Spielwiese für Computerfans: der Amiga 2000

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Der Desktop-Computer Amiga 2000 des Unternehmens Commodore International aus den USA kam im Jahr 1987 auf den Markt. Commodore International war in den 1980er bis in die frühen 1990er Jahre Marktführer im Segment der Heimcomputer und hatte zuvor bereits das Modell Amiga 1000 im Programm. Parallel zum Amiga 2000 wurde ab 1987 der Amiga 500 eingeführt, der Tastatur und technisches Innenleben in einem kompakten Gehäuse vereinte und wenig Anschlussmöglichkeiten für externe Geräte hatte.

 

Der Amiga 2000 - die erfolgreichste Amiga-Plattform der 1980er Jahre

Die Amiga-Modelle waren zu dieser Zeit wegen ihres leistungsstarken Multitasking-Systems und der hervorragenden Multimediafähigkeiten, wie die Darstellung von Fotografien in einer geringen Farbtiefe und die Tonwiedergabe über Samples, besonders populär. Daher war der Amiga 2000 sehr beliebt in der Bildbearbeitungs-, Musik- und TV-Industrie. Bekannte Künstler, die mit einem Amiga-Computer arbeiteten waren Andy Warhol, Jesper Kyd und Sven Väth. Der Amiga 2000 wurde allein in Deutschland 124.000 Mal verkauft. Die Produktion der Amiga-Computer endete zunächst mit der Firmenauflösung im Jahr 1994. Die Rechte am Namen und an der Technik befinden sich nach mehrmaligem Besitzerwechsel heute im Besitz des Start-up-Unternehmens Commodore USA.

 

Die Ausstattung des Amiga 2000 - beste Voraussetzungen für den Einsatz im Profibereich

Der Amiga 2000 war mit einem 68000-Prozessor von Motorola mit 7 - 28 MHz ausgestattet und hatte, da er als Desktop-Computer konzipiert war, ausreichend Platz für Erweiterungen über den sogenannten Zorro-Bus. So verfügte der Amiga 2000 über zahlreiche Schnittstellen für interne Geräte, wie einen CPU-Slot, einen Video-Steckplatz und einen ISA-Steckplatz sowie externe Geräte wie zweimal Cinch für 4-Kanal-Stereo-Sound, einmal Composite-Video, einen Serialport, einen Floppyport, einen Parallelport und eine 6-polige Mini-DIN-Buchse für die Tastatur.

 

Das Betriebssystem des Amiga 2000 hat bis heute unerreichte Eigenschaften

Im Amiga 2000 arbeitete das AmigaOS, das aus der grafischen Benutzeroberfläche Workbench, dem AmigaDOS mit dem Kommandointerpreter CLI und Kickstart, das die im ROM befindlichen Teile des Betriebssystems beinhaltete, wie zum Beispiel den Kernel und die Systembibliotheken, bestand. Das AmigaOS ermöglichte erstmals präemptives Multitasking, anwendungsunabhängige Datentyp- und Druckertreiber und eine grafische Benutzeroberfläche, die sich an Fenstern orientierte. Das AmigaOS ist in der Version 4.1 noch heute erhältlich und hat den Sprung auf neue PowerPC-basierte Hardwareplattformen geschafft.

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