Strahler, Laser, Nadel: Drucker-Technologien im Überblick

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Ob Tintenstrahler oder Laser: Die reinen Anschaffungskosten für einen neuen Drucker sind bei Einstiegspreisen von weniger als 100 Euro kaum mehr ein Entscheidungskriterium. Welcher Drucker es also sein soll, hängt ganz vom Nutzerverhalten ab.

 

Strahler, Laser, Nadel: Drucker-Technologien im ÜberblickTintenstrahler wie der Canon PIXMA sind die beliebtesten Drucker für den Hausgebrauch. (Copyright: Canon)

 

 

Druckgewohnheiten berücksichtigen

Vor einer Entscheidung empfiehlt es sich, die eigenen Druckgewohnheiten ein wenig zu analysieren und zu überlegen, was der künftige Drucker können soll. Dadurch wird die Wahl der geeigneten Technologie wesentlich einfacher.

 

 

Tintenstrahldrucker sind schnelle, leise Heimgeräte

 Das größte Angebot an Druckern für den Heimgebrauch und für kleine Büros stellt die Produktgattung der Tintenstrahldrucker. Diese Drucker verfügen über einen Druckkopf, der kleine Tintentröpfchen auf das zu bedruckende Medium aufbringt. Je dichter diese Tröpfchen platziert werden, desto besser ist - zumindest theoretisch - das Druckergebnis. Einfache Geräte dieser Gattung schaffen um die 300 dpi (dots per inch, also Punkte pro 2,54 Zentimeter). In höheren Preisregionen werden auch Geräte mit 1.200 dpi und mehr angeboten.

 

Zu den Vorteilen der Tintenstrahldrucker zählen der schnelle und leise Betrieb, die niedrigen Anschaffungskosten und vor allen die gute Qualität des Fotodrucks. Wer sich für ein besonders günstig erscheinendes Gerät interessiert, sollte allerdings vor dem Kauf überprüfen, was die Tintenpatronen kosten. Denn oftmals liegt der Preis für die Ersatztinten über dem des gesamten Druckers.

 

Und auch Wenigdrucker sollten sich den Kauf eines Tintenstrahlers gut überlegen. Denn die Druckköpfe neigen dazu, bei Ruhepausen von mehreren Wochen oder gar Monaten einzutrocknen. Die dann anfallenden Reinigungsdurchgänge sind äußerst verbrauchsmaterialienintensiv und nicht immer erfolgreich.

 

 

Laserdrucker für die effiziente Massenproduktion

Laserdrucker wie der Dell C3760n eignen sich vor allem für große Textmengen. (Copyright: Dell) Ein Laserdrucker arbeitet ähnlich wie ein Fotokopierer: Herzstück des Geräts ist eine sich drehende, elektrostatisch negativ geladene Bildtrommel. Diese wird in der Breite des zu bedruckenden Mediums von einem Laserstahl an den zu belichtenden Stellen moduliert, sprich die Ladung wird aufgehoben. An diesen Stellen haftet dann der Toner. Nun wird das zu bedruckende Papier über die Bildtrommel geführt und dabei der Toner auf das Blatt übertragen. Anschließend wird der Druck mittels einer heißen Walze fixiert. Nach einem ähnlichen Prinzip arbeiten auch LED- oder LCD-Drucker, die gemeinhin ebenfalls in der Produktkategorie Laserdrucker zugeordnet werden.

 

Lange Zeit waren Laserdrucker reine Bürodrucker und kaum in Privathaushalten zu finden, doch das hat sich mittlerweile geändert. Insbesondere Druckernutzer, die regelmäßig Ausdrucke von längeren Texten oder auch größere Mengen an Briefen benötigen, sind mit einem Laserdrucker gut bedient.

 

Zwar gibt es mittlerweile auch erschwingliche Farblaser. Die Brillanz und vor allem den Glanz von Tintenstrahlern können sie allerdings nicht erreichen. Zudem gilt wie bei den Tintenstrahlern vor dem Kauf: Prüfen, was die Verbrauchsmaterialen kosten.

 

 

Exoten von damals: Die Nadeldrucker

Es sind die hämmernd lauten Ungetüme aus den Anfängen der privaten Computernutzung: die Nadeldrucker. Sie bringen das zu druckende Werk mittels Druckköpfen zu Papier, die mit einzelnen Nadeln - in aller Regel 9, 24 oder 48 - bestückt sind. Diese werden so angesteuert, dass sie durch ein Farbband hindurch auf ein Papier schlagen. Aus den einzelnen Bildpunkten setzt sich dann das gewünschte Zeichen zusammen.

 

Nadeldrucker setzen Bildpunkte mittels feinster Nadeln aufs Papier. (Copyright: Fourohfour/ Wikimedia) Wer Nadeldrucker in Aktion noch erlebt hat, weiß die Funktionalität  einer Schallschutzhaube zu würdigen. Dass sie noch nicht gänzlich vom Markt verschwunden sind, hat nicht nur mit der Begeisterung einiger Anwender für Old-School-Lösungen zu tun, sondern ist durchaus auch pragmatisch bedingt. Denn so ein Neun-Nadel-Drucker schafft etwas, was weder Tinten- noch Laserdrucker zustandebringen: Er fabriziert bis zu sechs Durchschläge. Zudem sind Nadler robust, relativ resistent gegen Verschmutzungen und wenig wartungsintensiv.

 

 

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