Spaß am Strand: Alles, was Sie für Beachvolleyball benötigen

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Fun am Strand: Alles, was Sie für Beachvolleyball benötigen

Aus der Halle heraus und an den Strand: Das dachten sich die Volleyballer, die das Beachvolleyball erfunden haben. Vor allem im Sommer macht diese Sportart bei Sonne und Sand viel mehr Spaß als in einer Volleyballhalle.

Bei den Olympischen Spielen und in der Freizeit

Beachvolleyball ist inzwischen eine eigenständige Disziplin bei den Olympischen Spielen und wird professionell auf internationaler Ebene gespielt. Das muss aber niemanden daran hindern, im Sommer am Strand zu den Anfängen des Beachvolleyball zurückzukehren und einfach aus Spaß an der Freude den Ball über das Netz zu spielen. Im Privaten muss sich niemand zu genau an die Regeln halten und es können auch mehr als vier Leute mitspielen. Kein Wunder also, dass Beachvolleyball auch bei Freizeitsportlern beliebt ist und sogar immer noch an Beliebtheit zunimmt.

Wenn auch Sie am Strand Spaß haben möchten und dem populären Ballsport nachgehen wollen, können Sie hier lesen, was Sie dazu benötigen.

Zurück zu den Wurzeln: Wie alles begann

So trendig, wie Beachvolleyball wirkt, könnte man denken, dass die Sportart noch nicht sonderlich alt ist. Aber es gibt Beachvolleyball bereits an die hundert Jahre lang. Die ersten Beachvolleyballer um den Gründer George David Center zog es schon im Jahr 1915 an den Strand auf Hawaii. In den 20er Jahren verbreitete sich diese Variante des Volleyballs dann auch in Kalifornien und in Brasilien. Die ersten Beachvolleyballklubs wurden in dieser Zeit gegründet und Wettbewerbe fanden ebenfalls statt. Damals spielte man allerdings noch nach anderen Regeln – so hatte jede Mannschaft z. B. wie beim Volleyball sechs Spieler. Dass nur zwei Spieler zu einer Mannschaft gehören, wurde erst in den 30er Jahren durch einen Zufall populär, als eine Mannschaft aus Not nur zu zweit antreten konnte.

Die 40er Jahre - der Beachvolleyball kommt nach Europa

In den 40er Jahren verbreitete sich der Sport auch nach Europa, und in Kalifornien wurden die ersten richtigen Turniere mit Preisgeldern ausgetragen. In den 60er Jahren fand erstmals das heute berühmte Turnier am Manhattan Beach statt und in den 70er Jahren wurden erste inoffizielle Weltmeisterschaften ausgetragen.

Die 80er Jahre - offizielle Anerkennung

Erst in den 80er Jahren gelang dem Beachvolleyball schließlich der Sprung in die Riege der offiziell anerkannten Sportarten. Und seit 1997 ist Beachvolleyball auch olympisch. Die großen Turniere wurden lange Zeit von US-Amerikanern und Brasilianern dominiert, bei denen der Sport schon seit Langem populär war. Aber auch andere Nationen schafften es, in den 90er und 2000er Jahren ganz oben mitzuspielen.

Die Unterschiede zwischen Hallenvolleyball und Beachvolleyball

Seit den Anfängen des Beachvolleyballs hat sich bei den Regeln einiges geändert und die Sportart hat sich auch von ihrem Schwesternsport dem Hallenvolleyball weg entwickelt. Grundsätzlich sind beide Sportarten natürlich eng verwandt. Die hauptsächlichen Unterschiede sind Folgende:

  • Spielfeldgröße: Beachvolleyballfelder messen 16 mal 8 Meter, Hallen-Volleyballfelder dagegen 18 mal 9 Meter.
  • Es wird auf Sand gespielt.
  • Es gibt nur zwei statt sechs Spieler und es kann nicht ausgewechselt werden.
  • Es gibt keine Angriffslinie wie beim Hallenvolleyball.
  • Die Seiten werden alle 7 Punkte gewechselt.
  • Während des Spiels darf der Trainer den Spielern keine Spielanweisungen geben.
  • Der Block zählt als erster Ballkontakt.
  • Die Spieler können innerhalb des Teams Positionen tauschen, wie sie wollen.
  • Spieler dürfen mit Körperteilen unter dem Netz sein, solange sie die gegnerische Mannschaft dabei nicht behindern.

Die einzige auffällige Gemeinsamkeit ist die Höhe des Netzes, die bei Frauen 2,24 Meter beträgt und bei Männern 2,43 Meter.

Die Ausrüstung für den Spaß am Strand

Volleyball ist nach wie vor auch bei Freizeit- und Amateursportlern sehr beliebt, die nicht immer nach den offiziellen Regeln spielen. Insbesondere die Anzahl der Spieler wird sehr oft nach Bedarf und Anzahl der Freizeitspieler variiert. Sind viele Personen vorhanden, wird auch im Beachvolleyball gerne mit mehr als zwei Spielern pro Mannschaft gespielt. Ist das Spielfeld groß genug mit sechs Spielern pro Mannschaft, ist es ein typisches Beachvolleyballfeld manchmal auch nur mit vier Spielern. Wenn Sie am Strand oder in Ihrer Freizeit ohne Regelzwang spielen möchten, benötigen Sie aber trotzdem die Grundausrüstung des Spiels: einen passenden Ball und ein Netz. Dass Sie sich zum Spielen eine Fläche mit Sand aussuchen, ist ebenfalls selbstverständlich.

Der richtige Ball beim Beachvolleyball

Wer Zuhause einen Volleyball liegen hat, kann natürlich auch damit Beachvolleyball spielen. Sie sollten sich aber bewusst sein, dass der Ball nur bedingt für das Spiel im Sand geeignet ist. Grundsätzlich sind Volleybälle für die Halle und für den Strand zwar ähnlich, in professionellen Spielen werden aber unterschiedliche Bälle verwendet, die den jeweiligen Spielbedingungen Rechnung tragen. Beachvolleybälle müssen aus einem wasserabweisenden Material bestehen, weil sie im Freien verwendet werden und auch Regen ausgesetzt sein können. Sie müssen außerdem den wiederholten Kontakt mit Sand gut vertragen und sollen trotzdem weich sein, um den Spielkomfort zu erhöhen. Beachvolleybälle bestehen daher häufig aus Kunstleder mit Gummiblase. Ein weiterer Unterschied besteht in der Größe und dem Gewicht dieser Bälle im Gegensatz zu Handvolleybällen. Beachvolleybälle sind leicht größer und haben einen Umfang zwischen 66 und 68 cm. Sie wiegen auch etwas mehr: meist zwischen 260 und 280 g. Allerdings werden Beachvolleybälle auch mit deutlich weniger Druck aufgeblasen. Ein guter Beachvolleyball sollte etwa zwischen 170 und 220 mbar Innendruck haben. Bei Handvolleybällen beträgt der Innendruck dagegen zwischen 290 und 310 mbar. Um den richtigen Druck auch nach längerer Verwendung aufrechtzuerhalten, empfiehlt sich der Kauf einer Ballpumpe.

Die Bälle sollte man in möglichst heller Farbe auswählen. Bekannte Hersteller sind: Mikasa, Adidas, Molten, Asics, Wilson.

Das richtige Netz für Beachvolleyball

Neben Sand und einem Ball benötigen Sie natürlich ein Netz, um Beachvolleyball zu spielen. Wie wir bereits gesehen haben, sind die Netze beim Hallen- und Beachvolleyball gleich hoch. Allerdings besteht trotzdem ein wesentlicher Unterschied. Wer am Strand spontan Beachvolleyball spielen möchte, findet dort oft keine Felder mit Stangen, zwischen denen ein Beachvolleyballnetz aufgehängt werden könnte. Deshalb sind einzelne Netze ohne Stangen wenig nützlich. Für Beachvolleyball gibt es deshalb mobile Netze im Set, die alles Nötige umfassen: Stangen, Seile und Netz. So lässt sich spontan ein Beachvolleyballfeld aufbauen, egal ob vor Ort Stangen zur Verfügung stehen oder nicht. Nach Verwendung können Sie alles wieder auseinandernehmen und platzsparend in einer kleinen Tragetasche unterbringen. Ergänzend gibt es auch Spielfeldmarkierungen zu kaufen. Sie bestehen aus Stoffbahnen in der richtigen Länge und werden an den Ecken mit kleinen Karabinern in den Sand gesteckt. So müssen Sie die Größe des Spielfelds nicht schätzen oder mühsam ausmessen und sich nicht auf Linien im Sand verlassen, die ohnehin bald wieder zertreten sind. Das Ganze kann ebenfalls anschließend wieder eingepackt und mitgenommen werden.

Geeignete Kleidung für Beachvolleyball

Prinzipiell können Sie beim Beachvolleyball anziehen, was auch immer Sie wollen. Eine sportliche, bequeme Kleidung, die nicht behindert, ist völlig ausreichend. Da Beachvolleyball vorwiegend in der warmen Jahreszeit gespielt wird, tragen viele Freizeit- und Amateurspieler allerdings leichte Kleidung. Im Profibereich war für Frauen sogar lange Zeit nur das Tragen eines Bikinis erlaubt – angeblich wegen der Temperaturen - was vom Verband nach Protesten jedoch wieder zurückgenommen wurde. Männer wie Frauen können nun auch im Profisport Shorts und längere Oberteile tragen. Wer sich auch als Amateur oder Hobbysportler stilecht kleiden möchte, findet Beachvolleyball-Shirts und Beachvolleyball-Trikots, die den Oberteilen ähneln, die im Profisport bei Turnieren getragen werden. Diese Shirts sind meistens ärmellos und relativ kurz. Es können aber auch ganz normale bequeme T-Shirts getragen werden, die Ärmel haben. In diesem Bereich werden oft T-Shirts angeboten, auf die man individuell Motive und Sprüche drucken lassen kann.

Knieschoner zum Schutz der Gelenke

Das Tragen von Knieschonern, wie dies beim Volleyball üblich ist, ist beim Beachvolleyball nicht gebräuchlich. Da nicht auf hartem Hallenboden, sondern auf Sand gespielt wird, besteht keine so hohe Belastung für die Knie. Auch Stürze sind im weichen Sand meist folgenlos. Auf Knieschoner sollten beim Beachvolleyball nur Personen zurückgreifen, die gesundheitliche Probleme mit den Knien haben. Prinzipiell besteht im Sand aber immer die Gefahr, dass einzelne Sandkörnchen zwischen Knie und Schoner geraten und dann unangenehm werden. Menschen mit Knieproblemen sollten im Zweifelsfall also lieber eine andere Sportart für den Strand auswählen.

Basecaps, Sonnebrillen und Strandsocken für das Spiel

Neben den unbedingt nötigen Kleidungsstücken gibt es noch die Ausrüstungsgegenstände, die zwar hilfreich sind, aber nicht unbedingt getragen werden müssen. Da am Strand bei sommerlichen Temperaturen und Lichtverhältnissen gespielt wird, tragen viele Freizeit- und Amateursportler beim Beachvolleyball Kopfbedeckungen und/oder Sonnenbrillen. Sonnenbrillen sollte man möglichst eng anliegend und stabil wählen, damit sie beim Spielen nicht verrutschen. Dafür geeignete Sonnenbrillen sind stark gebogen und passen sich der Kopfform ideal an. Als Kopfbedeckungen sind Basecaps beliebt. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Basecaps können die Sicht nach oben auf einen herannahenden Ball einschränken, Sonnenbrillen können trotz aller Festigkeit herunterfallen. Hier müssen Sie persönlich abwägen, welcher Sonnenschutz Ihnen lieber ist. An sehr heißen Tagen sind Kopfbedeckungen generell zu empfehlen, um einem Hitzschlag vorzubeugen, vor allem, wenn Sie sich sportlich betätigen. Sonnenbrillen erleichtern nicht nur die Sicht beim Spiel, sondern schützen die Augen auch vor der starken Sonneneinstrahlung.

Eine neuere Erfindung, die man an Stränden ab und zu sehen kann, sind dagegen Strandsocken. Wenn Sie empfindliche Füße haben, oder eine noch nicht ganz abgeheilte Verletzung, eignen sich diese Strandsocken zum Schutz vor Sand und Salzwasser. Auch an Tagen, an denen der Sand besonders heiß und unangenehm ist, sind solche Socken mit rutschfester Sohle für Beachvolleyball geeignet.

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