Stilecht schrauben: So wird der T4 zum Campingbus

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Faszination VW-Bus (tudgom CC BY 2.0)

Von wegen Golf, Käfer und Konsorten – die Autobauer aus Wolfsburg beherrschen noch ganz andere Genres. Camping zum Beispiel. An den Strand, in die Berge oder doch lieber auf Safari? Mit einem robusten T4 von Volkswagen alles kein Problem. Ein wenig Vorbereitung genügt und schon geht es auf große Abenteuerfahrt.

Rollendes Denkmal: Ein T4 kann alles

Er gehört zum Universum der Kleintransporter wie die Felgen zum Reifen: der Kleinbus T4 von VW. Schon seit Generationen nennen Verehrer und Sympathisanten die Volkswagenbusse liebevoll „Bulli“. Der praktische T4 hob dann die Technik auf ein ganz neues Niveau. Bis 2003 lief er vom Band, aber noch heute halten ihm die Fans die Treue. Nicht zuletzt wegen der Neuerung, anstelle eines Heck- auf einen Frontantrieb zu setzen, steht der T4 bis heute dank seiner beeindruckenden Vielseitigkeit im Blickpunkt. Im Vergleich zu seinen Vorgängern gibt es den T4 zudem gleich mit zwei unterschiedlichen Radständen und Karosserielängen.
VW-Bus mit Köpfchen: der T4 (Mike CC BY-SA 2.0)
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VW-Bus mit Köpfchen: der T4 (Mike CC BY-SA 2.0)

T4 weltweit: Der Campingbus ist seine Bestimmung

Auf Reisen stellt der T4 seine Qualitäten unter Beweis. Camping-Freunden bleibt der Erwerb einer speziellen und finanziell anspruchsvollen T4-Variante erspart. Zwar genießen VW-Busse in der Ausführung „California“ einen exzellenten Ruf, doch zeigt sich der Gebrauchtwagenmarkt an diesem Punkt als enge Angelegenheit.
Alternativ reicht aber auch ein regulärer T4 aus, um ihn mit ein paar Erweiterungen reisefertig zu machen. Zumal Volkswagen seine Modelle selbst in der Grundausstattung großzügig ausgerüstet hat. Entsprechend groß ist daher auch die Dichte an Zubehör. Bei allen Vorhaben zu beachten: Neben einer realistischen Einschätzung der handwerklichen Fähigkeiten muss immer die spätere TÜV-Abnahme miteinbezogen werden.

Optionen ohne Ende: Der T4 ist ein Tausendsassa

Die Palette an Zubehör bietet reichhaltig Autoteile zur Selbstmontage. T4-Außenspiegel, Scheibenwischer oder auch Stoßstangen finden sich auf dem Markt zuhauf – vor allem auch gebraucht und in exzellentem Zustand. Für Handwerker interessant:  Einbauten im Innenraum lohnen sich ebenfalls auf Basis von Second-Hand-Käufen.
Die Installation von Inventar im eigenen T4 macht natürlich die übliche Akkuratesse notwendig. Bei allen passenden Maßen sollten Sie daher immer auf die unvermeidlichen Standards achten:
  • Der Durchgang zwischen beiden Vordersitzen bleibt besser frei.
  • Die Einbauten sollten auf der Beifahrerseite mit der Fensterkante abschließen – hier eventuell die Klapphöhe eines entsprechenden Mechanismus einplanen.
  • Auf der Fahrerseite hingegen, direkt hinter dem Sitz, konzentrieren sich die höheren Module.
  • Die Beifahrerseite mit der Seitentür bleibt immer frei.
Klein, aber fein: der Innenausbau beim T4 (Ian Lloyd CC BY-NC-SA 2.0)
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Klein, aber fein: der Innenausbau beim T4 (Ian Lloyd CC BY-NC-SA 2.0)

Komfortabler Innenbereich

Diverse Einbauten für den Innenbereich sind praktische Optionen. Bei der Wasserversorgung und Stromzufuhr  gilt das penible Einhalten der Anleitungen. Verschiedene Bausätze bedienen sämtliche Ansprüche, als Durchschnittsbedarf werden 50 Liter Frischwasser benötigt. Vermeiden Sie als Anfänger die Installation des Tanks unter dem Fahrzeug. Hinten rechts ist sein traditioneller Standort – der legendäre „California“ macht es vor.

Für Profis: die Dachöffnung

Anspruchsvoller sind die Camping-Basics Aufstell- oder Hoch-Dach. Derartige Konstruktionen sind zwar leicht mit handelsüblichen Werkzeugen und nach Anleitung zu installieren, haben aber einen Haken: die Öffnung des Daches zwecks Einstieg aus dem Wageninneren. Diesen Part sollten Sie lieber Ihrer Werkstatt überlassen, der Rest ähnelt dann einem anspruchsvollen Zeltaufbau.

Nicht vergessen: Die steuerlich attraktive Wohnmobilzulassung ist unter anderem an eine funktionstüchtige Küchenzeile gebunden. Verpflichtend ist dabei der festinstallierte Spirituskocher. Allzu kreative Einbauten von Gaskartuschen oder ähnlichem gefährden neben der Sicherheit immer auch die Einstufung des T4 als Wohnmobil!  
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