Spieluhren in Kombination mit Lichtern, Stofftieren & Co – was ist wirklich sinnvoll?

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Spieluhren in Kombination mit Lichtern, Stofftieren & Co – was ist wirklich sinnvoll?

Mit ein wenig Feingefühl lässt sich jedes Kinderzimmer in eine Wohlfühl-Oase verwandeln: Das fängt an bei der Wahl der Farben und geht über die Einrichtungsgegenstände bis hin zu Deko-Ideen. Natürlich ist es eine Herausforderung, das Kinderzimmer immer wieder neu zu erfinden, je älter der Nachwuchs wird. Gleichzeitig ist es eine wunderbare Aufgabe für alle Eltern, dieser Entwicklung beiwohnen und sie maßgeblich mit zu tragen.

Rituale und klare Abläufe sind wichtig für Ihr Kind

Neben den kindgerechten optischen Ansprüchen gehören zu einem Kinderzimmer auch verschiedenste Rituale dazu, die einerseits Vertrauen schaffen und andererseits für einen gewissen Rhythmus stehen – Babys und Kinder lernen und begreifen solche Rituale sehr schnell. Die immer wiederkehrende Melodie einer Spieluhr etwa könnte dafür stehen, dass es Zeit zum Schlafen ist, ein Stofftier steht für Nähe und Vertrautheit und verschiedene Lichtstimmungen sorgen für das passende Ambiente. Ob und wie alles sinnvoll kombiniert werden kann, damit beschäftigt sich der nachfolgende Ratgeber mit hilfreichen Tipps und Anregungen, die als Orientierung gedacht sind. Als fürsorgliche Eltern werden Sie mit Sicherheit noch viele weitere Möglichkeiten in Erwägung ziehen, denn letztlich hat jedes Kind seine eigenen Ansprüche – und die kennen Sie selbst am besten.

Kleine Melodien, große Wirkung

Verschiedene Untersuchungen belegen, dass Babys bereits im Mutterleib Geräusche, Klänge und Musik wahrnehmen – eine Tatsache, die sich Eltern zunutze machen können. Und das nicht etwa im Sinne einer musikalischen Früherziehung, sondern um bereits vor der Geburt eine vertraute Atmosphäre zu schaffen, die sich danach nahezu nahtlos fortsetzen lässt. Welche Klänge dabei passen, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Musik, die entspannend für die Mutter ist, wirkt sich ähnlich auf das Ungeborene aus, selbst wenn es sich um eher rockige Klänge handelt. Eine weitere wichtige Rolle spielen die Stimmen der werdenden Eltern, die sich dem Baby während der Schwangerschaft als sogenannter Klang des Lebens für immer einprägen – nicht umsonst wird das Ohr als das erste Tor zur Welt bezeichnet.

In diesem Zusammenhang ist natürlich die Spieluhr als Taktgeber erwähnenswert: Als werdende Mutter können Sie während der Schwangerschaft bereits gezielt Melodien auswählen und diese abspielen, wenn Sie das Licht im Schlafzimmer ausgemacht haben. Allerdings ist es keinesfalls empfehlenswert, die Spieluhr direkt auf den Bauch zu legen, da dieser als eine Art Resonanzkörper fungiert und die Musik viel zu laut übertragen würde, vergleichbar mit einem Kopfhörer mit dröhnendem Sound, der als wenig angenehm empfunden wird.

Einkaufstipps für die Spieluhr

Die Melodien selbst sind natürlich reine Geschmackssache. Wesentliche Kaufkriterien stellen vielmehr die Qualität dar und die Frage, ob sich die Spieluhr rein auf die Akustik beschränkt oder auch optische Effekte mit einbezieht – dazu später mehr. Wichtig ist, dass sich an dem ausgewählten Modell keine Kleinteile befinden, die sich leicht ablösen könnten, und zwar aus einem einfachen Grund: Besonders Kleinkinder nehmen sehr gerne alles in den Mund, wenn es die Situation ermöglicht, und bei lockeren Teilen besteht die Gefahr des "Verschluckens". Hochwertigere Spieluhren gewährleisten zudem, dass die Melodie bis zum Schluss gleichmäßig abgespielt wird, eine sich verlangsamende Abspiel-Geschwindigkeit führt häufig zu disharmonischen Klängen. Mit einer sorgfältig ausgewählten Spieluhr lassen sich gleichzeitig die motorischen Fähigkeiten des Babys fördern.

Spieluhren mit Lichteffekten

Geht es um den Prozess des Einschlafens, stehen an erster Stelle natürlich die Stimmen der Eltern. Babys muss man noch keine zusammenhängenden Geschichten erzählen, es kommt ganz einfach auf den Klang und den Sprachrhythmus an. Die Prozedur kann jedoch auch durch Spieluhren mit Lichteffekten verfeinert werden, die in Form von Motiven im Sichtbereich des Babys oder Kleinkinds an Wand oder Decke geworfen werden. Einzig sollten Sie darauf achten, dass die Bewegungen der Motive nicht unruhig oder ruckartig erscheinen, da sich sonst eher gegenteilige als die gewünschten einschläfernden Effekte einstellen. Übrigens sollten Sie sich auch nicht scheuen, eine Spieluhr auszuwechseln, wenn Ihnen auffällt, dass die Melodie nicht mehr wirklich beim Nachwuchs ankommt. Beachten Sie diese wenigen Punkte, steht einem Kauf nichts mehr im Wege.

Stoffwechsel – wie Plüschtiere auf Kinder wirken

Kuscheligen Stofftieren kommt eine besondere Bedeutung zu – oft entwickeln sie sich als unverzichtbarer Begleiter für alle möglichen Situationen, mit denen Babys und Kleinkinder konfrontiert werden. Vielleicht haben Sie den Teddy aus der eigenen Kindheit bis heute aufbewahrt, weil Sie sich nicht von ihm trennen können – in diesem Fall müssen Sie nicht lange über die Bedeutung eines Kuscheltiers nachdenken.

Ob es um den kurzen Mittagsschlaf für zwischendurch geht, um einen Arztbesuch oder gar um eine längere Urlaubsfahrt: Das Lieblings-Plüschtier darf auf keinen Fall fehlen, zudem dient es häufig auch als Trostspender oder gar als engster Vertrauter, wenn sich das Kind einmal ungerecht behandelt fühlt. Erfahrene Eltern wissen, dass sich solche Situationen nicht immer vermeiden lassen – gut, dass für solche Augenblicke ein Kuscheltier da ist.

Waschbarkeit und Qualität von Plüschtieren

Wie bei jedem anderen Kinderspielzeug auch – von Bauklötzen bis hin zum Puppenhaus – gilt es, wichtige Kaufkriterien zu beachten. Einer der wichtigsten und zugleich schwierigsten Aspekte ist die Waschbarkeit und der damit verbundene Qualitätsanspruch an Verarbeitung und Material. Die pflegeleichte Waschbarkeit ist eine unbedingte Notwendigkeit, da das Kuscheltier nicht nur getragen wird, sondern durchaus auch einmal hinterher geschleift und an den verschiedensten Orten abgelegt wird – auch wenn diese hygienisch nicht unbedingt vorteilhaft sind. Zudem dienen Teile des Plüschtiers wie etwa die Nase oder die Ohren bis zu einem gewissen Alter als eine Art Schnullerersatz. Diese Aspekte sollten Sie berücksichtigen, denn sie machen es immer mal wieder notwendig, die Vertrauten Ihres Kindes hin und wieder einem Waschgang zu unterziehen – nach Möglichkeit bei 60 Grad, da erst bei dieser Temperatur Keime und Bakterien abgetötet werden. Das Schwierige bei dem Unterfangen Sauberkeit: Ein Plüschtier entwickelt einen für das Kind identitätsstiftenden und das Vertrauen fördernden Eigengeruch, der beim Waschen natürlich nachlässt oder ganz abhanden kommt. Ist das Kind bereits in einem kommunikationsfähigen Alter, ist es unbedingt empfehlenswert, dieses in die Planung mit einzubeziehen und das zunächst Unverständliche möglichst fantasievoll zu erklären und zu umschreiben.

Wenn ein Wechsel des Plüschtiers nötig ist

Eine absolute Unmöglichkeit stellt die Idee dar, das geliebte Plüschtier einfach zu entsorgen, dies ist aus Sicht des Kinds ein kaum zu verzeihender Vertrauensbruch. Erklären Sie Ihrem Kind, warum ein Wechsel notwendig ist, und wählen gemeinsam ein neues Plüschtier aus. Der ausrangierte Weggefährte könnte je nach Größe zum Beispiel Platz in einem verschließbaren Glas finden, das die Funktion einer Vitrine übernimmt, und in einem Regal im Kinderzimmer platziert werden, bis es allmählich in Vergessenheit gerät.

Mit Licht und Lichteffekten die richtige Atmosphäre im Kinderzimmer erzeugen

Gerade während der Einschlafphase verlieren sich Kinder schnell in der Dunkelheit und bekommen Angst – vielleicht werden Sie sich als Eltern noch selbst an Situationen dieser Art erinnern, die mit einem eher unangenehmen Gefühl verbunden sind. Ab einem bestimmten Alter sollte man die ersten Versuche starten, dass der Nachwuchs einschläft, ohne dass man permanent bis zu dem Augenblick am Bettchen verharren muss, bis die Äuglein endgültig zufallen. Mit Lichteffekten und der richtigen Beleuchtung kann das in vielen Fällen erleichtert werden, allerdings gehört ein bisschen Geduld zum Ausprobieren verschiedener Lichtsituationen dazu. Bei Babys ist das natürlich etwas schwieriger, da diese in den ersten Monaten durchaus einen Schlafrhythmus haben können, der mit dem der Erwachsenen kaum zu vereinbaren ist und manchmal eine erste echte Bewährungsprobe darstellt. Doch diese Phase löst sich irgendwann von selbst in Luft auf – je früher, desto besser. Einen Teil dazu beitragen können zum Beispiel fluoreszierende Motive wie Sterne und eine Mondsichel, die einen klaren Nachthimmel an die Decke im Kinderzimmer zaubern. Mit ein wenig Glück fixieren Babys diese Lichtpunkte und schlafen darüber ein. Ebenfalls hilfreich kann eine sehr einfache Methode sein: Die Tür einen Spalt geöffnet lassen, sodass ein schmaler Lichtstreifen aus dem Flur in das Kinderzimmer fällt.

Wandleuchten mit verschiedenen Motiven eignen sich ebenfalls sehr gut, um Licht ins Dunkel zu bringen – bei eBay finden Sie eine große Auswahl an Farben, Größen und Helligkeitsstufen für jedes Alter. Sehr sinnvoll ist an diesen Leuchten ein Dimmer. Eine sehr schöne Atmosphäre können Sie auch mit passenden Lichterketten erzeugen, die zumeist ein diffuses Licht abwerfen, das den Raum sanft beleuchtet.

Energiesparende Maßnahmen 

Eltern tun grundsätzlich alles für Ihre Kinder, das ist auch gut so und wichtig für die weitere Entwicklung. Dennoch kann es nicht schaden, bei steigenden Energiekosten Zeitschaltuhren mit in die Planung einzubeziehen. Ist der Nachwuchs eingeschlafen, können elektrische Einschlafhilfen wie eine Spieluhr oder eine Lichter ausgeschaltet werden. Wacht das Kind nachts auf, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es sich bemerkbar macht – ob mit oder ohne Licht. Sie werden das zumeist schnell genug mitbekommen, entweder durch die geöffneten Türen selbst, in einer größeren Wohnung oder einem Haus durch die Verwendung eines Babyphones, um schnell reagieren zu können.

Die Kombinationsmöglichkeiten von Spieluhren, Lichtern, Stofftieren & Co.

Um es vorweg zu nehmen: Es gibt keine allgemeingültigen Regeln, da jedes Kind anders auf die verschiedenen Stimulationen reagiert, die im Kinderzimmer erzeugt werden. Meist gilt jedoch auch hier, dass weniger mehr ist – zu viele akustische und optische Reize können Babys und Kinder schnell überfordern und eine innere Unruhe erzeugen. Im Laufe der Zeit sammeln sie mehr und mehr Erfahrung und können auf die Bedürfnisse reagieren, auch wenn sich diese immer wieder ändern, je älter das Kind wird. Irgendwann, wenn der Nachwuchs ins Schulalter kommt, geht es dann primär um ein Gesamtkonzept für die Lichtsituation. Dann ist ein Kinderzimmer schließlich nichts anderes als eine Art Multifunktionsraum zum Spielen, Lernen, Ausruhen und Schlafen – quasi eine Wohnung in der Wohnung.

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