SpyPhone – Ihr altes Handy als Überwachungskamera

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Für eine Alarmanlage oder eine Überwachungskamera können Sie Hunderte von Euro ausgeben. Oder viel viel weniger. Wie wär’s mit, sagen wir, rund 25 Euro? Das funktioniert, weil die Kamera vielleicht schon bei Ihnen in der Schublade liegt. Dort findet sich oft genug ein altes, ausrangiertes Smartphone, dem Sie als Überwachungskamera ein zweites Leben verleihen können. Und das ist auch für Technik-Laien spielend leicht. Wir verraten Ihnen in sechs Schritten, wie die Schnäppchen-Sicherheit mit dem „SpyPhone“ funktioniert.

Was macht man mit dem alten Smartphone? Eine Überwachungskamera bauen! Foto: 123rf.de
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Was macht man mit dem alten Smartphone? Eine Überwachungskamera bauen! Foto: 123rf.de

1. Sie brauchen ein altes Smartphone. Wenn der Bildschirm zersplittert oder das Gehäuse angeknackst ist – gar kein Problem. Es kommt nur darauf an, dass sich das Handy noch einschalten lässt, dass Sie damit per WLAN ins Netz kommen, und dass die Kamera auf der Rückseite funktioniert. Ob iPhone oder Android, spielt keine Rolle. Wenn das Smartphone nicht ganz uralt ist und eine ordentliche Kamera auf der Rückseite eingebaut hat, dürfte es sogar bessere Bilder liefern als klassische Überwachungskameras.

Ein Ständer oder eine Wandhalterung muss her - dafür gibt es zahllose Möglichkeiten Foto: Bluelounge
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Ein Ständer oder eine Wandhalterung muss her - dafür gibt es zahllose Möglichkeiten Foto: Bluelounge

2. Eine Halterung oder ein Ständer muss her, in dem das Überwachungs-Smartphone künftig seinen Dienst tut. Dazu gibt es je nach Ihrem Einsatzzweck zahllose Möglichkeiten. Schon für knapp zehn Euro sollten Sie bei Ebay fündig werden. Wichtig: Das Smartphone muss sich mit der Rückseite nach vorne einsetzen lassen. Denn die hintere Kamera ist fast immer besser als die Cam vorne, und deshalb sollte sie künftig die Überwachungsbilder liefern. Wichtig: Für den Dauerbetrieb des wiederbelebten Handys muss eine Steckdose in der Nähe sein, bei Bedarf verwenden Sie eine Verlängerungsschnur.

Mit einer Linse zum Aufsetzen haben Sie einen besseren Blick in den Raum, den Sie überwachen wollen. Foto: Xcsource
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Mit einer Linse zum Aufsetzen haben Sie einen besseren Blick in den Raum, den Sie überwachen wollen. Foto: Xcsource

3. Für bessere Bilder können Sie eine Smartphone-Linse verwenden, die Sie vor die Kamera setzen. Die kleinen Linsen, die meist magnetisch haften, funktionieren als Tele, als Weitwinkel- oder Fischaugenobjektiv. Damit haben Sie einen deutlich besseren Blick in den Raum, den Sie überwachen wollen. Auch solche Linsen gibt’s für rund zehn Euro bei Ebay.

Wir brauchen eine App, die das Smartphone in eine Überwachungskamera umfunktioniertFoto: WardenCam
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Wir brauchen eine App, die das Smartphone in eine Überwachungskamera umfunktioniertFoto: WardenCam

4. Nun brauchen Sie eine App, die Ihr ausrangiertes Smartphone in eine Überwachungskamera umfunktioniert. Rein mit Bordmitteln klappt das nämlich nicht. Die beste App, die Sie hierfür verwenden können, ist die WardenCam360, die in Deutschland auch als „Überwachung Spion-Kamera“ in den Stores für iOS und Android zu finden ist. Die WardenCam dient sowohl zum Aufzeichnen als auch zum Betrachten der Bilder von der Kamera. Zuerst installieren Sie die App auf dem Smartphone-Oldtimer, der als Kamera dienen soll. Hier legen Sie fest, dass dieses Handy als „Cam“ fungiert, und melden sich an. Danach spielen Sie die gleiche App aufs Smartphone oder Tablet, mit dem Sie die Bilder anschauen wollen. Dieses Gerät legen Sie als Monitor fest, und melden sich am gleichen Konto an.

Ganz wichtig: Die automatische Bildschirmsperre muss deaktiviert werden Foto: Apple
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Ganz wichtig: Die automatische Bildschirmsperre muss deaktiviert werden Foto: Apple

5. Auf dem Kamera-Smartphone müssen Sie nun noch die automatische Abschaltung deaktivieren – sonst geht es nach ein paar Minuten in den Ruhezustand. Das erledigen Sie am iPhone unter Einstellungen => Allgemein => Automatische Sperre => Nie. Bei Android-Geräten finden Sie diese Funktion unter einem Menüpunkt wie Einstellungen => Sicherheit => Displaysperre => Keine. Den Bildschirm können Sie verdunkeln oder deaktivieren. Er wird künftig ohnehin nicht mehr gebraucht, und zeigt nach hinten. Wenn das Smartphone an den Strom angeschlossen ist, kann es nun bei Bedarf auch rund um die Uhr Bilder liefern. Beim Standort sollten Sie übrigens noch auf guten v-Empfang achten. Denn im datenhungrigen Mobilfunknetz würde der Videostream der Kamera Ihre Flatrate schnell überfordern. 

6. Nun legen Sie los. Von der Monitor-App aus können Sie jetzt überall die Bilder Ihres „SpyPhone“ abrufen – selbst, wenn Sie sich am anderen Ende der Welt befinden. Sie können das Livebild sehen, das bei Dunkelheit in einen Nachtsichtmodus umschaltet. Sie können aber auch Aufzeichnungen abrufen, die automatisch in Ihrer Dropbox landen. Sobald das Smartphone mit der WardenCam eine Bewegung registriert, speichert es Bilder oder Videos ab. Sie können sich dann sogar automatisch benachrichtigen lassen. Oder die App heult selbstständig mit einem kreischend lauten Sirenenton auf – genau wie eine große, teure und „echte“ Alarmanlage. Und noch ein Trick der cleveren App: Sie können sogar mit der Person vor der Kamera sprechen, und einen Einbrecher lautstark dazu auffordern, sich aus dem Staub zu machen, denn sonst gibt’s Ärger. Die WardenCam360 können Sie 24 Stunden lang gratis testen, die komplette Freischaltung kostet dann nur 5,99 Euro.

Fazit: Ganz schön große Sicherheit für ganz schön kleines Geld!

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