Statt beim Italiener um die Ecke: frische Pizza aus dem eigenen Pizzaofen

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Statt beim Italiener um die Ecke: frische Pizza aus dem eigenen Pizzaofen

Pizza Margherita, Tonno, Pizza Diavolo oder Pizza ai Funghi und Pizza Hawaii - nur bei Erwähnung dieser würzig belegten, gebackenen Brote aus Italien läuft Liebhabern wahrscheinlich bereits das Wasser im Mund zusammen. Zum Glück gibt es das italienische Restaurant ums Eck oder den flexiblen Pizzaservice, der für prompten Nachschub der italienischen Köstlichkeit sorgt. Doch haben Sie schon einmal selbst versucht, eine Pizza zu backen? Die einfache Zubereitung einer Pizza wird für Pizza-Freunde oft zur freudigen Wissenschaft. Und das Ergebnis kann ein äußerst geschmackvolles Vergnügen darstellen. Damit die Pizza genau so lecker schmeckt wie beim Italiener, sind jedoch nicht nur die Zutaten und ihre Zusammensetzung entscheidend.

Mit dem richtigen Pizzaofen schmeckt selbst gemachte Pizza wie vom Italiener

Eine wichtige Komponente stellt auch die Auswahl des richtigen Pizzaofens dar. In der Gastronomie wird für das Pizzabacken eine spezielle Form von elektrischen oder gasbetriebenen Backöfen aus Edelstahl sowie Guss-Holzbacköfen verwendet. Die original italienische Holzofenpizza wird außerdem in vielen Pizzerien noch traditionell in einem kuppelförmigen, holzbefeuerten Ziegel-Steinofen zubereitet. Da aber natürlich nicht in jedem Haushalt ein Garten, eine Terrasse oder eine geräumige Küche vorhanden ist, um einen Ofen dieser Größe unterzubringen, werden sich die meisten Pizza-Freunde nach einer optimalen Alternative umzusehen haben. In der Küche wird bei einer Holzbefeuerung zusätzlich der Brandschutz zum Thema.
Fest steht jedenfalls, dass durch das vielfältige Angebot an Pizzaöfen im kleinen oder großen Format, durch Strom, Gas oder mit Holz beheizt, jedem Bedarf sowie Möglichkeiten entsprochen werden kann. Um zu wissen, worauf es beim Kauf eines Pizzaofens ankommt, ist die Kenntnis über die wesentlichen Charakterzüge des Steinofens, des Holzofens und des großen Pizzabackofens aus Edelstahl notwendig. Schließlich wurden den kleineren Haushaltsvariationen oft mehr, oft weniger Eigenschaften und Fähigkeiten vererbt. Die Entscheidung wird außerdem demjenigen leichter fallen, der über die Herkunft der Pizza und über ihre ursprüngliche Herstellungsweise Bescheid weiß. Die grundlegenden Faktoren, die aus einer Pizza letztendlich eine original italienische Pizza machen, haben sich bis heute nicht verändert. Welche Varianten an Pizzaöfen zur Auswahl stehen und auf welche Merkmale beim Kauf eines Pizzaofens besonders Wert gelegt werden muss, soll im Folgenden dargestellt werden. Damit die Pizza auch im kleinsten Zuhause perfekt gelingt.

Die Geschichte der Pizza

Welches Volk den Grundstein für die Entstehung der heutigen Pizza legte, ist umstritten. Waren es tatsächlich die Italiener mit ihrem Focaccia, das die Etrusker bereits vor Christi Geburt aßen, oder doch eher die Griechen, die bewiesenermaßen schon seit Urzeit Teigfladen auf glühenden Steinen backten? Auch von der Wortherkunft lässt sich die Beantwortung dieser Frage nicht ableiten. Wahr erscheint jedenfalls, dass schließlich vor etwa 300 Jahren ein neapolitanischer Koch den fast historischen Einfall hatte, Fladenbrot mit Tomaten und Käse zu verfeinern. Für die Zubereitung verwendete er angeblich einen Ofen, der aus Lavasteinen gebaut war. Die heute, allseits beliebte Pizza war geboren. Der Teig dieser Köstlichkeit stellt nach wie vor ein einfaches Gemisch aus Mehl, Salz, Hefe, Wasser und etwas Olivenöl dar. Dieser wird nach dem dünnen Ausrollen mit Tomatensauce bestrichen oder leicht zerdrückten Tomaten ausgelegt, nach Herzenslust weiter belegt und schließlich noch mit Käse und Gewürzen bestreut.

Pizzabacken: Auf den Stein und die Temperatur kommt es an

Um eine Pizza nach original italienischem Vorbild servieren zu können, nutzen italienische Restaurants den Stein- oder Holzofen aus Guss sowie den elektrischen Pizzabackofen aus Edelstahl oder dessen gasbetriebene Modelle. Alle Variationen dieser Öfen haben zwei wichtige Details gemeinsam: Sie können äußerst hohe Temperaturen erzeugen und sind mit einem Stein als Grundlage für den Backraum ausgestattet. Dieser Stein, meist ein Schamottestein, besitzt die Fähigkeit die Wärme äußerst gut speichern zu können. Er nimmt etwaige Feuchtigkeit auf und sorgt durch seine poröse Zusammensetzung dafür, dass die Pizza während des Backvorgangs belüftet wird. Die Pizza, mit einer hohen Temperatur von in etwa 400 Grad Celsius auf einem Stein gebacken, gelingt im Nu. Ihr Rand und Boden wird knusprig, während der Belag jedoch saftig und frisch bleibt. Manch eingefleischter Italiener schwört bei Verwendung eines Ziegelstein- und Gussofens auf die Beheizung mit weißem Buchenholz, um den Geschmack einer originalen Holzofenpizza zu erzielen.

Steinöfen, Holzbacköfen und Pizzabacköfen aus Edelstahl für den großen Haushalt und Garten

Eine echt italienische Holzofenpizza kann auch zu Hause gelingen. Ein selbst gebauter, kuppelförmiger Steinbackofen schmückt den Garten und ist nicht nur zum Backen von Pizzen, sondern auch zum Brotbacken oder, mit dem richtigen Zubehör, auch zum Grillen oder Schmoren geeignet. In seiner ursprünglichen Form ist der Steinofen eine schlicht aus Lehm gefertigte Kuppel mit einer Öffnung an der Seite, die gleichzeitig zum Beheizen, zum Füllen und als Rauchabzug dient. Heute wird der traditionelle Steinofen aus Schamottesteinen und feuerfestem Mörtel gebaut, außerdem wird er zumindest durch einen separaten Rauchabzug ergänzt. Da der Steinbackofen im Garten oder auf der Terrasse platziert ist, kann der Rauchabzug über die Frischluft passieren. Bei diesem direkt beheizten Ofen wird das Holz in den Backraum gefüllt und der Ofen ein bis zwei Stunden vorgeheizt, bis er die für das Pizzabacken ideale Temperatur erreicht hat. Ausgestattet mit einer übersichtlichen Bauanleitung können sich getrost auch Heimhandwerker auf die Realisierung dieses Projektes einlassen. Der Eigenbau erlaubt mitunter viele individuelle Gestaltungsmöglichkeiten.
Leichter und schneller geht der Bau eines Steinbackofens selbstverständlich mit fertigen Bausätzen von der Hand. Mobile Steinöfen, die meist ebenfalls in einer ansprechenden Kuppelform konstruiert wurden, eignen sich selbst für kleinere Terrassen. Für mehr Flexibilität betreffend die Platzierung und natürlich für vollen Pizzagenuss sorgen auch die mobilen Holzbacköfen aus Guss, deren Backkammer mit Schamottesteinen ausgestattet wurde. Beim strom- oder gasbetriebenen Pizzabackofen aus Edelstahl ist der Backraum sowohl mit einem Schamottestein ausgelegt, als auch erzeugt er die, für das Pizzabacken enorm wichtige, hohe Temperatur. Es soll an dieser Stelle angemerkt sein, dass eine Suche nach Steinöfen sämtliche Ofenarten generieren wird, deren Backraum mit einem Stein versehen wurde. Die berühmte Holzofenpizza kann sowohl aus dem mit Ziegel gebauten kuppelförmigen, hier als Steinofen bezeichneten, Holzofen oder aus einem Holzbackofen aus Guss kommen. Die bedeutende Rolle spielt dabei immer nur der Pizzastein, der Schamottestein, im Backraum.

Pizzaofen-Alternativen für jeden Haushalt

Auch derjenige, der nicht im Besitz eines Gartens, einer Terrasse oder Großküche ist, kann sich am Genuss einer selbst gemachten Pizza nach original italienischer Art erfreuen. Bei der Auswahl eines Pizzaofens für kleinere Haushalte sollte besonderes Augenmerk auf das grundsätzliche Vorhandensein eines Pizzasteins und dessen Qualität gelegt werden. Außerdem ist es erforderlich zu prüfen, ob die Öfen die Fähigkeit besitzen, ausreichend Wärme erzeugen zu können.

Die Pizza aus dem gewöhnlichen Backofen

Die einfachste und unkomplizierteste Art eine Pizza nach italienischem Vorbild herzustellen, wird bei Benutzung eines sogenannten Pizzasteins im gewöhnlichen Backofen möglich. Obwohl der herkömmliche Backofen meist nur bis zu einer Temperatur von 250 Grad Celsius erhitzt werden kann, können unter Zuhilfenahme eines Pizzasteins gute Geschmacksergebnisse erzielt werden. Bei einem qualitativ hochwertigen Pizzastein ist weder eine Bemehlung oder ein Bestreichen mit Öl notwendig, um ein Ankleben der Pizza zu verhindern. Der Schamottestein sollte im Idealfall auf Lebensmittelechtheit geprüft sein. Er besteht aus Schamotte und Ton und wird keramisch aufbereitet. Beim Kauf eines Schamottesteins für den Backofen ist außerdem zu beachten, dass dieser die richtigen Abmessungen für die jeweilige Backofen-Dimension besitzt. Seine Größe sollte deshalb so bemessen werden, dass nur ein schmaler Rand zur Luftzirkulation frei bleibt. Falls der Boden des Ofens Rillen aufweist, kann der Pizzastein direkt auf den Ofenboden gelegt werden, ansonsten sollte er auf einem Rost, der auf niedrigster Stufe einschoben wird, benutzt werden.
Um ein ideales Pizzaergebnis erzielen zu können, muss der Stein unbedingt vorgeheizt werden. Der Backofen sollte zusammen mit dem Pizzastein auf der höchstmöglichen Stufe temperiert werden. Erst nach etwa einer Stunde kann die vorbereitete Pizza dann mit der Pizzaschaufel vorsichtig auf den Pizzastein gelegt werden. Falls möglich, sollte die Einstellung Unterhitze verwendet werden. Auch bei dieser Pizzaofen-Variante ist die Pizza bereits nach fünf bis sieben Minuten essfertig. Für den Pizzastein ist so gut wie kein Platzbedarf nötig, er eignet sich auch für die kleinsten Haushalte. Der Pizzastein lässt sich übrigens ebenso im Kugelgrill für die Herstellung der italienischen Spezialität verwenden. Pizzafreunde, die eine neue Küche einzurichten planen, können bei der Auswahl des gewöhnlichen Elektro-Herdes eine jener Varianten wählen, bei denen der Pizzastein bereits im Backofen integriert ist.

Der Pizzaofen im Kleinformat

Für kleinere Haushalte stehen zum Pizzabacken auch spezielle Mini-Backöfen, die meist in Form und Größe einer Mikrowelle gleichen und die sogenannten Tunnelpizzaöfen, die kleinen Versionen der Gastronomie-Pizzaöfen aus Edelstahl, zur Auswahl. Die meisten dieser Öfen sind mit Pizzasteinen ausgestattet. Im Vergleich zu herkömmlichen Backöfen haben sie den Vorteil, dass sie fähig sind, die zum Pizzabacken notwendige, enorm hohe Hitze erzeugen zu können. Die Temperatur lässt sich bei diesen Mini-Backöfen sowie Edelstahlbacköfen über einen Regulator einstellen. Sie werden meist über ein Thermostat erhitzt, wodurch sich außerdem die Vorheizzeit verringert. Beim Kauf ist wiederum besonders auf die Beschaffenheit des Steins sowie auf die zu erzielbare Temperatur zu achten. Außerdem ist selbstverständlich darauf Rücksicht zu nehmen, ob die jeweilige Küche ausreichend Kapazitäten zur Platzierung zur Verfügung hat. Beide Arten können sowohl frei stehend genutzt, aber auch in die Küchenmöblierung eingebaut werden.
Vollständigkeitshalber sollte erwähnt werden, dass sich vor allem Mini-Backöfen natürlich auch zum Brotbacken, Grillen oder Schmoren eignen. Als nette Abwechslung kann die Bewirtung eines Besuches auch einmal mit einem Mini-Terrakottaofen passieren, der oft bis zu acht Mini-Pizzen gleichzeitig backen kann. Für dieses Event werden nur der Teig und die Zutaten vom Gastgeber vorbereitet. Die Gäste belegen ihre Pizzen nach individuellen Vorlieben und übernehmen das Backen in der sogenannten Pizzarette oder dem Pizzadom selbst. Eine Art der kleinsten Mini-Pizzabacköfen stellen elektrische Pizzabackpfannen oder auch sogenannte Pizzamaker dar, die ebenfalls für Pizzaqualität alla Italia sorgen können.

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