnis, Ereignis- und Gesellschaftsfelder und Frei Parken. Neben den Straßen existieren auch Bahnhöfe sowie ein Wasser- und ein Elektrizitätswerk.

Als weitere Ausstattung finden Sie Monopoly-Spielfiguren und zwei Würfel vor. Zusätzlich gibt es noch zahlreiche Karten. Zum einen die Karten für die Ereignis- und Gemeinschaftsfelder und zum anderen die jeweiligen Besitzkarten der Straßen, Bahnhöfe und Werke. Natürlich wird den Spielern auch Monopoly-Geld zur Verfügung gestellt, um Grundstücke, Steuern oder Strafen bezahlen beziehungsweise Einnahmen entgegennehmen zu können. Für die Bebauung der Straßen haben Sie grüne Häuser und rote Monopoly-Hotels aus Plastik zur Verfügung.

Das Spielgeschehen in "Monopoly"

Am Spielgeschehen können zwei bis acht Spieler gleichzeitig teilnehmen. Jeder Spieler beginnt in der Regel mit einem Startkapital von 1.500 Euro. In älteren Versionen beträgt das Startkapital 4.000 Deutsche Mark. Über den Weg der Spieler im Uhrzeigersinn entscheiden die Würfel. Wer als Erster eine Straße, einen Bahnhof oder ein Werk betritt, darf diesen Bereich, auf dem er steht, kaufen. Wer dann dieses Feld betritt, muss fortan Steuern an den Besitzer zahlen. Diese Steuern erhöhen sich, wenn der Besitzer den kompletten, farblich markierten Straßenzug besitzt und zusätzlich noch Häuser oder Hotels verbaut, um die jeweils auf den Besitzkarten angegebenen Werte. Das Spiel ist hauptsächlich durch Kaufen, Verkaufen, Handeln, Steuern, Einnahmen und Ausgaben geprägt. Zusätzlich bringen zahlreiche durch die Ereignis- und Gemeinschaftsfelder herbeigeführte Situationen weiteren Zündstoff in das Geschehen. Schulden gibt es in der offiziellen Version nicht. Wer Pleite geht, scheidet aus. Wer am Ende übrig bleibt, ist der Sieger. Die Spieldauer kann von eineinhalb Stunden bis sehr lange anhalten.

Die Strategie des Kaufens bringt schnelle Einnahmen

Viele Spieler schwören auf die wohl einfachste und womöglich effektivste Strategie in "Monopoly". Wenn Sie alles kaufen, was Sie betreten und was noch niemandem gehört, werden Sie mitunter sehr schnell zu einer recht großen Anzahl von Besitztümern kommen. Je mehr Straßen, Bahnhöfe oder Werke Sie besitzen, desto schneller bekommen Sie entsprechende Einnahmen. Bei dieser Strategie versteift sich der Spieler nicht zu sehr auf das Erwerben bestimmter Straßen, sondern ist zunächst hauptsächlich auf Besitz aus. Natürlich kann man diese Strategie nur im Rahmen der eigenen finanziellen Möglichkeiten verfolgen. Diese steigen jedoch schneller mit dem entsprechenden Besitz und den daraus resultierenden Steuern für die einkehrenden Mitspieler. Außerdem ist jede Strategie vor allem von den finanziellen Mitteln abhängig. Da in "Monopoly" die Würfel und nicht Sie selbst entscheiden, welche Felder Sie betreten werden, könnte sich am Ende des Spiels die Strategie des Kaufens als die effektivste erweisen, weil man jeden Schritt für Geschäfte nutzen kann, anstatt lange darauf zu warten, bestimmte Felder betreten zu können.

Die Strategie der Farben setzt auf hohes Einkommen

Wenn Sie auf effektive Einnahmemöglichkeiten aus sind, könnten sich bestimmte Straßenzüge rentieren. Da wären zum Beispiel die hellblauen Straßen um die Post- und Elisenstraße. Diese gehören mit den braunen Straßen um die Hafen- und Seestraße zu den am meisten frequentierten Straßenzügen des Spiels. Sie werfen zwar relativ geringe Erträge ab, doch die Häufigkeit des Betretens der anderen Mitspieler kann sich auf Dauer sehr positiv auswirken. Noch effektiver und häufiger besucht sind nicht zuletzt aufgrund der Lage des Gefängnisses der orangefarbene und der rote Straßenzug. Dieser Bereich gilt im Spiel als der am stärksten besuchte und wirft seinen Besitzern auf Dauer den meisten Gewinn ab. Wenn Sie also langfristig sichere Gewinne einstreichen wollen, kann die Strategie der Farben die beste Vorgehensweise darstellen.

Die Strategie der Bahnhöfe und Werke

Es gibt Spieler, die schwören auf den Besitz der Bahnhöfe und Werke. Die Bahnhöfe liegen in der Mitte jeder Spielfeldseite. Sie werfen zwar keine allzu hohen Gewinne ab, doch die Häufigkeit der Besuche anderer Mitspieler ist sehr hoch, weswegen sich hier die Einnahmen mit der Zeit ansammeln werden. Wenn Sie alle vier Bahnhöfe respektive beide Versorgungswerke besitzen, steigen die Einnahmen. Es soll Spieler geben, die allein durch den Besitz der Bahnhöfe und Werke über einen langen Zeitraum hinweg das Spiel für sich entscheiden konnten, weil Sie in einem günstigen Moment aus ihrer Deckung kamen und die Konkurrenz mit geschickten Zügen in den Bankrott trieben.

Die Strategie des Handels bringt zusammen, was zusammengehört

Besonders wichtig ist in "Monopoly" das Handeln. Denn das Spiel würde schnell stagnieren, wenn alle Straßen jeder Farbe in unterschiedlichen Händen wären. Damit das Spiel nicht ins Schleichen gerät, weil es nur geringe Erträge gibt, können die Spieler untereinander handeln. Hier sollte man abwägen, welche Straßenzüge man strategisch als besonders wichtig erachtet. Je nach Art der Regelauslegung können Häuser und Hotels erst gebaut werden, wenn man alle Straßen einer Farbe besitzt. Natürlich kann man beim Handeln auch betrogen und mit überhöhten Preisen nahezu in den Ruin getrieben werden. Doch wenn Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren, sollten Sie auf der sicheren Seite stehen.

Die Strategie des Knastbruders baut auf Abwarten

Wer im Gefängnis sitzt, kann nicht am Spiel teilnehmen. Natürlich gibt es Möglichkeiten, aus dem Gefängnis wieder entlassen zu werden. Eine Ereigniskarte kann Ihnen einen Freifahrtschein bieten, den Sie sich für einen etwaigen Knastaufenthalt aufheben und ihn bei Inhaftierung einlösen können. Sie können sich auch aus dem Gefängnis freikaufen. Außerdem wird man entlassen, wenn man einen Pasch würfelt. Doch kluge Strategen können den Aufenthalt im Gefängnis zu ihren Gunsten nutzen. Denn wer im Gefängnis sitzt, kann dennoch weiterhin handeln, kaufen, verkaufen und Einnahmen durch Steuern entgegennehmen. Gleichzeitig läuft der inhaftierte Spieler aber vorerst nicht mehr Gefahr, auf eine fremde Straße zu gelangen und Steuern zahlen zu müssen. Wenn sich das Spiel also bereits in einer fortgeschrittenen und aus Ihrer Sicht prekären Lage befindet oder Sie einfach nur Geld sparen wollen, kann eine Gefängniszelle für Sie äußerst bequem ausfallen.

Wer bei "Monopoly" nur auf die Schlossallee und die Parkstraße setzt, kann nicht gewinnen

Die bekannteste Straße des Spiels "Monopoly" ist die Schlossallee. Oft setzen Spieler alles daran, die Schlossallee und am Ende den kompletten Verbund der beiden dunkelblauen Straßen zu erwerben. Gemeinsam mit der Parkstraße bildet die Schlossallee den teuersten Straßenabschnitt des gesamten Spiels. Mit entsprechenden Häusern oder Hotels ausgestattet kann der Preis für das Betreten einer dieser Straßen in extreme Höhen steigen. Doch wer nur auf diese beiden Straßen und deren Ausbau setzt, wird auf Dauer keinen großen Erfolg haben können und irgendwann zwangsläufig Pleite gehen. Denn diese Straßen werden im Durchschnitt recht selten betreten und liefern daher auch nur sehr sporadische Gewinne ab. Wirklich erfolgreich kann man mit der Schlossallee und der Parkstraße nur dann sein, wenn man noch weitere Straßenzüge besitzt und sich nicht ausschließlich von den Erträgen der beiden Dunkelblauen nährt.

Was es bei den Strategien in "Monopoly" zu beachten gibt

Es ist ganz egal, wie gut die Strategien auch sein mögen, die Sie sich für Ihr Spiel ausgedacht oder ausgesucht haben. Eines können Sie mit keiner dieser Strategien beeinflussen. Die Spielwürfel sind und bleiben ein Spiel mit dem Schicksal. Sie sind im Grunde genommen die einzige Macht, die absolut unberechenbar bleibt und jede Strategie auf einen Schlag zunichtemachen kann. Mit viel Glück haben Sie die Würfel auf Ihrer Seite. Ist Ihnen das Glück jedoch im Spiel nicht besonders hold, wird es auch mit der besten Strategie zusehends schwierig, sich gegen die anderen Spieler zu behaupten. Ein wenig Spielraum für Kalkulationen bleibt dennoch. Schließlich sind auch Ihre Mitspieler darauf angewiesen, dass die Würfel zu ihren Gunsten fallen, um gegen Sie bestehen zu können.

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