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Steigern Sie die Geschwindigkeit Ihres PCs – So rüsten Sie den Arbeitsspeicher auf

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Steigern Sie die Geschwindigkeit Ihres PCs – So rüsten Sie den Arbeitsspeicher auf

Im Jahr 2009 befragt das Statistische Bundesamt rund 8000 Menschen, um festzustellen, in wie vielen Haushalten ein Computer zu finden ist. Das Ergebnis ist erstaunlich, denn die Umfrage ergab, dass in rund 63 Prozent aller deutschen Haushalte ein Computer steht. Rund 40 Prozent der Befragten waren zusätzlich im Besitz eines mobilen Computers, also eines Notebooks oder Tablet-PCs. Insgesamt verfügen also fast 79 Prozent aller deutschen Haushalte über einen mobilen oder stationären Computer. Und das aus gutem Grund. Längst sind diese Geräte nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Egal, ob für die Kommunikation mit Freunden oder Verwandten, dem Surfen im Netz oder dem Spielen von Videospielen, Desktop-PCs und Notebooks übernehmen viele Aufgaben.

Dabei spielt jedoch die Leistungsfähigkeit des Computers eine wichtige Rolle. Viele Anwender legen bei Ihrem PC wert auf eine große Festplatte, einen schnellen Prozessor oder eine aktuelle Grafikkarte. Doch nicht nur diese drei Hardware-Komponenten sind für eine flotte Performance Ihres PCs zuständig, auch der Arbeitsspeicher übernimmt im Inneren Ihres Computers wichtige Aufgaben. Falls Sie also mit dem Gedanken spielen, der Geschwindigkeit Ihres PCs auf die Sprünge zu helfen, sollten Sie nicht nur an einen neuen Prozessor oder eine neue Grafikkarte, sondern auch über eine Aufrüstung des Arbeitsspeichers denken.

Dieser Ratgeber informiert Sie, was man unter dem Begriff „Arbeitsspeicher“ eigentlich versteht und welche Aufgaben dieser in Ihrem Computer übernimmt. Zudem erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf von Arbeitsspeicher besonders achten sollten.

Was ist ein Arbeitsspeicher und welche Aufgaben übernimmt er?

Lesen Sie im Folgenden, wozu jeder PC oder jedes Notebook Arbeitsspeicher benötigt und warum eine Vergrößerung des Speichers sinnvoll sein kann, um die Geschwindigkeit Ihres PCs zu steigern.

Der Arbeitsspeicher, teilweise auch als Hauptspeicher bezeichnet, ist ein Speicher, der die für ausgeführte Programme notwendigen Daten enthält. Wenn Sie also auf Ihrem PC ein Programm starten, werden die dafür notwendigen Daten im Arbeitsspeicher hinterlegt, sodass der Prozessor Ihres Computers diese Daten abrufen kann. Die Verbindung des Prozessors zum Arbeitsspeicher erfolgt durch sogenannte Bussysteme.

Der Arbeitsspeicher ist mit Speicherzellen mit einer Größe von 1 Byte ausgestattet, welche in Zeilen, den Pages, organisiert sind. Zudem verfügt der Arbeitsspeicher über einen Cache-Speicher, der direkt mit dem Prozessor verbunden ist und deshalb besonders schnelle Zugriffe auf die dort hinterlegten Daten erlaubt. Im Cache-Speicher werden Daten gespeichert, die während der Verwendung des Computers besonders häufig gebraucht werden. Die Speicherung der Daten erfolgt im Cache-Speicher nur über eine kurze Zeit, sodass selten verwendete Daten nach und nach durch häufiger genutzte Datenpakete ersetzt werden.

Um den Arbeitsspeicher in Ihrem Computer zu realisieren, benötigen Sie Speichermodule, auch Speicherriegel genannt. Diese werden in die auf dem Mainboard dafür vorgesehenen Steckplätze gesteckt und können anschließend verwendet werden.

Was Sie beim Kauf von Arbeitsspeicher beachten sollten

Lesen Sie nun, auf welche Merkmale Sie beim Kauf von Speicherriegeln besonders achten sollten.

Der Standard der RAM-Riegel

RAM-Riegel sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, die sich zunächst in ihrem Standard unterscheiden. Bereits im Jahre 1987 wurden die FPM-DRAM-Riegel eingeführt. Das Kürzel „FPS“ steht für „Fast Page Mode“. Als Weiterentwicklung der FPM-DRAM-Riegel galten die EDO-RAM-Riegel, die im Vergleich eine höhere Datentransferrate erreichten. Ein weiterer Schritt nach vorne waren die SD-RAM-Riegel. Diese waren als erste Speicherriegel in der Lage, die ein- und ausgehenden Signale synchron zum Takt des Systems zu verarbeiten, was zu deutlich verkürzten Zugriffszeiten führte.

Heute sind FPM-DRAM- und EDO-RAM kaum noch zu finden. Selbst den neueren DDR-SD-RAM können Sie meist nur noch mit älteren Mainboards verwenden, da viele aktuelle Mainboards keine entsprechenden Speicherbänke aufweisen.

Neuere Speicherriegel tragen die Bezeichnung DDR-RAM. DDR steht für „Double Data Rate“. Sie können sich zwischen DDR-, DDR2-, DDR3- und DDR4-SDRAM-Riegeln entscheiden. Mit ansteigender Zahl in der Bezeichnung steigert sich auch die Übertragungsrate pro Modul, die ein RAM-Riegel zu leisten im Stande ist. So überträgt ein DDR-SDRAM-Riegel maximal 3,2 GB pro Sekunde pro Modul, während ein DDR4-SDRAM-Riegel bis zu 25,6 GB pro Sekunde und Modul übertragen kann.

Legen Sie Wert auf einen besonders flotten Arbeitsspeicher, so sollten Sie zu DDR3- oder DDR4-Riegeln greifen. Für herkömmliche Anwendungen wie das Surfen im Netz oder dem Erstellen von Dokumenten reichen auch DDR- oder DDR2-Bausteine in der Regel völlig aus.

Die Speichergröße

Wie bereits erwähnt nutzt Ihr PC den Arbeitsspeicher als Zwischenspeicher für temporäre Daten. Sobald der Arbeitsspeicher voll ist, muss Ihr Computer die Daten auf der Festplatte hinterlegen. Da die Festplatte jedoch im Vergleich zum Arbeitsspeicher eine deutlich reduzierte Zugriffszeit bietet, muss der Arbeitsspeicher eine ausreichende Größe aufweisen, um einen Geschwindigkeitsvorteil zu realisieren. Die für Ihren PC notwendige Größe des Arbeitsspeichers hängt zunächst stark von Ihrem Nutzungsverhalten ab.

Verwenden Sie Ihren PC lediglich zum Surfen im World Wide Web, zum Chatten oder zur Dokumentenbearbeitung, so reicht eine Größe von 1 oder 2 GB aus. Falls Sie auf Ihrem PC jedoch Programme zur Bild- oder Videobearbeitung oder Videospiele ausführen möchten, so sollten Sie einen entsprechend großen Arbeitsspeicher wählen. Bewährt hat sich eine Größe von mindestens 4 GB, um auch aktuelle Spieletitel mit einer zufriedenstellenden Performance spielen zu können.

Beachten Sie dabei jedoch, dass Sie bei Speichergrößen von über 3 GB ein 64-Bit-Betriebssystem benötigen, um den gesamten Speicher zu verwalten.

Die Speichertaktung

Jeder RAM-Riegel ist mit einer sogenannten Speichertaktung ausgestattet. Diese gibt Aufschluss darüber, wie viele Datentransfers ein Chip des Arbeitsspeicher pro Sekunde durchführen kann. Weist ein Arbeitsspeicher beispielsweise eine Taktung von 200 MHz auf, so können 200 Millionen Operation pro Sekunde durchgeführt werden. Pro Transfer überträgt ein Chip acht Byte, sodass ein RAM-Riegel mit einer Taktung von 200 MHz bis zu 1600 Megabyte pro Sekunde an Daten verarbeiten kann. Aus diesem Grund tragen viele RAM-Riegel die Typenbezeichnung DDR2-1600. Die Zahl innerhalb der Typenbezeichnung steht für den verwendeten Speicherstandard. Ein DDR4-Riegel mit einer Taktung von 200 MHz trägt entsprechend die Bezeichnung DDR4-1600. Grundsätzlich gilt also: je höher der Speichertakt, desto schneller arbeitet der Speicher.

Die Latenzzeiten

Ein weiterer Indikator für die Arbeitsgeschwindigkeit eines RAM-Riegels ist die sogenannte Latenzzeit, auch als Timing bezeichnet. Die Latenzzeit eines RAM-Riegel gibt an, wie viel Zeit zwischen dem Lesen und der Ausgabe von Daten vergeht. Grundsätzlich gilt hier: Je geringer die Latenzzeit, desto schneller kann der RAM-Riegel auf eingehende Datenanfragen reagieren. Die Latenzzeiten eines RAM-Riegels können Sie der Produktbeschreibung entnehmen. Die Angabe erfolgt unter Zuhilfenahme von vier Zahlen, die Angabe lautet dann beispielsweise: 5-5-5-18. Je niedriger die Werte, desto zügiger arbeitet der Arbeitsspeicher.

Der Dual-Channel-Modus

Als Dual-Channel-Modus wird die Fähigkeit von Speichercontrollern bezeichnet, mehrere RAM-Riegel parallel zu betreiben. Hieraus resultiert eine höhere Datentransferrate und eine entsprechende Leistungssteigerung.

Ob Sie auch in Ihrem PC den Dual-Channel-Modus verwenden können, hängt davon ab, ob die Speichercontroller des Mainboards diese Technik unterstützen. Ist dies der Fall, sollten Sie darauf achten, dass beide RAM-Riegel die exakt gleiche Speichergröße aufweisen. Sie können den Dual-Channel-Modus auch mit vier RAM-Riegeln verwenden. Hier müssen die Speicherriegel im ersten und zweiten Speicherkanal über die gleiche Größe verfügen. Besonders, wenn Sie häufig aufwendige Programme verwenden, kann Ihnen der Dual-Channel-Modus einen echten Geschwindigkeitsvorteil bringen.

Tipps und Tricks zum Einbau von Speichermodulen

Haben Sie sich für einen oder mehrere RAM-Riegel entschieden, geht es nun an den Einbau. Lesen Sie im Folgenden, was Sie beim Einsetzen von Speicherriegeln beachten sollten.

Die richtige Arbeitsunterlage

Führen Sie den Einbau der RAM-Riegel nach Möglichkeit nicht auf Teppichboden durch. Dieser kann sich statisch aufladen, was wiederum zu Schäden an in Ihrem PC verbauten Hardware-Komponenten führen kann. Zudem ist es auf Teppich schwieriger, Schrauben, die einem beim Einbau aus der Hand geglitten sind, wiederzufinden. Wählen Sie für die Montage also einen glatten, festen Unterboden, wie beispielsweise Parkett oder Fliesen. Auch der Einbau auf dem Tisch ist eine gute Alternative.

Das passende Werkzeug

Für den Ausbau der alten und den Einbau der neuen RAM-Riegel benötigen Sie in der Regel kein spezielles Werkzeug. Falls Ihr PC-Gehäuse mit Schrauben fixiert ist, müssen Sie diese lediglich mithilfe eines Schraubendrehers lösen.

Die Entnahme der alten RAM-Riegel

Wie bei allen Arbeiten am und im Computer gilt: Gehen Sie stets vorsichtig und bedächtig vor. Die alten RAM-Riegel Ihres PCs sind mit zwei kleinen Klemmhebeln auf dem Mainboard befestigt. Um die RAM-Riegel entnehmen zu können, müssen Sie diese Hebel zur Seite hin öffnen. Dadurch wird der Speicherriegel in der Regel schon leicht nach oben gedrückt, sodass Sie diesen vorsichtig entnehmen können.

Ist Ihr PC mit mehreren Speicherriegeln ausgestattet, wiederholen Sie den Vorgang bei jedem RAM-Riegel, bis Sie alle Arbeitsspeichermodule vom Mainboard entfernt haben.

Der Einbau der neuen Speicherriegel

Setzen Sie den neuen RAM-Riegel bitte mit sehr viel Fingerspitzengefühl in den entsprechenden Einsteckplatz. Drücken Sie den Speicherriegel vorsichtig nach unten, bis sich die beiden Klemmhebel von alleine zum RAM-Riegel bewegen. Drücken Sie die beiden Hebel anschließend vorsichtig fest an den Riegel, bis diese spürbar einrasten. Vergewissern Sie sich, dass der Arbeitsspeicher gerade und korrekt im Einsteckplatz sitzt.

Das war es schon, Sie haben Ihren Computer nun ohne großen Aufwand mit einem neuem Arbeitsspeicher bestückt und können sich an der neuen Arbeitsgeschwindigkeit Ihres Rechners erfreuen. Schnell werden Sie merken, dass sich diese Investition gelohnt hat, denn Ihr PC wird von nun an deutlich weniger Zeit benötigen, um Programme und Anwendungen zu starten.

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