| Sony Ericsson P1i | elegant, vielseitig, umfassend |

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Moin Moin,

das Flaggschiff der Handyschmiede Sony Ericsson löst gleich zwei Modelle ab: Das P990i und das aus "Casino Royale" bekannte M600i. Mit dem P1i bekommt der Nutzer ein Mehrwert an Features und Design. Für mich ist es der Nachfolger meines Philips 755. Für die Nachfolge galt eigentlich nur das Kriterium, dass es einen besseren Kalener (auch synchronisierbar), WLAN, Touchscreen mit Bildschirmtastur, aber auch einer normalen Tastatur (also nicht wie etwa das iPhone) besitzen musste. Das meiste hatte mein 755 zwar nicht, jedoch war nun der Bedarf da für ein Alles-In-Einem-Gerät. Die Erwartungen waren groß...

DESIGN & HANDHABUNG


Endlich bekommt auch die P-Serie ein geschäftstaugliches Aussehen, nachdem die Entwicklung beim P990i schon deutlich seit dem krass-blauem P800 zu erkennen war. Eine wirklich gut gelungene Mischung aus Metall, schwarz und dunkelroten/ weinroten Akzenten. Doch ist ein Handy weniger ein Modestück als mehr eine Arbeitshilfe.
Wie für den Preis zu erwarten, ist es bestens verarbeitet.
Das Design hat das P1i vom M600i bekommen, inklusive der Wipptastatur, auf deren Tasten meist zwei Buchstaben/ Funktionen liegen. Auf den ersten Blick und bei den ersten Bedienungen wirkt das Konzept etwas kompliziert, aber mit etwas Gefühl bekommt man nach einiger Zeit ein geschicktes Händchen für die problemlose, schnelle Bedienung. Dadurch, dass jeder Buchstaben praktisch seine eigene Taste hat, sind Texte dann sehr schnell geschrieben.
Eine andere Möglichkeit ist die Handschrifterkennung oder die von mir gemochte Bildschirmtastatur.
Das Display ist sehr groß, was die Darstellung der Inhalte sehr erleichtert. Die Bedienung klappt gut. Der Touchscreen arbeitet exakt, viele Symbole kann man auch mit dem Finger bedienen (lt. Handbuch eine mögliche Bedienungsvariante), jedoch wird es bei kleinen Pfeile oder im Kalender zu schwierig, sodass der im Gehäuse sicher steckende Stift zum Einsatz kommen muss.


AUSSTATTUNG


Hier gibt es viel zu berichten: Das P1i basiert auf der Symbian- Software UIQ 3.0, welche leider noch kein HSDPA unterstützt. UMTS ist jedoch inkl. einer zweiten Kamera an Bord und lässt sich auch als Modem für das Notebook benutzen.

Desweiteren versucht Sony Ericsson mit diesem Modell den schmalen Grad zwischen Business und Freizeit zu finden: So findet man eine 3,2 MegaPixel-Kamera an Boad, die ansehnliche Bilder macht, durch den Autofokus für bewegte Motive aber zu langsam ist. Die Profi-Einstellungen bleiben da der K-Reihe (Cyber-Shot) vorenthalten. Ebenso an Bord im Unterhaltunsbereich ist ein Musik-Player. Der Klang ist okay, jedoch nicht überwältigend. Es gibt auch Klangvoreinstellungen, jedoch sind ebenfalls weitergehende Funktionen, wie Equalizer der W-Reihe (Walkman) vorbehalten.

Aber der Hauptaugenmerk liegt sowieso wo anders:
Als PDA-Ersatz bringt es ein umfassendes Adressbuch, einen starken Kalender und Office-Reader mit. Als Gimmick gibt es noch einen Visitenkartenleser, der abfotografierte Karten als Adressbucheinträge erstellen soll.

Das sind die weiteren Merkmale als Liste:
- Triband (GSM 900,1800,1900)
- Touchscreen mit 262.144 Farben bei 240x320 Pixeln
- WLAN
- Bluetooth 2.0 (mit A2DP-Profil)
- Infrarot
- 160MB interner Speicher
- Speichererweiterung durch Memory Stick Micro (M2)
- PC- Synchronisation
- USB- Unterstützung
- Java
- Radio
- Videoanzeige, -streaming
- Freisprecheinrichtung
- natürlich Flugzeugmodus
- und weiteres

AUSDAUER


Sony Ericsson verspricht eine maximale StandBy-Zeit im GSM-Betrieb von bis zu 18 Tagen. Die maximale Gesprächszeit liegt bei 10 Stunden.
Da insbesondere Smartphones ausgiebig benutzt werden, verringern sich die Zeiten enorm, ich durfte es selber erfahren, als ich es als UMTS-Modem benutzt habe. Mittlerweile hält es gut eine Woche, mit auch regelmäßiger Nutzung stromfressender Features, wie der Musikwiedergabe oder Spielen, jedoch mit abgeschalteten UMTS-Empfangsteil.

ERFAHRUNGEN


Nicht alles an dem Handy ist schlecht- im Gegenteil! Jedoch möchte ich hier auf Details aufmerksam machen, die ich noch verbesserungswürdig fände- aber das ist wie gesagt: Bemängeln auf hohem Niveau!!!


REBOOTS/ Neustarts
Schon nach einiger Nutzung fanden die ersten Neustarts statt. Bei mir waren sie nicht so häufig, aber so zwei bis drei Male die Woche waren es schon. Mit dem Software-Update von Dezember 2007 war das Problem bei mir behoben. Nur einmal in einem Monat und das vor der PIN-Eingabe, began das Handy neu zu starten.
Meine weiteren Erfahrungen:

Kalender
Der Kalender ist zwar umfangreich, mir gefällt zum Beispiel, dass sich eigene Kategorien (also Ordner) erstellen lassen, enttäuscht bin ich aber davon, dass sich Termine nicht nach Kategorien sortiert lassen, sodass man z.B. nur Termine eines Ordners anzeigt bekommt. Wenn man auf einen Tag geht, wird zwar der Termin angezeigt, jedoch ist nirgends eine Information über die Kategorie/ den Ordner zu finden. Auch fand ich bei meinem Philips 755 praktisch, dass man sich eine Übersicht mit alle Terminen anzeigen lassen konnte, die in einem Monat anstanden. Das verschaffte einen guten Überblick über Anstehendes. Fehlt hier ebenfalls

Back-Up über den PC
Bei mir wurden zwar alle Daten gesichert, jedoch funktionierte nach dem Wiederaufspielen des Back-Ups eine installierte Anwendung nicht mehr und musste deinstalliert werden und erneut installiert werden. Ebenso wurden nicht die Verknüpfungen auf dem StandBy-Bildschirm wieder hergestellt, sodass man seine Schnellzugriffe wieder festlegen musste.

Der Speicherkartenslot
Ich bin zwar kein Anhänger der Memory Sticks, aber dies habe ich ja mit dem Kauf in Kauf genommen. Was mich stört, ist die Fummelei beim Wechseln des Memory Stick Mircos. Mich hat es einiges an Übung gekostet, bis ich es nun problemloser hinbekomme. Da kenne ich einfach bessere Konstruktionen.

WICHTIGES THEMA: SERVICE & SUPPORT
Nach nur zwei Monaten ist mein Headset kaputt gegangen. Schnell eine e-mail an den Hersteller verfasst und so dachte ich, dass der Fall schnell erledigt sei. Die Antwort des Supports war, dass ich das Headset einschicke solle und ich bekam eine Liste von Reparatur-Partnern. Ein Headset ist zwar nur ein Cent-Artikel in der Herstellung, dennoch kann ich es verstehen, dass man Missbrauch vorbeugen möchte und so auch den Beweis der defekten Ware erbracht bekommen möchte. So habe ich das Headset umgehend eingeschickt. Aus Zeitmangel konnte ich mich erst einen Monat später um den Verbleib meines Headsets kümmern und rief bei der (kostenpflichtigen) Hotline an. Die Dame bestätigte mir zwar den Eingang, musste jedoch einräumen, dass mein Fall noch nicht bearbeitet worden ist. Wieder 14 Tage war immer noch kein Ersatz bei mir und so rief ich erneut an. Diesmal teilte man mir mit, dass man auf ein Lieferung von Headsets durch den Hersteller warte. Nach fast 2 Monaten habe ich dann doch noch ein neues Headset erhalten. Die Dauer ist jedoch meiner Meinung nach völlig inakzeptabel, vor allem in Anbetracht des Kaufpreises des P1i!

mehr Power...
Nokia hat bei seinen neuen N-Serie-Modellen erkannt, dass eine umfangreichere Software einen besseren Prozessor braucht und reagiert: Das N82 startet nun in 20 Sekunden. Das ist zwar immer noch nicht sooo sonderlich schnell, jedoch würde ich mir auch für das P1i mehr Power wünschen. Der lange Start der Software nervt manchmal schon.

Empfangsanzeige
In vielen Gebieten schwankt die Anzeige ständig im unteren, roten Bereich. Vor dem Software-Update im Dezember kam es bei mir auch schon zu Gesprächsabbrüchen. Die Anzeige fiel von "bester Empfang" auf "kein Empfang" und wieder zurück. In der Zeit war das Gespräch jedoch schon unterbrochen. Nach dem Update schwankt die Anzeige zwar immer noch, vor allem wenn man sich bewegte oder ausserhalb einer Großstadt unterwegs ist, jedoch kam es bei mir bisher noch zu keinem Gesprächsabbruch oder schlechter Gesprächsqualität, trotz schlechter Anzeige.



FAZIT


Wem das E90 zu groß ist, findet hier das beste Smartphone. Es ist einem Handy von den Maßen am Ähnlichsten, bietet aber fast alles, was ein Gerät heute können sollte. So stellt es den meiner Meinung nach besten Kompromiss zwischen dem Bedienkomfort eines PDAs und den Maßen eines Handys dar.
Aller Freude Voraussetzung ist jedoch die neuste Software.
Ich bin sehr zufrieden mit dem Gerät.


Viel Spaß

ny-inter

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