St. Leonhard Funk Uhrwerk

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Zunächst noch einmal meinen Dank an den Verkäufer "hwrm-sturm", dem ich nach der Auktion bereits eine vorbildliche Abwicklung in Form einer positiven Bewertung bescheinigt habe.

Die Originalverpackung ist grosszügig dimensioniert: sie besteht aus einem kräftigen Styropor-Block mit Deckel, innendrin findet man eine schmale Nut, in die die mit Klarsichtverpackung ummantelten Zeiger eingebettet sind.
Im Hauptfach dann das gegen Verrutschen eingefügte Uhrwerk. Damit will ich zum Ausdruck bringen, dass diese Verpackung selbst eine Warensendung übersteht, mit der die Post erfahrungsgemäss nicht gerade zimperlich umgeht.
Ausserdem befindet sich noch eine mehrsprachige Anleitung zum Zusammenbau des Uhrwerks, die mit Skizzen versehen, sauber gedruckt und leicht verständlich ist.

Der Einbau des Uhrwerks - in meinem Fall die Montage auf eine etwa drei Millimeter starke Hartspanplatte - ist nun wirklich kein Hexenwerk. Man setzt das Uhrwerk von der Rückseite her gegen die Platte an und schraubt von der Zifferblattseite die mitgelieferten Hohlmutter mit der Stärke von zwei kräftigen Fingern fest. Bevor man nun die Zeiger aufsteckt, richtet man das Zifferblatt so aus, dass die Oberkante des Uhrwerks geradlinig in einer Höhe mit der Ziffer 3, bzw. 9 liegt ( Grobausrichtung ); mehrfaches Drehen, Wenden und Beobachten ist natürlich erforderlich.

Dann nimmt man die entsprechenden Zeiger zur Hand, in der Reihenfolge Stunde, Minute, Sekunde und versucht diese vorsichtig parallel zum Ziffernblatt aufzudrücken.

Zu beachten: die Zeiger gehen nur sehr schwer auf die Wellen, das ist wohl vom Hersteller auch so beabsichtigt, damit diese nicht irgendwann im Betrieb abfallen. Bei der Montage hatte ich versucht, mit den Fingernägeln Nachdruck zu verleihen. Was zur Folge hatte, dass auf einem der empfindlichen Zeigeroberflächen, die aus dünnem Metall bestehen, leichte Druckspuren, bzw. leichte Kratzer entstanden. Das schmälerte allerdings nicht das Gesamtergebnis, da das Missgeschick bereits aus mehr als einem halben Meter Abstand nicht mehr zu sehen war.

Deshalb empfehle ich anderen Käufern, bei der Zeigermontage so vorzugehen, dass man vielleicht mit superfeinem Schmirgelpapier ( 800er und aufwärts ) eine feine, dünne Rolle wickelt und diese dann vorsichtig eine paar mal durch die 5mm-im Durchmesser, kreisrunde Zeigerbohrung zieht. Das bitte aber ganz vorsichtig; alternativ könnte eine kreisrunde, feine Diamantfeile weiterhelfen. Anschliessend noch eine winzige Spitze Fett auf die Wellen geben, damit sich die Zeiger besser auf die Wellen drücken lassen.

Die Position zum Ziffernblatt ist erst mal völlig egal, denn nach der Zeigermontage zieht man den beschriebenen Sicherungsstift auf der Rückseite heraus und legt eine Batterie ein. Nun dauert es mehrere Minuten, bis sich das Funkwerk erstmalig auf das Signal hin ausgerichtet hat; die Zeitanzeige ist zunächst einmal völlig konfus, aber das Werk läuft, zu erkennen an dem vorrückenden Sekunden -, bzw. Minutenzeiger. Macht aber nichts, denn nun hat man die Möglichkeit, auf der Rückseite einen Reset-Knopf zu drücken. Die Zeiger beginnen nun, schneller zu laufen und irgendwann bleiben alle drei stehen. In dem Moment, in dem alle Zeiger stehen geblieben sind, nimmt man die Batterie aus dem Fach, weil nun die Wellenausrichtungen aller drei Zeiteinheiten ( also Stunde, Minute und Sekunde ) uhrwerksintern auf Punkt zwölf ausgerichtet sind. Nun zieht man ( nicht verdrehen ! ) noch einmal alle drei Zeiger ab und steckt sie haargenau auf die 12-Uhr-Positionen auf. Zum guten Schluss setzt man die Batterie erneut ein, das Uhrwerk bekommt wieder das Funksignal und stellt die Zeiger auf die tatsächliche Zeitposition.

Der Einbau dieses Uhrwerks dauert etwa eine Stunde inklusive zweifacher Zeigerausrichtung. Das Uhrwerk läuft sehr leise und ist erst zu hören, wenn man auf etwa zwanzig Zentimeter mit dem Ohr herangeht.

Dieses St. Leonhard Uhrwerk scheint eine Alternative zu einer kostspieligen Fachhandelsreparatur zu sein, denn die Wanduhr, in die ich es eingesetzt habe, hat ursprünglich einmal 80.- Euro gekostet. Nach sechs Jahren war das Uhrwerk defekt und sollte zu einem Preis zwischen 50.- und 55.- Euro im Fachhandel ausgetauscht werden bei nur sechs Monaten Garantiezeit. Da das keine Verhältnismässigkeit darstellte, habe ich für weitaus weniger Geld den Austausch selber vorgenommen und somit ca. 35.- bis 40.- Euro gespart.
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