Steadymaster Schwebestativ(e)

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Die Schwebestative mit dem "Baumarkt-Look" - grob, klobig und unbequem.
Ich habe dieses Steady für meine Kamera: SONY HVR-A1P gekauft, sie wiegt etwas mehr ( 145 Gramm ), als die Belastung angegeben ist ( 800 g )
Dadurch war ich zu einem kleinen Umbau gezwungen, vor allen Dingen der mitgelieferten Gegengewichte wegen, denn die sind für eine Kamera - die aussieht wie eine Kamera ; )
ungeeignet. Der Schwerpunkt liegt einfach zu weit außen, wo das Gegengewicht nicht mehr hinkommt. Aber dank der Baumarkt-Technologie - das Stativ ist 100% demontierbar -
war das kein Problem. Ich habe den "Gewicht-Teil" einfach mit einer entsprechend dimensionierten Alu-Platte ersetzt. Gegengewichte ( auch aus dem Baumarkt ; ) sind
"normale" Unterlegscheiben. Damit kommt der allgemeine Eindruck wieder einem "richtigen" Steady nahe.
Zu einigen technischen Details:
Knackpunkt eines jeden Steadys ist die kugelgelagerte Aufhängung. Wenn sich das gesamte Gerät hier nicht reibungslos ( ! ) drehen kann, ist da schon was faul ! -
Vermutlich minderwertige Kugellager sind hier häufig die Ursache. Das Gelenk am Griff ist sehr gewöhnungsbedürftig. Zwei Lager sollen hier die 90-Grad-Kräfte aufnehmen.
davon ist Eines offen (!!!) d.h., sehr anfällig, wenn Fremdkörper sich da niedersetzen, und das geht schnell. Für mich völlig unverständlich.
Der Abstand zwischen Schlitten und Aufhängung ist sehr gering. Dadurch kann das Stativ nicht ordentlich durchschwingen ( was es ja eigentlich auch nicht soll ).
Probleme treten aber dann auf, wenn die Gabel nicht mehr horizontal steht -> z.B. bei Über-Kopf-Aufnahmen oder auch bei Aufnahmen kurz über dem Boden.
Natürlich ist eine Verlängerung dieses Abstandes wieder mit neuem Ausbalancieren verbunden, in der Regel muss dann auch unten zusätzliches Gewicht aufgelegt werden,
da sich die Kräfteverteilung verändert. Dadurch wiederum steigt das Gesamtgewicht.
Klar, der Preis ist einerseits akzeptabel. Andererseits allerdings empfehle ich - Nichthandwerkern - sich lieber doch für professionelle Markenware zu entscheiden.
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