Sporternährung zur Fettreduktion: Wirkungsweise von Protein-Shakes und anderen Fitnessprodukten

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Sporternährung zur Fettreduktion: Wirkungsweise von Protein-Shakes und anderen Fitnessprodukten

Sport zu betreiben, ist für sehr viele Menschen eine äußerst wichtige Komponente, die zum Alltag dazugehört. Nicht wenige betreiben ihn täglich und genauso viele nehmen an Wettkämpfen und Austragungen teil, um sich mit der Konkurrenz zu messen. Es gibt neben dem Faktor Spaß aber auch noch einen anderen für viele auch gesundheitlich wichtigen Aspekt: die Gewichtsreduktion. Ein großer Teil der Bevölkerung leidet an Übergewicht. Damit einher gehen unter anderem Herz-Rhythmus-Störungen, Atemwegsprobleme und erhöhter Blutdruck.  Sport hat natürlich einen optischen Effekt. Er formt eine ansprechende Figur, lässt Fettpölsterchen gezielt, je nach Sportart an Bauch, Beinen oder Po, verschwinden und sorgt für ein besseres Lebensgefühl.

Doch mit Sport allein ist es zumeist nicht getan. Auch die Ernährung muss umgestellt werden. Fettlastige Speisen wie Fast Food, Schokolade und auch Chips werden auf ein Minimum reduziert. Zuckerhaltige Getränke, wie Cola und Säfte, sind vom Speiseplan zu verbannen. Mit der Kombination aus gutem, ausgewogenen Essen und regelmäßigem Sport kann man Kalorien verbrennen. Unterstützend dazu gibt es Protein-Shakes und weitere Fitnessprodukte dieser Art. Wie sie wirken und welche Formen es gibt, erläutert Ihnen der folgende Ratgeber.

Sporternährung – auf was sollte man achten?

Zunächst soll auf die alltägliche Ernährung eines Sportlers eingegangen werden. Diese legt mitunter den Grundstein dafür, die Fettreduktion, eine größere Leistungsfähigkeit und die Verbesserung der Gesundheit auch erreichen kann.

  • Wie bereits erwähnt, sollten allzu fettige Speisen nur noch in Ausnahmefällen gegessen werden. Dieser Schritt ist für viele, die bisher nur sporadisch bis keinen Sport betrieben haben, die größte Umstellung. So sind Süßwaren und Knabbergebäck zu meiden. Auch Nüsse besitzen viel Energie, was nur bei Profisportlern wegen der Nährstoffe zu empfehlen ist. Eis und Fertiggerichte sollten umgangen werden. Die enthaltenen Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker wirken sich ungut auf die Gesundheit aus. Zudem sind Fertiggerichte vielfach mit Salz und Zucker versetzt. Eine gute Alternative ist Selbstkochen. Dies dauert zwar länger, schmeckt aber auch besser und man weiß, was in der eigenen Mahlzeit enthalten ist. Auch der Nährwert ist bei den fertigen Produkten meistens gering.
  • Was auch ein Großteil der Bevölkerung nicht weiß oder wahrhaben möchte: Fruchtsaftgetränke sind mit viel Zucker versetzt. Der positive gesundheitliche Aspekt in Bezug auf das enthaltende Obst wird durch einen Blick auf die meisten Inhaltsstoffe bitter enttäuscht. Die wenigsten Flüssigkeiten dieser Art sind mit echtem Obst versetzt und wenn, dann nur als Konzentrat oder in sehr geringer Menge. Zucker dagegen ist als Geschmacksträger vor allem bei Kindern äußerst beliebt und gleichzeitig extrem schädlich für das Gewicht, die Zähne und das allgemeine Wohlbefinden. Eine gute Alternative dazu können ungesüßte Früchtetees bieten oder Wasser. Dies kann mit einigen Spritzern Zitronensaft geschmacklich verändert werden. Die sogenannten Light-Produkte sind meist trügerisch. Dabei wird bei Getränken mit Süßstoff gearbeitet, der den Körper täuscht. Durch einige Prozesse wird der Heißhunger angeregt, der meist schwer zu stoppen ist.
  • Sportler benötigen mehr Flüssigkeitszufuhr als Nicht-Sportler. So trinkt der Otto-Normalverbraucher rund 1,5 bis 2 Liter pro Tag. Ein Sportler sollte mindestens die doppelte Menge, wenn nicht sogar 6 Liter zu sich nehmen, da der Flüssigkeitsverlust durch die Absonderung von Schweiß enorm ist. Doch Vorsicht: Zu viel Wasser kann ebenso Schäden anrichten. Der Körper scheidet nur eine bestimmte Menge Flüssigkeit pro Tag wieder aus. So sollten vor allem Leber-, Herz- und Nierenkranke besondere Vorsicht walten lassen. Deren Organe sind bereits geschwächt und können die Flüssigkeit schlecht verwerten. Doch auch Sportler sind von einer Übermenge an Wasser betroffen. So trinken viele beispielsweise auf der Marathonstrecke von rund 43 Kilometern meist zu viel reines Wasser. Es fehlen die passenden Nährstoffe, auf die ein Sportler mit diesem Belastungsniveau dringend angewiesen ist.

Protein-Shakes zum Muskelaufbau und zur Fettreduktion

Proteine sind Eiweiße, die in vielen Lebensmitteln wie Eier oder Käse vorkommen. Sportler und vor allem auch Bodybuilder schwören auf Protein-Shakes zur Fettreduktion und zum gleichzeitigen Aufbau von Muskeln. Laut einer Studie trinken rund 90 Prozent aller Sportler ab und an ein Protein-Shake. Ca. 50 Prozent davon sind tägliche Verzehrer. Doch worauf muss man bei diesen Shakes achten?

  • Zuerst einmal kommt es auf den Körpertyp und das zu erreichende Ziel an. Für die Fettreduktion sollte man zu einem Shake greifen, der einen hohen Anteil an Proteinen enthält und möglichst wenig Kohlenhydrate aufweist. Im alltäglichen Leben ist es zwischen Sport und Arbeit schwer, solch eiweißhaltige Lebensmittel zu sich zu nehmen. Ein Vorteil der Shakes: Sie sind schnell gemacht und schmecken gut. Als Pulver sind sie in größeren Dosen erhältlich und lassen sich problemlos zu Hause lagern.
  • Sogenannte Fatburner sollen die Fettverbrennung unabhängig vom Training anregen. Der Stoffwechsel wird hierbei beschleunigt und die Körpertemperatur steigt leicht an. Die Shakes mit Proteinen funktionieren wie folgt: Die Zufuhr von Kohlenhydraten wird verringert, während die Proteineinnahme ansteigt. Durch die geringe Kohlenhydratmenge beginnt der Körper, Fett abzubauen. Gleichzeitig erschlafft die Muskulatur nicht, sondern wird durch die Proteine gezielt aufrechterhalten. Das kommt vor allem Sportarten, die viel Muskelkraft erfordern, zugute. Durch das Pulver in Form eines Shakes verringert man das Hungergefühl, das die Proteine über den Magen in den Darm zur Verdauung gelangen.
  • Wer mithilfe von Protein-Shakes eine Diät anstrebt, muss den berüchtigten Jo-Jo-Effekt unterbinden. Dieser tritt bei radikalen Kurzdiäten, bei denen man beispielsweise eine Woche sehr wenig Nahrung zu sich nimmt. Sinnvoller ist es, gezielte Mahlzeiten in ihrer Zusammenstellung zu verändern. So sind die letzten beiden Gänge des Tages frei von Kohlenhydraten zu gestalten. Im Gegenzug dazu ist auf viele Proteine in Form eines Shakes zu setzen.

In vielen Protein-Shakes gibt es die unterschiedlichsten Protein-Komponenten. Dies sind Milchproteine, Molkenprotein-Isolate, Molkenprotein-Konzentrate und Eiproteine. Diese werden zeitversetzt im Körper aufgenommen, um ihn möglichst lang mit den Proteinen zu versorgen. Durch den höheren Eiweißanteil in den Produkten ist mit einer bis zu 30 % höheren Stoffwechselaktivität zu rechnen.

Mit Koffein abnehmen – der gute alte Kaffee

Vielen trinken ihn wegen des Geschmacks oder um am Morgen gut in den Tag zu starten: Kaffee. Das darin enthaltene Koffein kann aber auch dazu beitragen, ungewollte Kilos zu verlieren. Deshalb sind viele Fitnessprodukte auch damit versetzt. Die direkte Einnahme über flüssige Nahrung oder auch über Lebensmittel hilft dabei, die Herztätigkeit zu steigern und den Puls zu erhöhen. Koffein-Kapseln werden zum Beispiel von Athleten deshalb eingesetzt, um den Stoffwechsel anzuregen und damit Fett schmelzen zu lassen. Dafür müssen diese rund 15 bis 30 Minuten vor der körperlichen Aktivität eingenommen werden.

Im Körper wirkt Koffein wie folgt: Die Koffeinkomplexe werden unter Einwirkung der Magensäure gespalten. Das Koffein wird dabei sehr schnell vom Körper aufgenommen. Es erhöht den Plasma-Adrenalinspiegel und steigert gleichsam die Lipolyse.

Grüner Tee verbrennt Fett und verhilft schnell zur Traumfigur

In vielen Fitnessprodukten findet man eine große Menge an grünem Tee. Die enthaltenen Substanzen, wie zum Beispiel Katechine-Polyphenol EGCG, sollen den Stoffwechsel positiv beeinflussen können. Oft mischt man den Tee in den Fitnessprodukten mit Koffein und Chilipulver. Durch das Chilipulver erhöht sich zusätzlich die Körpertemperatur und der Körper wird gezwungen zu schwitzen und Giftstoffe auszuscheiden. Zugleich werden auch Kalorien durch den Erwärmvorgang verbrannt. Ingwer-Stoffe erzeugen eine ähnliche Wirkung und sind deshalb in vielen Pulvern für den Sportler enthalten.

Normale und etwas seltsame Kapselinhalte zur Fettreduktion

Viele Hersteller probieren immer wieder Neues, um ihre Kunden durch die angebotenen Produkte zur Traumfigur zu verhelfen. So sind Kapseln sehr beliebt, die Extrakte aus weißen Kidney-Bohnen enthalten, oder Mittel, die aus dem Horn eines Bocks hergestellt sind. Manche Hersteller schauen sogar auf die religiösen Hintergründe der Abnehmwilligen. So wird bei diesen Kapseln auf die Gelatine beim Überzug verzichtet.

L-Carnitin als der Klassiker unter den Abnehmmitteln – jedoch ganz natürlich

Die als Fettkiller verschriene Substanz L-Carnitin beschleunigt den Fettabbau. Entweder nimmt man diesen Stoff über spezielle Flüssigkeiten ein oder über spezielle Tabletten. Doch was steckt eigentlich dahinter? Im Grunde ist das Carnitin eine körpereigene Substanz aus Buttersäure-Verbindung. Diese wird im Gehirn, aber auch in der Niere und der Leber gebildet. Deshalb müsste es eigentlich nicht zusätzlich dem Körper zugegeben werden. L-Carnitin bringt die Muskeln dazu, bei einem Training mehr Fett zu verbrennen. Und genau darin liegt der Trugschluss enthalten: Denn mehr bringt hierbei nicht gleichzeitig mehr. Zusätzliche Zufuhr von außen bewirkt keine gesteigerte Verbrennung von Fett. Das spült höchstens dem Hersteller mehr Geld in die Kasse, bewirkt aber an den Hüften und anderen Problemzonen keinerlei positiven Effekt. Seien Sie deshalb besonders vorsichtig, was die Auswahl der Mittel und Shakes betrifft. Ein Blick auf die Zusammensetzung und die Inhaltsstoffe kann bereits weiterhelfen.

Chrom als Abnehmstoff in Fitnessprodukten?

Derzeit vor allem in Amerika stark im Trend sind Präparate, die auf der Basis von Chrom entstehen. Chrom ist ein essenzielles Spurenelement und muss zwingend über die Nahrung aufgenommen werden, da es der Körper selbst nicht produzieren kann. Vor allem über Bierhefe, Eier, Fleische, Innereien und Vollkornprodukte ist Chrom dem Menschen zuzuführen.

In den Zellen wird die Wirkung von Insulin durch Chrom verdoppelt. Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel sind dabei auf Chrom angewiesen. Wenn das Element jedoch fehlt, fällt der Insulinspiegel und das hat Auswirkungen auf die Proteinsynthese und die Lipogenese. Chrom kann in der Lage sein, das Körperfett zu reduzieren und die Muskelmasse ohne Fett zu erhöhen. 

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