Steuern beim Verkauf privater Dinge im WWW

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ebay und steuern - da wird im web eine ganze masse gerätselt. wann muss man zahlen, was muss man zahlen, wo muss man sich anmelden, wenn das alles gewerblich ist. eine frage habe ich eigentlich dabei vermisst; was ist mit der steuer, wenn ich meinen privaten krempel verkaufe. meine match-box sammlung, die alten schulbücher, die ich nicht mehr brauche. denn im moment gräbt die fahndung das web um. und jeder, der auch nur im verdacht steht, steuern hinterzogen zu haben, wird nicht nur zur steuer herangezogen, sondern auch noch mit einem strafverfahren überzogen.
zurück zu den privaten sachen, die in keiner verkaufsabsicht erworben worden sind. ihr verkauf löst keine einkommensteuer aus. denn gewerbliche einkünfte sind nie die, die aus privater vermögensverwaltung entstammen. nur vorsicht: die grenze sind fließend. habt ihr besondere kenntnisse von dem, was ihr da verkauft, hält der fiskus die hand auf. und bitte: vorher nicht viel ankaufen und dann wieder verkaufen. auch dann kann der fiskus zu recht kassieren.
eigentlich verkauft man seine privaten sachen ja auch nicht, um gewinn zu machen. man freut sich, wenn was abfällt. eigentlich will man bei solchen aktionen totes kapital wieder in geld verwandeln. also sollte auch die gewerbesteuer ohne probleme sein.
bei der umsatzsteuer ist der gewinn egal, hier geht es nur um einnahmen. und auch hier gilt auch: wer besondere kenntnisse hat, zu profesionell dealt, kann zur kasse gebeten werden. alle anderen nicht. denn der verkauf von privatvermögen ist nie nachhaltig. irgendwann macht es nämlich klick und der keller ist einfach leer. bei der umsatzsteuer gibt es dann auch noch die kleinunternehmenregelung. bis 17.500 euro umsatz im jahr geht der fiskus leer aus.
ist alles nichts neues, was ich hier schreibe. haben die gerichte in bezug auf kunstsammler, briefmarkensammler und münzsammler und so entschieden. gilt aber für alle.
wichtig ist natürlich, dass man beweisen kann, dass man da privatvermögen und keine handelsware verkauft hat. denn das fa wird das bestreiten und vor dem fg ist man dann in der beweispflicht. also schön die einstellungen bei ebay auflisten, die späteren rechnungen aufbewahren, für den fall, dass es zum streit kommt.
im strafverfahren muss dann allerdings die staatsanwaltschaft beweisen, dass du kein privatvermögen verkauft hast. im regelfall kann sie das nicht, weil die steuerfahndung zwar umsätze bei ebay feststellen, aber im regelfall nicht sagen kann, was da umgesetzt worden ist.
vorsicht, wenn du trotz allen in die mühlen des finanzamtes kommst. wenn du dir das eben leisten kannst, such dir professionelle hilfe. denn die vom finanzamt verstehen ihren job. im strafverfahren brauchst du nicht mehr als deine adresse angeben. dann sind die zwar sauer, ist aber besser, als etwas falsches zu sagen. meistens ist das dünn, was das fa hat, sehr dünn. man muss aber profi sein, um das zu erkennen. wenn du keine kohle hast, dann schau auf entsprechende seiten im internet, auf denen auch eine gute auskunft nicht immer etwas kostet.
vorsicht: wer sein konto jemand anderen zur verfügung stellt, um etwas zu verkaufen, wird zur steuer herangezogen, als wenn er selbst verkauft hätte. verdeckte treuhandschaft nennen die steuerrechtler das. in einem solchen fall muss man vorher einen vertrag machen, um den ärger zu vermeiden.


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