Spannende Abenteuer-Bücher finden

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Spannende Abenteuer-Bücher finden

Die Welt steckt voller Abenteuer. Und selbst wenn Sie lieber der Maxime folgen, dass es zuhause am Schönsten ist, können Sie dennoch daran teilhaben. Vielleicht gehören Sie auch zu denen, die das Kribbeln einer spannend erzählten Geschichte von Kindheit an kennen. Sie konnten nicht genug davon bekommen, wenn Sie abends vor dem Zubettgehen noch eine Geschichte aussuchen durften, der Sie lauschten, bevor das Licht ausgeschaltet wurde. Als Sie endlich selbst lesen konnten, fanden Sie kein Ende und so manche Stunde verbrachten Sie mit der Taschenlampe unter der Decke. Dann sind Sie ein Fan von Abenteuerbüchern.

Das Abenteuer der Abenteuerbücher

Leider gibt es über die Anfänge der Abenteuergeschichten keine Aufzeichnungen. Bevor die Schrift erfunden wurde, erzählten sich die Vorfahren ihre Mythen über Götter und Helden. Durch mündliche Überlieferung gelangten sie von Generation zu Generation. Den Kindern wurden sie als belehrende Unterweisung erzählt und der allererste Vorläufer der Kinoleinwand war wohl das Lagerfeuer. Hier wurde abends in Gruppen beieinandergesessen, um einander vom Tag zu berichten. Zwischen Erzähler und Publikum entstand eine Wechselbeziehung, die auf der einen Seite für immer buntere Fantasie und Inspiration sorgte, auf der anderen für Begeisterung und Staunen.

Mit dem Aufkommen der Schrift und damit der Literatur, schrieben die Menschen auch Abenteuer nieder. Ihre eigenen oder die, von denen sie gehört hatten. Diese Mythen, Sagen und Legenden sind die Wurzeln, aus denen eine Gattung entstand, die bis heute ihre Anhänger begeistert. Die indischen Veden sind ebenso großartige Abenteuer- und Heldengeschichten wie das Gilgamesch-Epos und die bis heute die Literatur prägenden Werke Homers, die „Ilias“ und die „Odyssee“.

Davon beeinflusst existieren heute sehr viele Klassiker der Abenteuerliteratur, die nichts vom Zauber ihrer Spannung verloren haben. Früh hat sich die erzählende Dichtung des Abenteuer-Epos zum Roman entwickelt. Auch heute noch ist das in verschiedenen Einbänden lieferbare, lange Erzählstück eine gängige Variante, um Leser zu begeistern. Der technischen Entwicklung geschuldet werden heute vermehrt Abenteuerbücher in anderen Medien verlegt. Zu den weit verbreiteten gehören Hörbücher und eBooks, deren Angebote immer umfangreicher werden.

Die ursprünglichen Helden: Autoren von Abenteuerbüchern

Gute Erzähler zogen schon immer die Bewunderung ihrer Zuhörer oder Leser auf sich und ernteten Ruhm für ihre spannend erzählten Geschichten. Immer sind es kreative Geister, die wirkliche Entwicklung initiieren und vorantreiben. Eine wahre Kultur der Erzählkunst wurde durch das Mittelalter inspiriert. Die Helden waren einsame Ritter, die durch die Lande zogen, um für Gerechtigkeit zu kämpfen, für Ruhm und Ehre und oftmals auch für die Gunst einer schönen Frau.

Von Ivanhoe bis zum Seewolf

Bewegend und gern gelesen bis in die heutige Zeit sind die Bücher von Walter Scott, dem Schöpfer des Schwarzen Ritters Ivanhoe. Ab einem gewissen Zeitpunkt ging es Schlag auf Schlag und die Federkiele und später die Tastaturen von Schreibmaschinen waren nicht mehr aufzuhalten. Ein wichtiger Schöpfer von Abenteuerliteratur britischer Prägung war Charles Dickens. Sein späterer Landsmann Robert Louis Stevenson bescherte den Lesebegeisterten aus aller Welt „Die Schatzinsel“ und den „Seltsamen Fall von Jekyll und Hyde“. Jedes Kind kennt die unsterblichen Figuren in den Erzählungen von Karl May, die bis heute den Leser in weit entfernte Länder führen, die der Autor bezeichnenderweise nie selbst gesehen hat. Im Gegensatz dazu können andere Autoren durchaus als lokale Zeitzeugen gelten, wenn es um die Epoche des Wilden Westens der Vereinigten Staaten geht. Mit hintergründigem Humor erzählt Mark Twain seine Geschichten um „Tom Sawyer und Huck Finn“. Durch seinen „Lederstrumpf“ prägte J.F. Cooper maßgeblich das Bild der Indianer zur Zeit der Ankunft der ersten Siedler, die immer weiter nach Westen drängten. Unvergessen sind auch Figuren, wie „Der Seewolf“, „Martin Eden“ und „Weißzahn, der Wolfshund“, die aus der Feder von Jack London stammen. In wunderschönen Bildern beschreibt der Autor den Goldrausch in Alaska, zeigt aber auch den harten Kampf gegen Winter, Eis und Schnee, den er selbst gekämpft hat.

Alexandre Dumas und Jules Verne

Über das Milieu am feudalen französischen Königshof erfährt die Welt etwas durch Alexandre Dumas, der „Die drei Musketiere“ für das Vaterland und die Ehre der Königin kämpfen lässt. Immer wieder beeindruckt auch seine Figur des Edmond Dantès, der als „Der Graf von Monte Christo“ das Unrecht rächt, das ihm als jungen Mann angetan wurde. Abenteuerbücher ganz anderer Couleur verfasste der Landsmann von Dumas Jules Verne. Er kann als Erster der Science-Fiction-Autoren gelten. Schon vor langer Zeit flogen die Menschen in seinen Geschichten zum Mond, tauchten in unvorstellbare Tiefen des Meeres hinab und reisten zum Mittelpunkt der Erde. Eine für die damaligen Verkehrsmöglichkeiten unvorstellbare Leistung war hingegen eine andere Reise. Verne schickte seinen versnobten britischen Helden Phileas Fogg „In 80 Tagen um die Welt“.

Weitere Abenteuer-Bücher

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten war von jeher beliebter Schauplatz für Abenteuergeschichte. Dadurch hat Amerika viele dort inspirierte Literatur hervorgebracht. Ein Genre, das jeder kennt, ist der Western. Hingegen geht ein anderer „Dauerbrenner“ unter den Abenteuerbüchern weit über die amerikanischen Grenzen hinaus. Schauplatz für spannende Spionageromane ist der ganze Globus, egal ob es sich dabei um Geschichten vom Agenten 007 handelt oder die Abenteuer aus der Zeit des Kalten Krieges. Es ist faszinierend die untergegangene Welt hinter dem ehemaligen Eisernen Vorhang zu betreten. Überhaupt erlebt auch andere DDR-Abenteuerliteratur derzeit eine gewisse Renaissance.

Spannende Abenteuer versprechen auch Bücher, die von den „Outlaws“ der Sieben Meere handeln. Piratenbücher sind fast so verbreitet wie Western und auf den alten Karavellen und Schonern wurden schon viele begeisterte Leser an Orte in der Karibik entführt, wo die Freibeuter ihre gut getarnten Verstecke hatten. Erstaunliches wissen diese Bücher über das Verhältnis der ersten Elizabeth auf britischem Thron zu ihrem Piraten Sir Francis Drake zu berichten. Auch seiner historischen Gestalt ist es zu danken, dass die langwierigen Fehden zwischen Spanien und England immer wieder Thema abenteuerlicher Geschichten waren.

Exotik zieht den Menschen in jeder Form an. Auch dann, wenn Abenteuerbücher ihn in entlegene Gegenden mitnehmen, um Geschichten aus dem Orient zu erzählen. Die wechselvolle Geschichte der meisten asiatischen Völker bietet immer wieder Stoff für spannende Erzählungen.

Abenteuerbücher für die Jugend

Auch heute – und trotz der Faszination von Smartphones, Tablets, Social Media usw. – begeistern Abenteuergeschichten für Jugendliche ihre Leser und begleiten sie genau in der Zeit des Lebens, in der sie sich verstanden fühlen wollen, gleichzeitig rebellieren und die Gefühle zuweilen Achterbahn fahren. Ob im eBook, als Taschenbuch oder Hardcover-Buch, gut erzählte Geschichten wie Wolfsblut von Jack London oder Huckleberry Finn und Tom Sawyer von Charles Dickens erweitern den Horizont, führen in unbekannte oder bekannte Welten und vermögen es zuweilen die Ausbrüche einer bis dahin ungekannten Energie und Kraft in andere Bahnen zu lenken.

Warum Abenteuerbücher faszinieren

Jedes neue Buch, das Sie aufschlagen, ist unbekanntes Terrain. Da der Mensch von Natur aus neugierig ist und beständig danach trachtet, Wissenslücken zu schließen, ist das Umblättern der Seiten ein ganz natürlicher Vorgang; wie ein Reflex, der nicht beherrscht oder abgestellt werden kann. Ein gut erzähltes Abenteuer sorgt für Adrenalinschübe beim Leser, als wäre er selbst dabei. Schafft der Autor es nämlich, seine Geschichte wie einen Sog zu gestalten, der den Leser in sich hineinzieht, wird die Welt außerhalb und ringsum das Buch verschwinden. Ein gutes Abenteuerbuch ist selbst ein Abenteuer. Wenn Sie die Bilder verinnerlichen, kann das Gehirn oft nicht mehr zwischen Erzählung und wirklich Erlebtem unterscheiden. Sie sind auf Droge. Auf Lesedroge.

Namen wechseln, das Genre bleibt

Ihnen geht es um den Nervenkitzel. Die Spannung muss auf der ersten Seite beginnen und darf sich vor der letzten nicht lösen. Was Abenteuergeschichten seit Jahrhunderten an Unterhaltung liefern, wird heute unter anderen Namen verpackt. Thriller und Krimi sind mittlerweile eingängigere Bezeichnungen, ebenso wie Science-Fiction und Horror.

Heute stehen sich zwei Ausprägungen gegenüber. Auf der einen Seite ist da der Roman, der oft über viele hundert Seiten durch eine Geschichte auf mehreren Ebenen führt. Neben dem Hauptakteur und seinem Widersacher wird ein komplettes Ensemble an Figuren aufgeboten, die sich auf unterschiedlichen Schauplätzen tummeln und durch ihr Tun und Reden die Geschichte erzählen. Nur einen Bruchteil davon bietet die beliebte Serienform. Die Geschichte wird aufgeteilt in kürzere Episoden, die entweder fortlaufend erzählt werden oder jeweils ihr eigenes kleines Finale haben.

Wenn Sie ein wahrer Genießer guter Abenteuerliteratur sind, bringt Sie jede Zeile zurück zu den Anfängen. Erinnern Sie sich? Das Abenteuer begann unter der Bettdecke noch vor dem Aufschlagen Ihres neuen Buchs. Immer wieder fühlen Sie sich hineingezogen in den Sog einer guten Story. Sie sind reich, wenn Sie das immer noch nachempfinden können und Sie leben mehr als ein Leben. Das macht gute Literatur aus. Die kreativen Momente während des Schreibens, die der Autor hatte, gestalten Sie nach. Bleiben Sie dabei. Die Welt ist eine große Bibliothek.

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