Speicherkarten in allen Formaten

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Viele Geräte, die mit Speicherkarten arbeiten, werden immer kleiner und auch die neuen Multimedia-Handys verlangen nach neuen Speicherkonzepten. Das bedeutet, die Speicherkarten müssen kleiner werden, sollen aber möglichst genauso viel an Speicherkapazität bereitstellen wie die herkömmlichen größeren Karten. Außerdem wird von neuer Technologie in der Regel auch eine bessere Qualität und eine höhere Geschwindigkeit beim Datentransfer gefordert.

Deshalb kommen immer wieder neue Speicherkartenformate auf den Markt und sorgen bei den Anwendern auch teilweise für Verwirrung. Welche Technologie ist die beste und welche Formate eignen sich für die eigenen Geräte? Es ist also nicht unwichtig, sich mit dem Thema Speicherkarten ein wenig näher auseinanderzusetzen.

Die wichtigsten Informationen über Speicherkarten in allen Formaten bietet Ihnen dieser Ratgeber in einer kompakten Übersicht. Damit sollte Ihnen die Wahl des geeigneten Speichermediums nicht mehr schwerfallen.

Damit der Speicher nie zu knapp wird

Selbst eine noch so große Speicherkarte ist meist schneller voll, als man denkt. Das gilt besonders, wenn sie für digitale Video- oder für die Speicherung von MP3-Dateien verwendet wird. Auch die handlichen kleinen Digitalkameras benötigen eine hohe Menge an Speicherkapazität.

Videokameras gehören zu den Großverbrauchern, was die Speicherkapazität auf den Chips angelangt. Wer Filme in voller HD-Auflösung aufnimmt und keine allzu starke Datenkomprimierung verwenden möchte, sollte möglichst leistungsfähige Speicherkarten verwenden und am besten immer eine leere Reservekarte dabeihaben.

Auch die Ansprüche im Bereich der Musikwiedergabe steigen ständig. Nicht selten möchten MP3-Player-Besitzer ihre gesamte Musiksammlung auch unterwegs stets griffbereit haben. Normal große Speicherkarten gelangen hier schnell an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Besonders, wenn über den MP3-Player auch Videos angeschaut werden sollen, ist trotz effektiver MP3-Komprimierung ein hoher Bedarf an Speicherkapazität gefragt.

Ähnliches gilt für die Digitalfotografie. Während früher eine Speicherkarte von 256 Megabyte ausreichte, um etwa 200 Fotos zu speichern, würden darauf heute kaum mehr als 30 Bilder Platz finden. Das ist natürlich völlig inakzeptabel. Deshalb beginnen Speicherkarten für Digitalkameras heute auch meist erst bei einer Speicherkapazität von 2 Gigabyte und reichen bis in den zweistelligen Gigabyte-Bereich hinein.

Immer noch die am weitesten verbreitete Speicherkarte: der Flashspeicher

Speicherkarten mit der sogenannten Flashtechnik sind bekannt und beliebt. Es gibt Flashspeicher (nichtflüchtiger Wechselspeicher) sowohl ohne als auch mit integriertem Controller. Flash-Speicherkarten benötigen keinen Strom, um die Daten zu behalten. Sie bestehen aus einer Kombination von:

  • ROM- (Read only Memory) und
  • RAM-Speichern (Random Access Memory).

Übrigens: Die Flash-Technologie wird auch bei USB-Sticks oder SSD-Festplatten verwendet.

Einer der großen Vorzüge von Flash-Speicherkarten ist ihre Robustheit und Langlebigkeit. Sie benötigen nur ganz wenig Strom, sodass die Akkus der Geräte geschont werden. Außerdem machen ihnen Schwingungen oder Stöße nichts aus, ganz im Gegensatz zu den bei digitalen Videokameras auch eingesetzten Mini-Festplatten.

Flash-Speicherkarten lassen sich bis zu 100.000 Mal löschen und neu beschreiben. Das genügt auch bei einem sehr intensiven Einsatz von Kameras und MP3-Player für etliche Jahre.

Achtung: Flash-Speicherkarten sollte man nie ganz bis zum Ende Ihrer Speicherkapazität ausnutzen. Stoßen diese Karten an ihre Leistungsgrenzen, kann es zu Datenverlusten kommen.

Flash-Speicher mit und ohne Controller

Besitzt eine Flash-Speicherkarte einen eigenen Controller, übernimmt dieser die Steuerung des Speichers. Bei Speicherkarten ohne Controller muss die Steuerung über das eingesetzte Gerät erfolgen.

Speicherchips mit integriertem Controller arbeiten schneller bei der Datenübertragung, weil das Speichermodul hier mit einer speziell auf seine Bedürfnisse angepassten Steuereinheit arbeiten kann. Die bekanntesten Formate von Flash-Speichern mit integriertem Controller sind unter anderem:

  • CompactFlash-Cards (CF)
  • Multimedia Cards (MMC)
  • Secure Digital Cards (SD, SDHC, SCXC)
  • Reduced Size Multimedia Cards (RS-MMC)
  • MiniSD, MikroSD, miniSDHC und MicroSDHC
  • Microdrive und alle Versionen des
  • Memory Stick/Pro/Duo.

Ohne integrierten Controller bekannte Speicherkartenformate sind zum Beispiel:

  • Smart Media Cards (SM)
  • Extreme Digital Card (xD).

Achtung: Bei der Smart Media Card kommt es häufig zu Problemen, wenn man eine Speicherkarte einsetzt, die der Gerätecontroller nicht erkennt. Es kann also sein, dass Kamera oder MP3-Player die Karte vollständig ignorieren. Auch, wenn das Gerät eine höhere Speicherkapazität der verwendeten Karte nicht anerkennt, kann es zu Problemen kommen. In diesem Fall wird dann nur so viel Speicher angezeigt, wie das Gerät in seinen internen Grenzen vorgibt.

Der größte Teil dieser Probleme wurde durch die Entwicklung der extreme Digital Card gelöst. Allerdings kann es auch hier immer noch zu automatischen Beschränkungen der Speicherkapazität kommen.

Kauftipp: Entscheiden Sie sich für eine Flash-Speicherkarte mit integriertem Controller. Sie lassen sich in allen Geräten verwenden und es gibt keine Probleme hinsichtlich der Speicherkapazität oder Steuerung.

Die Entscheidung für die Speicherkarte fällt oft schon beim Gerätekauf

Oft entscheidet man sich – bewusst oder unbewusst – schon beim Kauf eines bestimmten Gerätes automatisch auch für einen bestimmten Speichertyp. Wer hier nichts dem Zufall überlassen möchte, sollte sich im Vorfeld über die empfohlenen Speicherkarten informieren. Es ist auch sinnvoll herauszufinden, ob das jeweilige Gerät auch alternative Speicherkarten akzeptiert.

Wenn die Produktbeschreibung hierzu keine detaillierten Aussagen anbietet, lohnt sich unter Umständen der Besuch auf der Webseite des Geräteherstellers. In den technischen Datenblättern sollte auf jeden Fall verzeichnet sein, welche Speicherkartenformate in dem Gerät verwendet werden können.

Beim Kauf einer digitalen Fotokamera kann es zum Beispiel von ausschlaggebender Bedeutung sein, ob man High-Speed-Speicherkarten verwenden kann. Viele Schnappschüsse kurz hintereinander, die Videofunktion in HD oder auch die Serienbildfunktion benötigen ausgesprochen schnelle Speicherkarten, um die Bilddateien abzuspeichern.
Bei Videos ist auch die Verarbeitungsgeschwindigkeit der Daten von hoher Bedeutung. Es darf bei der Aufzeichnung nicht zu einer Unterbrechung des Datenflusses kommen. Auch die Übertragung von der Speicherkarte auf den PC sollte keine allzu großen Wartezeiten hervorrufen.

Kauftipp: Verzichten Sie beim Kauf von Speicherkarten auf Medien, die speziell nur für ein Gerät entwickelt wurden. Hier ist der Nachkauf unter Umständen schwierig und teuer. Außerdem können Sie diese Speicherkarten nicht in anderen Geräten verwenden. Karten, die auch in andere Geräte passen, erhöhen Ihre Flexibilität.

Adapter und Lesegeräte – wichtiges Zubehör für Speicherkarten

Es gibt eine ganze Reihe von Speicherkarten, die sich mithilfe eines Adapters an anderen Steckplätzen verwenden lassen. Sie können so problemlos die Video- oder Digicam, aber auch den MP3-Player mit Speicherplatz ausstatten.

Adapter sind auch wichtiges Zubehör für Speicherkartenlesegeräte. In der Regel bieten diese Cardreader unterschiedliche Slots an. Trotzdem kann es vorkommen, dass für ein Format kein passender Einschub vorhanden ist. In diesem Fall kann die Speicherkarte in einen Adapter eingelegt und trotzdem bequem über den Kartenleser ausgelesen werden.

Übrigens: Speicherkartenleser sind praktisch. Sie müssen nicht mehr jedes einzelne Gerät per Kabel mit PC oder Notebook verbinden. Entnehmen Sie einfach die Speicherkarte und lassen Sie sie bequem über den Cardreader auslesen, der per USB-Port an jeden Rechner angeschlossen werden kann. Moderne Cardreader verfügen über den Plug-and-play-Modus. Sie müssen nicht installiert werden, sondern werden vom System automatisch erkannt.

Hinweis: Cardreader sollten mindestens an die übliche USB-2.0.-Standardschnittstelle angeschlossen werden. USB 1.1 ist zu langsam bei der Datenübertragung. Ideal ist es, wenn sowohl der PC als auch der Cardreader über einen USB-3.0-Anschluss verfügen. Das garantiert eine sehr schnelle Verarbeitungsgeschwindigkeit.

Kauftipp: Es gibt auch Cardreader, die über die Firewire-Schnittstelle angeschlossen werden können. Der USB-3.0-Geschwindigkeit entspricht hier der schnelle Firewire 800 Eingang.

Eine große Speicherkarte oder mehrere kleine?

Große Speicherkarten zu kaufen, ist heute kaum noch eine Frage des Preises. Sie sind relativ günstig und bieten viel Platz für Fotos, Filme und Musik. Allerdings haben große Speicherkarten auch einen ganz entscheidenden Nachteil: Wenn sie nicht funktionieren, sind alle darauf gespeicherten Daten auf einmal verloren.

Es ist deshalb eher ratsam, auf mehrere kleine Speicherkarten zu setzen. Das kann möglicherweise bei der Anschaffung etwas teurer sein, dafür ist aber auch bei Fehlfunktionen der Datenverlust nicht ganz so groß.

Datensicherheit auf Speicherkarten

Wer großen Wert darauf legt, dass die Daten auf der Speicherkarte sicher sind, sollte zu den unterschiedlichen Variationen der Secure Digital Card (SD) greifen. Diese Karten verfügen über einen mechanischen Schreibschutz, ganz ähnlich wie die früher geläufigen Disketten für PCs.

SD-Karten gibt es in folgenden Ausführungen:

SD Card

Die Secure Digital Card ist im Grunde eine Weiterentwicklung der Multimedia-Karte mit gleichen Abmessungen, aber etwas dicker. Ihren Sicherheitsfaktor erhält sie durch die integrierte DRM-Technik (Digital Rights Management). Mit ihrer Hilfe kann der integrierte Controller Schutzanweisungen auslesen und befolgen wie zum Beispiel die Häufigkeit der erlaubten Kopierversuche.

Achtung: SD-Karten mit DRM funktionieren nur dann ordnungsgemäß, wenn auch die entsprechenden Geräte diese Technik unterstützen. Deshalb sind sie mit DRM noch verhältnismäßig selten auf dem Markt vertreten. Die Speicherkapazität ist in etwa mit den CompactFlash-Cards zu vergleichen. Es sind besondere Versionen erhältlich, die eine mehrfach höhere Übertragungsgeschwindigkeit bieten und auch bei extremen Temperaturbedingungen zuverlässig arbeiten.

SDHC Card

SDHC ist eine Weiterentwicklung der SD-Karte, die deutlich mehr an Speicher zu bieten hat. Auch hier gilt, dass die entsprechenden Geräte für SDHC geeignet sein müssen, damit die Karte ihre Speichervorteile ausspielen kann.

Tipp: Informieren Sie sich im Handbuch Ihrer Geräte oder besuchen Sie die Webseite des Geräteherstellers. Hier finden Sie Angaben, welche Speicherkartenformate unterstützt werden.

SDXC Card

Vorsicht geboten ist auch bei SDXC-Karten. Sie benötigen ein spezielles Dateisystem (exFAT), das nicht von jedem Betriebssystem unterstützt wird. Eventuell muss hier ein spezieller Patch installiert werden.

Mini-SD und MiniSDHC und Transflash/MicroSD/MicroSDHC

Die Mini- und Micro-Versionen der SD-Speicherkarten sind vorzugsweise für kleine Mobiltelefone entwickelt worden. Die Speicherkapazität ist meist wesentlich geringer, aber mit einem passenden Adapter lassen sich auch die Miniaturkarten über ein normales Kartenspeicherlesegerät am PC auslesen.

Weitere Informationen, besonders zu speziellen Speicherkarten, finden Sie immer auf den Webseiten der jeweiligen Hersteller. So können Sie vor dem Kauf auch mithilfe dieses Ratgebers gut informiert entscheiden, welche Speicherkarten Ihren Anforderungen am besten entsprechen.

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