Stilvolle Hochzeitsdekoration: Ringkissen & Blumenkörbchen in verschiedenen Designs

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Stilvolle Hochzeitsdekoration: Ringkissen & Blumenkörbchen in verschiedenen Designs

Nach dem oft romantischen oder spontanen Heiratsantrag stellen sich viele die Frage, wie denn die Hochzeit ablaufen soll. Mit allen Verwandten und Bekannten oder in kleiner Runde, nur im engsten Kreis der Familie? Neben dieser Frage treten noch viele wichtige zur Beantwortung in den Vordergrund. Doch man ist nicht alleine. Es gibt zum Glück die Trauzeugen, die traditionell sehr viel Arbeit abnehmen. Neben der Organisation des Junggesellenabschieds sind sie zumeist auch noch zuständig für kleine, aber unbedingt notwendige Details: Blumenkörbchen und auch ein Ringkissen. Wofür beide gebraucht werden und was man beim Kauf beachten sollte, lesen Sie im folgenden Ratgeber nach.

Wofür werden Blumenkörbchen bei einer Hochzeit gebraucht?

  • Blumenkörbchen, die es bei einer Hochzeit gibt, werden auch oft als Streukörbchen bezeichnet. Die Tradition ist nur im Zusammenhang mit sogenannten Blumenkindern ausführbar. Diese Kinder ab dem lauffähigen Alter bis hin zu etwa acht Jahren gehören zumeist zur Familie, sind möglicherweise die eigenen Kinder des Brautpaars oder der Nachwuchs von Freunden. Auch die Patenkinder können Blumenkinder werden.
  • Für die Kleinen ist dies eine besondere Ehre. Sie genießen es, im Mittelpunkt zu stehen. Dazu werden sie dem Anlass angemessen gekleidet und sehen dadurch wie Braut oder Bräutigam im Miniformat aus. Dies macht sie zu einem sehr niedlichen Hingucker.
  • In Händen halten sie dabei die bereits genannten Blumenkörbchen. Darin befinden sich Blüten oder auch Knospen und ganze Köpfe von Rosen oder anderen ansprechenden Blumen zur Hochzeit.
  • Die Blumenkinder gehen traditionell vor der Braut und deren Vater zum Altar in der Kirche. In dieser Phase werden die in den Körbchen enthaltenen Blumen allerdings noch nicht gestreut. Dies geschieht erst, wenn die Trauung in der Kirche vorüber und das Brautpaar kirchlich verheiratet ist. Drehen sich Braut und Bräutigam um, gehen die Kinder vor beiden mit den Körben in der Hand den Weg vom Altar zum Eingang voraus. Hier ebnen sie den Weg stilvoll mit Blumen. Das Brautpaar schreitet darüber hinweg.

Doch woher kommt dieser Brauch?

Er geht zurück auf einen heidnischen Ritus. Damals glaubte man, durch den Duft frischer Blumen werden Fruchtbarkeitsgöttinnen eher angezogen. Diese sollen im Fall der Trauung für viel Nachwuchs in der Ehe sorgen.

Als Tipp gilt hinzuzufügen, dass man mit den gewählten Kindern den Ablauf mindestens einmal vor dem offiziellen Termin üben sollte. So wissen sie, wo sie stehen müssen, wann sie die Blumen aus dem Körbchen nehmen und wie viele sie werfen müssen.

Designs der Blumenkörbchen für die Hochzeit

Die Körbchen, die die Kleinen mit Blume gefüllt haben, gibt es in den unterschiedlichsten Designs.

  • Die traditionelle Variante ist ein kleiner geflochtener Korb aus Bast, der komplett weiß ist. Dieser ist meist offen gestaltet. Die Blüten liegen in der kleinen Schale. Der Henkel wirkt im Vergleich dazu überdimensional groß und ist sehr dünn gestaltet. Haben die Kinder diese Art von Korb in der Hand, wirkt es, als sei dieser für kleine Kinderhände wie gemacht. Damit diese sich nicht an scharfen Kanten oder herausschauenden Stücken schneiden, sollte der Innenraum mit einer Folie verhüllt sein. Dadurch können die Blüten problemlos entnommen werden.
  • Speziell zu der jeweilig gewählten Farbe kann ein Korb dieser Art mit Schleifen und Blumen verschönert werden. Diese werden links und rechts an den Enden des Trägers festgebunden. Diese sollten im Vergleich zum Korb auch sehr groß sein. So entsteht ein schönes Gesamtbild.
  • Es gibt auch Körbchen aus Holz oder aus fester Kartonage. Diese sind zumeist starr in der Form. Jedoch haben sie den Vorteil, dass sie durch spezielle Bastelhandgriffe, wie die Serviettentechnik, leicht und schnell auf das bestimmte Thema zugeschnitten werden können.
  • Es gibt auch Blumenkörbchen, die komplett aus Stoff bestehen. Die Schale ist ebenso mit diesem Material überzogen.
  • Zudem sind auch Körbchen aus reinem Stahl erhältlich. Was sich im ersten Moment eher unpassend anhört, wird dadurch ein toller Hingucker. Das Grundgerüst ist dann mit Bändern, Tücher oder auch speziellen Schleifen aus dem Bastelgeschäft überzogen. Diese können mit eingesteckten Blüten und Grünem aufgepeppt werden. Dadurch wird jedes einzelne Blumenkörbchen zu einem Unikat.
  • Auch Perlen, die am oberen Rand der Schale im immer gleichen Abstand mit Draht befestigt werden, sind wahre Hingucker. Hierbei darf die Farbe von der des Körbchens verschieden sein. Besonders weiße Süßwasserperlen wirken klassisch-elegant zu dem ebenfalls weiß gehaltenen Korb.

Ein Ringkissen gilt als klassisches Accessoire zur Hochzeit

  • Vor dem Altar in der Kirche werden traditionell die Ringe vor den Augen des Priesters und der Trauzeugen getauscht. Diese Tradition gibt es seit dem 19. Jahrhundert. Davor bekam nur die Braut einen Ehering an den Finger. Gibt es eine solch kirchliche Vermählung nicht, findet der Ringtausch bei der Eheschließung im Standesamt statt.
  • Der Ring gilt durch seine Form ohne Anfang und Ende als Symbol für die Ewigkeit. Genauso lange sollte die zukünftige Ehe auch halten: für immer. Den Ring als verbindendes Zeichen gab es schon vor der Entstehung des Christentums. Bereits die Römer in der Antike hatten diese Tradition aktiv betrieben. Auch als Zeichen für tiefe Zuneigung und Verbundenheit kann der Ring eingesetzt werden.
  • Heutzutage werden vor allem gelbgoldene Ringe getauscht, die in der Regel nicht zu breit ausfallen. Es gibt sie jedoch auch aus Platin, Rotgold, Gelb- und Weißgold. Auch Mischmaterialien sind keine Seltenheit. In der Innenseite wird traditionell der jeweilige Vorname des Angetrauten eingraviert. Auch das Datum der kirchlichen oder der standesamtlichen Trauung kann hier Platz finden.
  • Meistens wird der Ring an den vierten Finger, dem Ringfinger, der linken Hand gesteckt. Dort ist er dem Herz am nächsten, denn eine Blutader fließt von hier direkt ins Herz. Damit ist der Ring symbolisch immer mit dem Herzen verbunden. Eher pragmatisch sehen heute viele Brautleute diese Tradition. An der linken Hand „stört" der Ring weniger als an der rechten, da viele Rechtshänder sind. Auch wird er an die rechte Hand gesteckt, weil der Ring so angeblich häufiger gesehen wird.

Das Ringkissen sorgt dafür, dass die Ringe angemessen präsentiert werden. Nach dem Ja-Wort stehen die Ringe und damit auch das unten liegende Kissen im Mittelpunkt. Alle Blicke sind auf diese beiden Dinge gerichtet. Diese Unterlage wird meist von einem Kind aus der Familie zum Altar gebracht. Auch dieser Gang sollte einige Male vorher eingeübt werden.

Das Ringkissen weist einige praktische Besonderheiten auf

Das Ringkissen kann nach der Hochzeit als schöne Erinnerung in der Vitrine lagern oder auch einen besonderen Platz im Schlaf- oder Wohnzimmer anderswo bekommen.

Das Kissen selbst besteht aus Satin oder Seide und hat eine Schaumstoff- oder Echtfederfüllung. Die meisten Kissen werden in der Mitte enger, so dass die Ringe nicht vom Rand aus herunterfallen können. Ist es allerdings konvex gewölbt, thronen die Ringe regelrecht auf der Unterlage, was ein schönes Bild abgibt. In diesen Fällen sind zumeist umspannende Schleifen befestigt, die die Ringe auf dem Kissen halten. Diese sind ebenso aus Satin gefertigt.

  • Die Farben sind in den meisten Fällen traditionell Weiß oder in Crème gehalten. Aber auch Königsblau oder Bordeaux wird gern verwendet.
  • Bei der Ausgestaltung des Kissens sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Auswahl ist immens groß. Soll der Stoff bedruckt sein oder leger in Unifarben ankommen? Sollte es zum Kleid der Braut passen?
  • Auch bei der Wahl der Schleifen, die die Ringe festhalten, gibt es viele Möglichkeiten: So können dies kleine Kordeln sein, aber auch edler Silberfaden, der sich um die beiden Schmuckstücke windet.
  • Sehr schön wirken aufgenähte Perlen. Diese können entweder den Rand des Kissens säumen oder nur im Mittelpunkt für Aufsehen sorgen. Auch können sie in Mustern wie Kreise, Sterne oder Herzen gelegt werden. Wollen Sie lieber den elegant-französischen Karo-Look? Auch dieser kann durch das genaue Einsetzen des Modeschmucks gezaubert werden.
  • Es gibt auch spezielle Stoffe, die in sich schimmernd und damit einen Perlmutteffekt zaubern. Dies ist vor allem im Schein von Kerzen ein Highlight.
  • Auch Ornamente sind immer ein Blickfang. Sie wirken verspielt und edel zugleich und stellen durch dieses Zusammenspiel das Kissen in den Mittelpunkt. Deshalb sollten die Farben eher schlicht gewählt werden. Weiß, grau oder beige sind für die Bestickung, aber auch den Grundton völlig ausreichend. So kann das Gold der Ringe perfekt in Szene gesetzt werden.
  • Ebenso können schöne Ringkissen mit nachgestalteten Blüten und Schmetterlingen aus Stoff gefertigt sein. Diese sitzen dann in der Mitte des Stoffes. Darauf liegen die Ringe. Sie werden mit den ebenso imitierten Fühlern bzw. Stängeln festgehalten.
  • Wer lieber einen Text auf dem Kissen haben möchte und dadurch ein Einzelstück genau für sich gestalten will, kann dies von Experten einsticken lassen. Auch nur die Initialen geben ein schönes und vor allem individuelles Bild ab.
  • Dem Anlass entsprechend ist auch Spitze für die Ringkissen passend. Diese kann entweder als Beiwerk an den Rändern gestickt sein oder über dem normalen Stoff liegen. Dieses Spiel mit Transparenz erzeugt ein sehr elegantes Aussehen.
  • Das Kissen muss auch nicht zwangsläufig in der Standardform erworben werden. Herzen, aber auch runde Ringkissen sind keine Seltenheit.
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