Sportlich, aber sicher: So wählen Sie den richtigen Sportgurt aus

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Sportlich, aber sicher: So wählen Sie den richtigen Sportgurt aus

Seit nunmehr vier Jahrzehnten gehört in Deutschland der Sicherheitsgurt zur Innenausstattung eines jeden PKW: Seit dem 1. Januar 1974 dürfen nur noch Autos mit Gurten gebaut werden, seit dem Neujahrstag 1976 besteht außerdem eine gesetzliche Anschnallpflicht für die Fahrzeuginsassen. Die Wirksamkeit des Anschnallens wurde nicht nur bei zahlreichen Dummy-Tests, sondern auch anhand der Unfallstatistiken eindeutig belegt. Mit dem Baujahr 2004 wurde der Drei-Punkte-Gurt auch für den mittleren Sitz auf der Rückbank zur Pflicht und löste dort damit den einfachen Beckengurt ab. Für besondere Einsätze des Fahrzeugs jedoch, beispielsweise bei Rennen oder Off-Road-Touren, haben sich die sogenannten Sportgurte bewährt. Auch bei Tunern sind sie als stylishe Accessoires überaus beliebt. Wir verraten Ihnen, was Sie bei der Auswahl beachten sollten.

 

Was ist bei Sportgurten anders als bei anderen Gurten?

Sportgurte, die auch unter dem Namen Hosenträgergurte bekannt sind, werden wie die Riemen eines Rucksacks über die Schultern gelegt. Ein Beckengurt sorgt für den notwendigen Halt im unteren Sitzbereich. Sportgurte haben meistens vier Befestigungspunkte, es gibt aber auch Drei-Punkt-Modelle sowie Modelle mit fünf oder sechs Befestigungen. Aufgrund der etwas anderen Anschnalltechnik bieten Sportgurte wesentlich mehr Halt. Andererseits schränken sie aber auch die Bewegungen des Fahrers deutlich mehr ein als herkömmliche Drei-Punkte-Gurte.

 

Auf den Punkt gebracht: Sportgurte richtig befestigen

Sehr wichtig ist es darauf zu achten, an welchen Stellen im Fahrzeug der jeweilige Sportgurt angebracht werden darf. Hier kommt es wirklich genau darauf an, um welchen Fahrzeugtyp und welchen Gurt es sich handelt. Generell wird beim PKW zwischen der A-, der B- und der C-Säule unterschieden, wobei sich A im vorderen Teil, B in der Mitte und C hinten befindet. Die Fahrzeugsäulen verbinden jeweils das Dach mit einem bestimmten Bereich der Karosserie. Bei Kombis gibt es aufgrund des vergrößerten Hecks noch eine D-Säule. Ein normaler Drei-Punkte-Gurt ist über der Schulter an der B-Säule befestigt. Bei einem Sportgurt hingegen wird dieser Befestigungspunkt nicht genutzt. Stattdessen wird der Gurt hinten an der C-Säule befestigt, da, wo sonst der Gurt für die Rücksitze angebracht ist. Außerdem gibt es noch den D-Punkt, der sich unterhalb des Rücksitzes in Höhe des Kotflügels befindet. Bevor Sie einen Sportgurt für Ihr Fahrzeug kaufen, sollten Sie sich unbedingt erkundigen, wie die Anbringung geregelt ist.

 

Was gibt es beim Einbau des Sportgurts noch zu beachten?

Je nachdem, wie Sie Ihren Sportgurt einbauen (dürfen), gelten weitere Einschränkungen. So kann es beispielsweise sein, dass aufgrund der Befestigung an der C-Säule die Rückbank nicht mehr für Mitfahrer genutzt werden kann. In diesem Falle muss das Auto zum Zweisitzer umgemeldet werden. Des Weiteren gibt es zu den Gurten vom Hersteller eine detaillierte Betriebsanleitung, in der auch vermerkt ist, für welche Fahrzeugtypen das jeweilige Gurtmodell zugelassen ist. Dieses Dokument muss unbedingt mitgeführt werden, wenn Sie ein Fahrzeug mit Sportgurten zum TÜV bringen.

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