Steinbüchler Hotel, schlimmes Aushängeschild für Bayern

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Wir hatten uns sehr gefreut auf unseren 6-tägigen Urlaub im Steinbüchler Hotel in Spiegelau; gebucht über Ebay. Als wir dort ankamen, war das Haus (das Foto im Hotelprospekt und auf der Internetseite war ansprechend, aber im Vergleich zur Realität wohl Jahrzehnte alt), in dem wir einquartiert gewesen wären, geschlossen (wurde uns von Nachbarn gesagt) - wir irrten auf der Suche nach dem Haupthaus umher und wurden von dort ins ehem. "Kurhotel" in Spiegelau geschickt. So etwas von schlimm haben wir selbst in Russland nicht erlebt. Das "Hotel" (so würde es keiner nennen) war in einem heruntergekommenen Zustand, seit Jahrzehnten nicht renoviert, mitten in einem wohl länger andauernden Umbau, eine Rezeption gab es nicht, die Zimmer waren schmutzig, angefangen vom Bad (ca. 1,5 qm groß), die Dusche voller Schimmel, aus der Decke hing die Dämmung bis über die Löcher in den Bettlaken und Flecken auf dem Teppich, durch die Handtücher konnte man den Mond durchscheinen sehen, den verdreckten Balkon - auf dem im Juni noch die Weihnachtsdekoration hing - es war einfach nur übelst schlimm. Mein Mann wollte sofort wieder abreisen. Da wir uns nicht sicher waren, ob dies die Masche der Hotelbesitzer ist, ihre Hotels zu unterhalten und auf den bereits bezahlten Frust der Gäste zu spekulieren, entschieden wir uns zu bleiben und mit den anderen Gästen unser Leid zu teilen. Wir hatten Halbpension gebucht und warteten, ob uns das Essen davon abhalten würde, am kommenden Tag unsere Koffer auszupacken. Der Wirt war nur für das Essen zuständig und sehr freundlich und bemüht, leider war alles sehr improvisiert und man merkte das unterste Budget des Hotels an jeder Eckchen. Das Frühstücks"buffett" bestand aus 3 Sorten Wurst, die kurz vorher aus den Wurstpäckchen aus dem Supermarkt gepellt wurde (wissen wir, weil wir den Wirt tags zuvor beim Frühstückseinkauf im Supermarkt trafen), Marmelade, Käse und (juhu) frischen Brötchen und reichte genau bis zum letzten Gast, das Abendessen bestand aus Low-Budget-Küche, die selbst der ärmste Harz-IV-Empfänger keinem Gast vorgesetzt hätte. Wir hatten uns gewundert, warum ein Urlauber zu jeder Mahlzeit mit einer Flasche Maggiwürze erschien...nun wussten wir es. Wir entschieden uns lediglich zu bleiben, um der schönen Landschaft rundherum willen. Zumindest das Wetter war auf unsrer Seite und wir mussten wenig Zeit im Zimmer und im Hotel verbringen; unsere Verpflegung verlegten wir nach Möglichkeit außerhalb des Hotels und leisteten nur den netten Mitleidenden Gesellschaft beim Essen und bewunderten deren Mahlzeiten. Zimmerreinigung vermissten wir, wurden jedoch von anderen (ebenso geschockten) Urlaubern auf einen Aushang hingewiesen, dass die Reinigung nur 2 Mal während des Aufenthaltes erfolgt, auf Wunsch häufigere Reinigung kostenpflichtig. Ortsansässige verrieten uns, dass seit Jahrzehnten nur Leute mit minimalen Ansprüchen oder aus der unteren sozialen Schicht in Steinbüchler Hotels Urlaub machen würden, weil der heruntergekommene Standard bekannt sei. Nun ja, wir wussten das nicht und haben unsere Erfahrung machen müssen, um nur einem Urlauber mit 1-Sterne-Anspruch diese Unterkunft empfehlen zu können, der wirklich nicht mehr Ansprüche als ein Bett und ein Dach über dem Kopf hat.
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