Sommergrüne Sträucher - immer ein Blickfang in Ihrem Garten

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Sommergrüne Sträucher - zu jeder Jahreszeit ein Blickfang in Ihrem Garten

Wenn wir von sommergrünen Sträuchern reden, nennt der Fachmann diese Pflanzen laubabwerfende Gehölze. Hierunter versteht man eine Vielzahl an Gehölzen mit attraktiven Blüten und herrlicher Blattfärbung im Sommer und Herbst, die Gartenliebhaber dafür entschädigen, dass sie ihr Laub im Winter verlieren. Zu den Gehölzen, die im Winter ihr Laub abwerfen, gehören auch alle Wildgehölze, die meisten Kletterpflanzen, alle Rosenarten und die sommergrünen Hybridformen der Rhododendren. Lassen Sie sich beim Stöbern auf eBay einfach davon überraschen, wie groß die Auswahl an laubabwerfenden Gehölzen ist, die alle zu ganz individuellen Hinguckern in Ihrem Garten werden können. Wenn Sie Ihre ganz individuelle Wahl getroffen haben, dürfen Sie sich schon beim Einpflanzen auf diese farbenprächtige Bereicherung Ihres Gartens freuen.

Ahorn – Farbenpracht und Vielfalt in heimischen Gärten

Zu den beliebtesten laubabwerfenden Ziergehölzen zählen sicherlich alle Ahornarten – und das aus gutem Grund. Denn alle Ahornsorten beeindrucken nicht nur mit ihrer unvergleichlichen Farbenpracht. Sie sind zur großen Freude aller Gartenbesitzer ausgesprochen robust, genügsam und wenig anspruchsvoll, wenn es um Standort und Boden geht. Am bekanntesten ist sicherlich der Feuerahorn mit seiner leuchtend-rotgelben Herbstfärbung. Er wächst oft mehrstämmig, wächst maximal sechs Meter hoch und ist deshalb als Ziergehölz auch für kleinere Gärten geeignet. Der Zimtahorn verdankt seinen Namen seiner zimtroten Rinde, die sich in auffälligen Streifen vom Stamm abrollt. Außerdem färben sich seine Blätter im Herbst in samtiges, tiefdunkles Purpurrot, das viele bewundernde Blicke auf sich zieht. Auch dieser Ahorn wird maximal sechs bis acht Meter hoch. Er wächst langsam, und wenn Sie seine Endgröße in Ihre Gartengestaltung mit einkalkulieren, ist er ebenfalls auch für kleinere bis mittlere Gärten geeignet. Noch weniger ausladend präsentiert sich der japanische Ahorn, dessen Blätter sich im Herbst in kräftigem Rot zeigen, das golden glänzende Einsprengsel aufweist. Besonders zierlich und mit sehr fein eingeschnittenem Laub erfreut die Gartenform Aconitifolium Herz und Auge des Gartenbetrachters. Zu den ausladenden Ahorngewächsen zählt dagegen der Eschenahorn, der bis zu 15 Meter hoch wachsen kann.

Als Ziergehölz für den Garten sollten Sie allerdings besser auf Sorten mit panaschierten Blättern zurückgreifen, die weniger stark wachsen und deren drei- bis fünfzählig gefiederte Blätter leicht überhängen, was zu reizvollen Licht- und Schattenspielen führt. Am bekanntesten sind die Sorten Aureomarginatum mit gelb geflecktem Laub, Flamingo mit weiß gerandeten, betupften Blättern und Variegatum, dessen breite, unregelmäßig weiß gefärbte Belaubung besonders auffällig ist. Im Unterschied zu den meisten anderen Ahorngewächsen besteht der Eschenahorn allerdings auf seinem Platz an der Sonne. Der Fächerahorn – sein botanischer Name lautet Ahorn palmatum – gehört zu den kostbaren Raritäten unter den Ziergehölzen für den Garten und stellt ebenfalls gewisse Ansprüche an Bodenqualität und Sonneneinstrahlung: Er braucht humosen, guten, sehr durchlässigen und eher sauren Boden, um prachtvoll zu gedeihen, und einen leicht beschatteten Standort. Dann aber begeistern besonders die fast zwergigen Gartenformen mit ihrem herrlichen, flach ausgebreiteten Astwerk, das insbesondere Teichränder in eine zauberhafte Atmosphäre taucht.
Da es den Fächerahorn in vielen verschiedenen Varianten gibt, empfiehlt es sich, zwei oder mehrere Sorten nebeneinander zu pflanzen, um so die gesamte Farben- und Formenfülle zu genießen, die dieses Juwel unter den Ahornen zu bieten hat: Alle Sorten weisen viellappige, tief geschlitzte und fein ziselierte Blätter auf. Im Austrieb erscheinen sie in verschiedenen Rot- und Rosatönen, im Herbst färben sie sich je nach Sorte flammendorange, gelb oder rot. Die Sorte Aureum wächst buschig auf etwa drei Meter und zeigt goldgelbe Blätter; Dissectum zeigt sich ebenfalls ausgebreitet auf etwa drei Meter mit zierlich überhängenden Zweigen und graziös geschnittenen Blättern, deren ursprüngliches Grün sich im Herbst gelb-orange färbt. Dissectum Garnet beansprucht insgesamt nur zwei Meter in Höhe und Breite und leuchtet im Herbst weithin mit seinem sattroten Laub.

Die Felsenbirne – rot wie Blut und weiß wie Schnee

Märchenliebhaber denken spontan an Schneewittchen, wenn von der Felsenbirne die Rede ist. Denn insbesondere die Sorten Kahle Felsenbirne und Kupferfelsenbirne bezaubern uns mit ihren schneeweißen Blüten und ihren purpurroten, etwa kirschkerngroßen, essbaren Früchten. Die Großsträucher wachsen bis zu einer Höhe von zehn Metern und beeindrucken auch mit ihrem goldgelben bis orangeroten Laubfärbung im Herbst. Die Felsenbirne gedeiht problemlos in jedem Gartenboden, wenn Sie ihr einen sonnigen bis halbschattigen Standort zuweisen.

Berberitzen – Rot und Grün in vollendeter Harmonie

Wenn Sie sich für eine Berberitze als Ziergehölz für Ihren Garten entscheiden, sollten Sie diesem imponierenden Strauch die ihm gemäße Solitärstellung gönnen. Dieser wunderschöne Strauch wächst etwa vier Meter hoch und zieht mit seinen silbrig überhauchten, rotbraunen Blättern, gelben Blüten und leuchtend roten Früchten sicherlich viele bewundernde Blicke auf sich. Mit ihrem dunkelgrünen Laub setzt die Berberitze wunderschöne Akzente zwischen andere, grünlaubige Gehölze – allerdings nur, wenn sie genügend Sonne bekommt. Eine lohnenswerte Alternative zum dunkelgrünen Laub der Superba-Berberitze ist die Thunbergs Berberitze mit ihrer purpurroten Belaubung. Sie färbt sich im Herbst rot bis orangefarben – ein Farbenspiel, das sich als idealer Hintergrund für die Präsentation ihrer leuchtend zinnoberroten Früchte erweist. Pink Queen – so der Name einer besonders beliebten Sorte aus der Familie der Thunbergs-Berberitze – zeigt sich dagegen in rosafarbener Frühjahrs- und karminroter Herbstpracht.

Sommerflieder – der Liebling aller Schmetterlinge

Wer sich im Juli und August am Anblick unzähliger Schmetterlinge erfreuen will, sollte sich für einen Sommerflieder unter den laubabwerfenden Ziergehölzen für den Garten entscheiden. Denn dieser etwa vier Meter hoch wachsende Strauch – unter dem Namen Buddleja vielen Gartenbesitzern vertraut – scheint mit seinen bis zu 20 Zentimeter langen blauen oder weißen Blütenrispen Schmetterlinge geradezu magisch anzuziehen. Wenn sie ihm in Ihrem Garten einen sonnigen Standort einräumen, dankt er Ihnen mit üppigem Blütenwuchs – vorausgesetzt, Sie schneiden die älteren Äste immer wieder heraus, damit sich die jungen Blütentriebe entwickeln können. Die bekannteste Sorte Buddleja alternifolia entwickelt ihre Blüten entlang der Zweige, die peitschenartig überhängen. Die Sorte Buddleja davidii dagegen wächst gerade aufgerichtet und trägt endständige Blütenrispen. Neben lilafarben, blau und weiß blühend, präsentiert sich die Buddleja davidii auch im purpurnen und rosafarbenen Gewand.

Der Trompetenbaum – traumhafte Schönheit, die an Orchideen erinnert

Bis zu 20 Meter hoch wächst dieser breitkronige Baum, der bis zum Juni eines Jahres seine 15 bis 20 Zentimeter langen Rispen entwickelt. Dann öffnen sich die fünf Zentimeter breiten, zunächst weißen, im Innern purpurrot und gelb schimmernden Blüten, deren Üppigkeit an exotische Orchideengewächse erinnert und aus denen sich dann die 35 Zentimeter langen Fruchtschoten entwickeln. Die Blätter dieses Ziergehölzes sind herzförmig und können bis zu 25 Zentimeter lang werden. Bis ein Trompetenbaum ausgewachsen ist, benötigt er im Winter einen gründlichen Frostschutz. Danach zeigt er sich zuverlässig frosthart, will aber, als ausgesprochener Sonnenliebhaber, von vorneherein an einen warmen, sonnigen Platz in Ihrem Garten gepflanzt werden.

Gartenhortensien – geballte Üppigkeit und kugelrunde Farbenpracht

Wenn Sie die bemerkenswert üppig blühenden Hortensien nicht mehr nur als Topfpflanze, sondern künftig in ihrer ganzen Pracht als Gartenstaude bewundern wollen, sollten Sie in Ihrem Garten zunächst ein paar vorbereitende Vorkehrungen treffen. Denn Gartenhortensien benötigen frische Humusböden und lieben einen halbschattigen Standort. Dann wächst die bekannteste Art, Hortensia macrophylla, aber zu einem beeindruckenden, bis zu drei Meter hohen und breiten, üppigen Gartenstrauch heran. Die Blütenfarbe der Hortensien hängt übrigens von der Art des Bodens ab: Auf alkalischen Böden färben sich die Blüten rot oder rosa, auf sauren Böden blau.

Flieder – der Vorbote des Sommers

Flieder bezaubert uns mit seinem Duft- und Farbenspiel. Wer Pastellfarben liebt, kommt bei allen Sorten von Flieder auf seine Kosten. Denn von fast Purpur bis zu strahlendem Weiß decken die unterschiedlichen Farbvarianten des Flieders ein großes Farbspektrum ab. Außerdem führt uns der typische, blumig-frische Duft der Syringa vulgaris – so lautet der botanische Name dieses beliebten Wildgehölzes - schon früh auf seine Fährte – lange, bevor dieses bis zu fünf Meter hoch wachsende Wildgehölz in unser Blickfeld gerät. Flieder öffnet seine 15 bis 20 Zentimeter langen, duftenden Blütenrispen je nach Region im April oder Mai. Er liebt vollsonnige Standorte sowie nährstoffhaltige und durchlässige Böden. Die Wildtriebe an der Basis sollten Sie regelmäßig entfernen, damit Sie sich lange an der starken Wuchskraft und üppigen Blüte Ihres Gartenflieders erfreuen können.

Goldregen – unvergleichlich schön, und leider giftig

Zu den beeindruckendsten laubabwerfenden Gehölzen zählt in unseren Breitengraden sicherlich der Goldregen mit seinen reich blühenden, sattgelben Blüten, die in lockeren, bis zu 50 Zentimeter langen Trauben zusammengefasst sind und uns im Mai und Juni auf den erhofften sonnigen und warmen Sommer einstimmen. Leider ist dieses herrliche Gehölz in allen Pflanzenteilen stark giftig, sodass in Gärten, in denen sich auch kleine Kinder aufhalten, von einer Anpflanzung abzuraten ist. Ansonsten bevorzugt Goldregen einen sonnigen Standort, gedeiht aber auch noch im Halbschatten und erfreut den Hobbygärtner mit einer besonders attraktiven Eigenschaft: Goldregen gedeiht am besten, wenn man ihn in Ruhe wachsen lässt und möglichst wenig schneidet.

Die Forsythie – der Inbegriff eines sonnigen Frühlingstages

Viele Gartenbesitzer kennen die Forsythie auch unter ihrem deutschen Namen Goldglöckchen. Und die anspruchslose Forsythie macht diesem Namen durchaus Ehre: Ausgewachsen beansprucht sie etwa drei Meter in der Höhe und Breite gleichermaßen und blüht dabei Jahr für Jahr reich und üppig in strahlendem Sonnengelb. Unterstützen Sie die Wuchsfreudigkeit Ihrer Forsythie am besten dadurch, dass Sie die alten Triebe direkt über dem Boden herausnehmen – und pflanzen Sie sie an einen Sonnenplatz in Ihrem Garten. Ganz gleich, ob Spectabilis, Weekend, Melisa oder Goldzauber: Alle Forsythienarten beeindrucken mit ihrem strahlenden Gelb in allen Variationen.

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